Wir verwenden Cookies, um für Sie die Benutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. OK Weitere Informationen



Inhalt



Hohenstaufenallee

Anlass und Ziel | Heutige Situation | Bürger*innendialog | Umgestaltungsvarianten |Politische Beratung

Projektphase: Ausführungsplanung

Aktuell: Am 9. Juni und am 1. Juli 2021. wurde die Umgestaltung politisch in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte bzw. dem Mobilitätsausschuss beraten. Es wurde eine Kombination aus den Varianten 2 und 3 beschlossen. Auf dieser Basis wird nun der Umbau der Hohenstaufenallee im Detail ausgearbeitet („Ausführungsplanung“).

Anlass und Ziel

Im Rahmen des Klimaschutzprojektes #AachenMooVe! soll die Hohenstaufenallee im Bereich zwischen der Eisenbahnunterführung Mozartstraße und der Limburger Straße umgestaltet werden. Dabei steht eine Erhöhung der Sicherheit und des Komforts für den Fuß- und Radverkehr im Vordergrund. Auf diese Weise sollen mehr Bürger*innen zum Radfahren und Zufußgehen animiert werden und somit für eine Reduktion der verkehrsbedingten CO2-Emissionen in Aachen sorgen.
Insgesamt unterstützt der geplante Umbau die Bestrebungen der Stadt Aachen in Hinblick auf erhöhte Verkehrssicherheit für den Fuß- und Radverkehr und damit den Klimaschutz und die Mobilitätswende.

Heutige Situation

Derzeit verfügt die Hohenstaufenallee in weiten Teilen über keine anforderungsgerechten Fuß- und Radverkehrsanlagen. Radfahrende dürfen überwiegend den Gehweg mitbenutzen. Aufgrund der häufig beengten Platzverhältnisse und des starken Gefälles ist dies insbesondere bergab aber auch bergauf sowohl für Radfahrende als auch zu Fuß Gehende kein wünschenswerter Zustand.

Die Hohenstaufenallee wird auch aufgrund der anliegenden Bildungsinstitutionen (Fachhochschule, Couven-Gymnasium) durch zahlreiche Fußgänger und Radfahrer frequentiert.

Bürger*innendialog

Im Zeitraum vom 12. März bis zum 9. April 2021 ist die Stadtverwaltung in den Dialog mit den Bürger*innen zur Umgestaltung der Hohenstaufenallee getreten. Die Diskussionsgrundlage hierfür bildeten die Varianten 1 und 2, die Sie hier (V1)  bzw. hier (V2)  ansehen können. Die Youtube-Liveveranstaltung, die in diesem Rahmen stattgefunden hat, können Sie sich hier noch einmal ansehen.

Eine Zusammenfassung der Umfrageergebnisse sowie deren grafische Aufbereitung sind hier zu finden. Die Stellungnahmen zu den Fragen und Anregungen, die an die Verwaltung herangetragen wurden, finden Sie hier.
Ein zentraler Aspekt, der über alle Beteiligungskanäle in hohem Maße vertreten war, ist die Wertschätzung des vorhandenen Baumbestandes und der Wunsch einer Umgestaltung, die keine Baumfällungen erfordert.

Die Varianten 1 und 2 wurden als Ergebnis des Dialogs jeweils an mehreren Stellen angepasst. Auf Anregung von Bürger*innen hin wurde zudem eine dritte Variante entwickelt, die eine Kombination aus den Varianten 1 und 2 darstellt. Diese war ebenfalls Bestandteil der politischen Diskussion (siehe unten).

Umgestaltungsvarianten

Die Stadtverwaltung Aachen hat drei Umgestaltungsvarianten ausgearbeitet. Diese unterscheiden sich in der gewählten Führungsform für den Radverkehr und dadurch auch in den Auswirkungen auf den Parkraum und den Baumbestand.


In Variante 1 wird der Radverkehr auf roten und breiten Schutzstreifen auf der Fahrbahn geführt. Der bestehende Radweg auf der südlichen Straßenseite wird entfernt, sodass der Fußverkehr mehr Raum enthält. Es ist kein Eingriff in den Baumbestand erforderlich.


In Variante 2 werden breite Radwege auf Gehweg-Niveau angelegt. Der Radverkehr wird damit baulich vom Kfz-Verkehr getrennt. Für die Anlage dieser Radwege müssten voraussichtlich 40 Bäume gefällt werden. Etwa 29 Bäume könnten neu gepflanzt werden.


Variante 3 stellt eine Kombination aus den beiden ersten Varianten dar: Bergab fährt der Radverkehr auf roten, breiten Schutzstreifen auf der Fahrbahn, bergauf wird ein Radweg im Seitenraum angelegt. Hierfür müssten voraussichtlich 11 Bäume gefällt werden, von denen 10 Stück neu gepflanzt werden könnten.


Der Mobilitätsausschuss hat am 01.07.21 eine Kombination aus den Varianten 2 und 3 beschlossen: Zwischen Limburger Straße und Schillerstraße soll Variante 3 umgesetzt werden, unterhalb der Schillerstraße Variante 2. Diese neue Variante ist hier dargestellt. Zudem sollen die Vorschläge zur Verbesserung der Baumbilanz vom ADFC und VCD geprüft werden, die hier zu finden sind.

Politische Beratung

9. Juni 2021: Beratung in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte (Empfehlung für eine Umgestaltungsvariante)

1. Juli 2021: Beratung im Mobilitätsausschuss (Entscheidung für eine Umgestaltungsvariante)

Baukosten und Finanzierung

Die Baukosten für Variante 2 wurden im Zuge der Vorplanung auf 2,6 Mio Euro abgeschätzt, die Kosten für Variante 3 mit 2,0 Mio Euro. Eine verlässliche Prognose ist jedoch erst nach erfolgter Ausführungsplanung möglich. Bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten, die bis zum 30.06.2022 anfallen, werden durch das Land NRW und die EU erstattet.


Die Baumaßnahme löst eine Beitragspflicht nach Kommunalabgabengesetz NRW aus. Die Höhe der Kosten kann erst im Zuge der Ausführungsplanung (geplant ab Sommer 2021) ermittelt werden. Sobald zuverlässige Aussagen über die Höhe der Kostenbeteiligung einzelner Anlieger*innen möglich ist, wird die Verwaltung dazu informieren. Die Beiträge sind erst nach Fertigstellung der Maßnahme (vrstl. Anfang 2023) fällig. Grundsätzliche Informationen zu KAG-Beiträgen beantwortet Herr Liebert vom Fachbereich 60  der Stadt Aachen.