Templergraben 4–8

Denkmal #18

Der Templergraben 4–8 wurde um 1975 erbaut. Seine Fassade stammt aus dem Jahr 1850. Der Zeitreisefaktor des Denkmals beträgt ca. 125 Jahren.

Der Templergraben 4–8 wurde um 1975 erbaut. Seine Fassade stammt aus dem Jahr 1850. Der Zeitreisefaktor des Denkmals beträgt ca. 125 Jahren.

Einleitung

Der Wortteil „Graben“ im Straßennamen beschreibt die Entstehung dieser Straße, denn hier befinden wir uns im Bereich der ehemaligen inneren Stadtmauer aus dem 12. Jahrhundert. Nach Abbruch der Mauer und Anlage der Straße auf dem verfüllten Graben entstand hier ab Mitte des 19. Jahrhunderts eine zeittypische Wohnbebauung.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von ca. 125 Jahren und ist null Meter gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus zwei Epochen.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von ca. 125 Jahren und ist null Meter gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus zwei Epochen.

  • Bewegte Geschichte

    Der Templergraben als Teil der ringförmigen Verkehrsführung um die Altstadt wies hier eine Engstelle auf, die für den wachsenden Verkehr der Nachkriegszeit vor allem im Zusammenhang mit der benachbarten Universität einer Verbesserung bedurfte. Dazu sollten die drei Gebäude Templergraben 4, 6 und 8 Mitte der 1970er Jahre abgerissen werden. Der Landeskonservator bestand jedoch darauf, die Fassaden zu erhalten. Erfahrung im Wiederaufbau historischer Fassaden besaß man in Aachen zur Genüge, so dass die Gebäude abgerissen und die Fassadenteile beim Wiederaufbau wiederverwendet wurden.

  • Spurensuche

    Die Fassaden wurden originalgetreu und ohne Veränderung der Proportionen wiedererrichtet. Die Baufluchten der Häuser wurden um wenige Meter zurückversetzt und die Fassaden zueinander etwas verändert ausgerichtet. Waren vor dem Abriss teilweise noch Anstriche vorhanden, wurden nun alle Fassaden steinsichtig belassen.

    Als diese drei Gebäude für eine Straßenverbreiterung abgerissen wurden, trug man Ihre Fassaden sorgsam ab und blendete sie den um wenige Meter zurückversetzten Neubauten vor.

  • Besonderheiten

    Im Mittelalter führte hier ein Weg entlang des Stadtmauergrabens und umschloss zugleich den sogenannten Templerbend, eine Ackerfläche. Doch woher rühren diese mythisch anmutenden Namen „Templerbend“ und „Templergraben“? Hatten sich hier Ritter des legendären Templerordens niedergelassen, wie es eine Sage berichtet? Tatsächlich waren im 14. und 15. Jahrhundert andere Ritterorden, darunter Johanniter und Deutschordensritter, im Bereich zwischen dem Königs- und dem Ponttor ansässig. Sie wurden in zeitgenössischen Dokumenten schlicht „templarii“ genannt. Dies hat vermutlich in den folgenden Jahrhunderten zu diesem Straßennamen geführt.

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Translozierung

Die Methode der Translozierung war bereits in der Stadtplanung des 19. Jahrhunderts bekannt und beliebt. Durch sie konnte alter Baubestand gerettet und wiederverwendet werden. In Aachen wurde diese Methode auf besondere und umfangreiche Weise angewendet.

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