Kockerellstraße 17–19

Denkmal #9

Die Häuser Kockerellstraße 17 und 19 wurden 1974 erbaut. Die Fassadenteile stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Wichtige Translozierungsdetails sind die Fensterbekrönungen. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei ca. 120–230 Jahren.

Die Häuser Kockerellstraße 17 und 19 wurden 1974 erbaut. Die Fassadenteile stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Wichtige Translozierungsdetails sind die Fensterbekrönungen. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei ca. 120–230 Jahren.

Einleitung

Die heutigen Häuser Kockerellstraße 17 und 19 wurden anstelle von mehreren Gebäuden des 18./19. Jahrhunderts errichtet und – wie ihre Nachbarn – zur Straßenseite mit einer historischen, translozierten Fassade ausgestattet.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von ca. 120–230 Jahren und ist bis 600 Meter gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus zwei Epochen.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von ca. 120–230 Jahren und ist bis zu 600 Meter gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus zwei Epochen.

  • Bewegte Geschichte

    Nach Abbruch der Altbauten entstanden 1974 die Neubauten Kockerellstraße 17 und 19. Bemerkenswert ist die Änderung der Größenverhältnisse: Die beiden Altgebäude waren zwei- und dreigeschossig mit je drei Fensterachsen, die heutige stattliche Fassade der Nr. 17 zeigt vier Geschosse und sechs Fensterachsen. Dennoch fügt sie sich in das historisch wirkende Gesamtbild der Straße ein. Abweichend zu den übrigen translozierten Fassaden der Kockerellstraße ist die Nr. 19 zweigeteilt, wobei der linke Teil historisch, der rechte dagegen modern gestaltet ist.

  • Spurensuche

    Die in der Nr. 17 eingesetzte Fassade stammt aus der Rosstraße 52–54. Die Fassade wurde aufgearbeitet und die Fensterbekrönungen des ersten Obergeschosses wurden vertauscht. Wie weitreichend und gestaltend die Eingriffe in die Stadtstruktur waren, wird daran deutlich, dass anstelle des abgebrochenen Hauses Rosstraße 52–54 auch wieder ein Neubau mit translozierter Fassade entstand. Bei Haus Nr. 19 besteht die linke Fassade aus Teilen der ehemaligen Vorgängerbebauung. Die wenigen punktuellen Ergänzungen sind zum Teil anhand der abweichenden Färbung und Scharfkantigkeit des Werksteinmaterials zu erkennen. Die Blausteingewände des Erdgeschosses fehlten bereits im Originalbau, weshalb die neuen, hohen Fenster ersatzweise mit plastisch geformten Betonelementen überspannt sind. Backsteinmaterial, Betonstürze und Geschosshöhen zitieren hier die linke Fassade in moderner Form, sind aber weniger regelmäßig angeordnet. Die Rückseiten der Gebäude zum Augustinerplatz bilden mit ihren markanten, vorspringenden Betonelementen und unregelmäßigen Fensterformaten ein Gegenbild zu den ausgeglichenen historischen Fassaden der Kockerellstraße. 

    Während die Fassaden der Häuser 17 und 19 historische Elemente zeigen, bilden die Rückseiten mit markanten, vorspringenden Betonelementen ein modernes Gegenbild.

  • Besonderheiten

    Für die Häuser Kockerellstraße 17 und 19 sowie Annuntiatenbach 3 im Sanierungsgebiet I erhielten die Architekten Wolks und Nikolaus Hühnerschulte den Deutschen Architekturpreis. Sie waren zudem auch an anderer Stelle in Aachen tätig, so beim Umbau der Barockfabrik und der Domschatzkammer in den 1970er Jahren. Zusammen mit Hans Haas gestaltete Wolks auch den Neubau von Hof 20.

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