Kockerellstraße 3

Denkmal #3

Das Haus Kockerellstraße 3 aus dem Jahr 1890 wurde bis auf Fassade und Keller vollständig abgerissen und 1974 neu errichtet. Wichtige Fassadendetails sind Stuck und Blausteinornamente. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei ca. 84 Jahren.

Das Haus Kockerellstraße 3 aus dem Jahr 1890 wurde bis auf Fassade und Keller vollständig abgerissen und 1974 neu errichtet. Wichtige Fassadendetails sind Stuck und Blausteinornamente. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei ca. 84 Jahren.

Einleitung

Das Haus Kockerellstraße 3 fällt vor allem durch seine schmuckvoll gestaltete Fassade mit rötlichem Anstrich, den zahlreichen Stuck- und Blausteinornamenten sowie den markanten Pilastern im Erdgeschoss ins Auge. Die Fassade ist tatsächlich historisch, der Rest des Gebäudes nicht.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von ca. 84 Jahren und ist null Meter gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus zwei Epochen.

Zeitreise

Das Denkmal unterliegt einer Zeitreise von ca. 140 Jahren, ist 500 m gewandert, seine Gestaltung beinhaltet Merkmale von min. 2 Epochen.

  • Bewegte Geschichte

    Jakobstraße und Kockerellstraße sind Kernzonen des Sanierungsgebietes I, bei dem in den 1970er Jahren eine vollständige Neubebauung im historischen Gewand verfolgt wurde. Im Gegensatz zu den übrigen Gebäuden der Nachbarschaft, Kockerellstraße 5 bis 19, wurde der Altbau aus der Zeit um 1890 nicht vollständig abgerissen, sondern Fassade und Keller blieben erhalten. Dahinter entstand 1974 ein vollständiger Neubau. Statt des ehemaligen Mansarddaches mit Gauben wurde ein Satteldach aufgeschlagen.

  • Spurensuche

    Die Fassade zeigt einen typisch historistischen Stilmix aus Formen des Barock und der Renaissance mit aufgeputzten Fenstergewänden, Putzbändern und diamantartig geformten, plastischen Stuckelementen. Besonders hübsch ist der Stuckdekor im obersten Stockwerk: Eine Reihe von Dreiecksgiebeln sind mit Ranken und Gesichtern, sogenannten Blattmasken, ausgestattet, ebenso die zahlreichen Konsolen des Traufgesimses. Die mittlere Achse der Fassade ist zudem durch ein besonders geschmücktes Fenster im ersten Obergeschoss betont. Dahinter, in der sogenannten Beletage, befanden sich meist die besonders hervorgehobenen Wohnräume der Eigentümer.

    Die Fassade ist eine der wenigen im Sanierungsgebiet I um Jakob- und Kockerellstraße, die an Ort und Stelle blieb und keinen neuen Standort zugewiesen bekam.

  • Besonderheiten

    Neben dem benachbarten Eckgebäude Jakobstraße 2 ist es das einzige historische Gebäude im Sanierungsgebiet I, dessen Fassade an Ort und Stelle erhalten blieb. Somit blieb hier ausgerechnet die jüngste Fassade der Kockerellstraße erhalten, während der deutlich ältere Bestand in der Nachbarschaft abgerissen und eingelagert bzw. transloziert wurde.

Bildergalerie

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