Das Aachener Modell

Als Aachener Modell wird der Umgang mit dem Wiederaufbau Aachens bezeichnet. Er fand statt von der direkten Nachkriegszeit bis zur Umsetzung der Sanierungsgebiete in der Innenstadt in den 1990er Jahren. Aus der Not einer stark zerstörten Stadt heraus geboren, sollte auf dem alten Stadtgrundriss Aachen wiederaufgebaut werden. Noch erhaltene Gebäudeteile wurden transloziert und preisgekrönte Sanierungsgebiete umgesetzt. Einige Gebäude, die besonders der Identifikation dienten, wurden restauriert und rekonstruiert. Das Ergebnis des Aachener Modells ist eine einzigartige „neue Altstadt“, welche historische Gebäude und Bausubstanz mit zeitgenössischen Neubauten kombiniert.

  • Sanierungsgebiete im Überblick

    Die Aachener Innenstadt wurde in drei Sanierungsgebiete eingeteilt. Sanierungsgebiet I umfasste den Bereich zwischen Pontstraße, Annuntiatenbach, Trichtergasse und Jakobstraße. Sanierungsgebiet II schloss die Bereiche zwischen Löhergraben, Jakobstraße, Mühlenberg und Rosstraße ein. Der dritte Bereich war das kleinste Gebiet und umfasste Neupforte und Mostardstraße. Kein Sanierungsgebiet, dennoch ein wichtiger Bestandteil des Aachener Modells, war das wachsende Hochschulgebiet rund um den Templergraben.

  • Ziele

    Ziel der Sanierungsgebiete war es, städtebauliche Missstände wie ungesunde Wohnverhältnisse, störende Betriebe und neue Ansprüche an die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger in der Innenstadt zu verbessern. Ein wichtiges Thema dabei waren Fluchtlinienpläne zur Neugestaltung oder Begradigung der Stadtgrundrisse. Zudem dienten die Sanierungsgebiete als Modellfälle des Landes Nordrhein-Westfalen für künftige Stadtsanierungen. Dabei erhielt die Stadt verschiedene Auszeichnungen im Bundeswettbewerb Stadtgestalt und Denkmalschutz im Städtebau.

    Die gewünschte verkehrstechnische Verbreiterung der Paugasse erfolgte durch den den teilweisen Abbruch der Hinterhofbebauung auf der gegenüberliegenden Seite.

  • Akteur*innen

    Mit der Ausstellung und Broschüre „Aachen plant“ wurde 1950 erstmals Aachens Bürgerschaft über das grundsätzliche Programm des Wiederaufbaus mit Modellen, Planungen und Texten informiert und einbezogen. Dr. Wilhelm Fischer, Direktor des Stadtplanungsamtes, sowie Hans Königs und Dr. Leo Hugot als Architekten und Stadtkonservatoren waren neben vielen weiteren visionären Architekten und Städteplanern maßgebliche Akteure am Aachener Modell.

    Der Umgang mit dem Sanierungsgebiet III wurde besonders von bürgerlichen Protesten begleitet, die ein Umdenken und einen Erhalt der Altbausubstanz in Teilen bewirken konnten. Es gab verschiedene Protestbewegungen gegen die Neuentwicklung der Innenstadt, welche vielerorts erst den Erhalt alter Bausubstanz sicherstellten.

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