Paugasse 15
Denkmal #21
Einleitung
Das kleine Haus Paugasse 15 mit seiner hübschen, wohlproportionierten Fassade ist Teil des durch die gewoge in den 1970er Jahre neu errichteten Wohnblocks. Diese Baugruppe steht exemplarisch für das schöne, alte Rosviertel, auch wenn sie nicht historisch ist.
Bewegte Geschichte
Nach Abbruch der drei Häuser an der Paugasse wurden diese 1975 an fast gleicher Stelle und unter Verwendung der originalen Fassadenteile sowie in nahezu identischen Formen wiedererrichtet. Das historische Gebäude Paugasse 15 datierte wohl in das frühe 19. Jahrhundert.
Spurensuche
Bereits der Vorgängerbau war im Erdgeschoss verändert und hatte statt des rechten Fensters ein größeres Schaufenster, was beim Wiederaufbau aber wieder „korrigiert“ wurde. Auch die Schlagläden an den Fenstern wurden nach Befund wiederhergestellt.
© Olaf RohlBei genauerem Hinschauen kann man Spuren des früheren Arbeitens entdecken, wie z. B. angedeutete Elemente einer Dachluke zur Einlagerung von Waren.
Besonderheiten
Eine Besonderheit des Gebäudes sind die drei Gauben, von denen die mittlere in die Traufe gesetzt ist und die Größe einer Tür hat. Darüber befand sich ursprünglich ein Balken mit einem Flaschenzug, so dass Waren hochgezogen und im Dachboden trocken gelagert werden konnten. Die Tür bzw. Ladeluke ist später teilweise vermauert und zum Fenster umgestaltet worden. Solche baulichen Details geben Hinweise auf das damalige Wohnen und Arbeiten unter einem Dach (siehe auch Rosstr. 54).
Bildergalerie
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Translozierung
Die Methode der Translozierung war bereits in der Stadtplanung des 19. Jahrhunderts bekannt und beliebt. Durch sie konnte alter Baubestand gerettet und wiederverwendet werden. In Aachen wurde diese Methode auf besondere und umfangreiche Weise angewendet.










