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Inhalt



Scheibenstraße

Anlass und Ziel | Aktuelle Situation | Planung | Verfahren

ausführungsplanung

Aktuell: Rückfragen zur Planung können Sie bis zum 3. November 2023 an scheibenstrasse@mail.aachen.de senden, oder im Foyer des Verwaltungsgebäudes Marschiertor (Lagerhausstraße 20) einreichen, dort hängt die Planung auch aus.

Anlass und Ziel

Im Frühjahr 2016 hat das Stadtteilbüro Aachen-Nord diverse im Rehm- und Ungarnplatzviertel ansässige Einrichtungen (darunter Kindertagesstätten, Schulen und Seniorenheime) kontaktiert, um einen aktualisierten Stand des Handlungsbedarfs hinsichtlich der Nahmobiliät bei der Akteursschaft im Viertel zu ermitteln. Dabei ergaben sich sowohl räumlich als auch inhaltlich klar definierte Handlungsbereiche. Es entstand das Projekt „Soziale Stadt Aachen Nord“. Die Umplanung der Scheibenstraße soll einer verbesserten Wegebeziehung zwischen den Rehm-Plätzen und dem DEPOT im Übergang zum Quartier Wiesental sowie einer Ausweitung der Aufenthaltsqualität im direkten Bezug zum Oberplatz dienen.

Aktuelle Situation

Die Scheibenstraße ist beidseitig durch mehrgeschossige Gebäude angebaut, verkehrsberuhigt angelegt und laut StVO-Beschilderung als Fußgängerzone ausgewiesen. Ergänzende Beschilderungen weisen zudem freigegebene Ladezeiten an Werktagen und eine für Radverkehr und Fußgänger durchlässige Sackgasse aus. Diese ist am Ausbaubeginn in Höhe Haus Nr. 33 durch herausnehmbare Poller begrenzt. Das Bild der Scheibenstraße ist im Bereich der Ausbaustrecke primär durch die Amberbäume geprägt. Diese sind beidseitig in Baumscheiben gesetzt und unterteilen die Scheibenstraße in einen mittleren und zwei Randbereiche. Der mittlere Bereich kann durch Fahrzeuge befahren werden, die äußeren Bereiche sind aufgrund ihrer Breite hierfür nicht ausgelegt. Zwischen den Amberbäumen boten über viele Jahre Sitzgelegenheiten Raum zum Verweilen. Aufgrund fortschreitenden Verfalls der Holzauflagen und der Mauern sind diese aber nicht mehr nutzbar. Die Brunnenanlage vor Haus Nr. 31 trägt zu einer Steigerung der Aufenthaltsqualität bei. Die gesamte Oberfläche der Scheibenstraße besteht aus rotem Klinkerpflaster. Abschnittsweise unterteilen anthrazitfarbene Natursteinpflasterbänder und -teilflächen das Klinkerpflaster. 

Aufgrund der für die heutige Größe der Amberbäume zu klein dimensionierten Baumscheiben haben sich im Laufe der Zeit durch das Wurzelwerk Beschädigungen an den angrenzenden Pflasterflächen ergeben. Das Pflaster wurde durch die Wurzeln angehoben. Hierdurch haben sich Verschiebungen im Pflasterverbund und teilweise Pflastersteinbrüche eingestellt.

Planung

Die Scheibenstraße zwischen Hein-Jansen-Straße und Oberstraße soll zwischen den asphaltierten Zufahrten zu den Tiefgaragen erneuert werden. Der Charakter des vorhanden niveaugleichen Ausbaus soll erhalten bleiben. Durch den Ausbau des Oberplatzes im Süden und des Depots an der Ecke Hein-Janssen-Straße/Aretzstraße im Norden, sind diesen Bereichen bereits erhöhte Aufenthaltsfunktionen zugeordnet worden. Die Scheibenstraße soll auch künftig als Bindeglied zwischen diesen beiden Bereichen dienen und die Aufenthaltsbereiche stärken. Der gesamte Verkehrsraum der Scheibenstraße soll zur Nutzung als Spiel- und Aufenthaltsfläche und im Fahrbereich für die notwendige Erreichbarkeit für Rettungsdienste und Ladeverkehr ausgebaut werden. 

Die zu kleinen Baumscheiben werden zu Grünstreifen verbunden, so dass dem Wurzelwerk zukünftig mehr Raum zur Durchwurzelung und Wasseraufnahme zur Verfügung steht. Um die Grünstreifen vor dem Begehen bzw. Befahren zu schützen sind Unterpflanzungen und Schutzmaßnahmen vorgesehen. Durch Wurzelsuchschachtungen wurde festgestellt, dass sich das Wurzelwerk primär im Fahrbereich der Scheibenstraße entwickelt hat. Um hier zukünftig weitere Beschädigungen bestmöglich zu verhindern, wird der mittlere Bereich der Scheibenstraße um rd. 8 cm angehoben und mit einem stärkeren Pflastermaterial ausgebaut. Verwendet wird hierzu ein rot nuanciertes Betonsteinpflaster im Format 10x20cm. 

Die unter dem Pflaster vorhandene Betonschicht wird herausgestemmt und durch eine Schottertragschicht ersetzt. In den Randbereichen wird das bestehende Klinkerpflaster aufgenommen und auf neuem Bettungsmaterial wieder auf dem vorhandenen Unterbeton verlegt. Hier wird in Ergänzung des teilweise schadhaften Klinkerpflasters das ausgebaute Material des mittleren Bereiches wiederverwendet. Im östlichen Randbereich (gerade Hausnummern) wird am Bauanfang und –ende ein Auffangfeld für die Barrierefreiheit angelegt. Zwischen diesen beiden Feldern verläuft ein Leitstreifen. 

Die vorhandenen Sitzgelegenheiten werden zwischen den Amberbäumen in Gänze erneuert. Die bestehenden Natursteinbänke vor Haus-Nr. 33 bleiben bestehen und erhalten eine neue Sitzfläche. Abfallsammelbehälter werden an einzelnen, bestehenden Beleuchtungsmasten vorgesehen. 

Auf der Hein-Janssen Straße soll eine barrierefreie Querung inkl. einer Querungshilfe geschaffen werden. Hierfür wird ein Teil der begrünten Mittelinsel zu einer Querungsstelle umgebaut. Zudem erhalten die Nebenanlagen in diesem Bereich taktile Leitelemente. 

Am Ausbauanfang und Ausbauende der Scheibenstraße sowie im Bereich der Querungsstelle werden insgesamt 13 Fahrradbügel aufgestellt.

Kosten 

Die Herstellungskosten betragen nach aktueller Kostenberechnung rd. 1.100.000,- €. Ausreichende Mittel zur Umsetzung werden für den Haushalt 2024 angemeldet. 

Der Ausbau der Scheibenstraße führt zu keiner Beitragspflicht nach § 8 KAG.


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Kurzinfo

+ Vorhaben: Umbau Straßenraum
+ Ziel: Aufwertung des Straßenraumes
+ Zeitplan: 2024

Weiterführendes

Planungsbeschluss

Ausführungsbeschluss
  • vsl. 15.11.2023 Bezirksvertretung Aachen-Mitte
  • vsl. 23.11.2023 Mobilitätsausschuss

Dokumente

Kontakt

Stadt Aachen