Hof 20

Denkmal #28

Das Haus Hof 20 wurde 1965 erbaut. Die Fassadenteile stammen ca. aus dem Jahr 1820. Ein wichtiges Translozierungsdetail ist die Pilasterfassade. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei ca. 145 Jahren.

Das Haus Hof 20 wurde 1965 erbaut. Die Fassadenteile stammen ca. aus dem Jahr 1820. Ein wichtiges Translozierungsdetail ist die Pilasterfassade. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei ca. 145 Jahren.

Einleitung

Das prominente Eckgebäude Hof Nr. 20 befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Weltkulturerbe Aachener Dom. Dessen Umfeld gehört zu den ältesten Siedlungsbereichen Aachens und besticht bis heute durch seine Kleinteiligkeit, viele historische Gebäude und solche, die sich als Neubauten in den städtebaulichen Kontext gut einfügen. Das Haus Hof 20 ist dafür ein Paradebeispiel.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von ca. 145 Jahren und ist ca. 500 Meter gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus zwei Epochen.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von ca. 145 Jahren und ist ca. 500 Meter gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus zwei Epochen.

  • Bewegte Geschichte

    Mehrere Gebäude an der Krämerstraße waren im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt worden und wurden abgerissen. Ein originalgetreuer Wiederaufbau war seitens der Stadt Aachen nicht geplant. Stattdessen setzte man in der Nachkriegszeit auf eine neue, kleinteilige Bebauung und schloss die Lücken mit historischen Fassaden zur Bewahrung des Altstadtbildes. So auch beim Haus Nr. 20, welches erst 1965 errichtet wurde. Beim Neubau des Gebäudes wurde die erhaltene Fassade des um 1820 errichteten Gebäudes Peterstraße 49 hierhin transloziert. Die streng strukturierte Fassade sollte hier ihre Wirkung optimal entfalten.

  • Spurensuche

    Das Gebäude fällt direkt durch seine markante Pilasterfassade aus Blaustein ins Auge, welche aufgrund ihrer konsequent dreigeschossigen Gestaltung in Aachen einzigartig ist. Beide neuen Seitenfassaden erhielten dagegen eine moderne Gestaltung mit Betonelementen, die beinahe wie eine subtile, vereinfachte Abwandlung der historischen Hauptfassade wirkt. Auf diese Weise wird die Aufmerksamkeit geschickt auf die Hauptfassade gelenkt.

    Die Seiten des Hauses wurden modern, jedoch mit deutlichem Bezug zur barocken Hauptfassade gestaltet. Das Gebäude zeigt exemplarisch die Bemühungen der handelnden Akteure, moderne Architektur an das historische Stadtbild anzupassen.

  • Besonderheiten

    Der Altbau, dem die Fassade entnommen wurde, befand sich auf der Peterstraße. Dort wurden ganze Hausreihen, die den Krieg überstanden hatten, für den wachsenden Verkehr und nötige Straßenerweiterung abgerissen. Welche Fassadenteile dabei eingelagert und dann wiederverwendet werden sollten, wurde damals einfach handschriftlich und per Foto festgehalten.

Bildergalerie

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Alle Denkmäler im Überblick

Translozierung

Die Methode der Translozierung war bereits in der Stadtplanung des 19. Jahrhunderts bekannt und beliebt. Durch sie konnte alter Baubestand gerettet und wiederverwendet werden. In Aachen wurde diese Methode auf besondere und umfangreiche Weise angewendet.

Mehr über Translozierung

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