Peterstraße 36–38

Denkmal #35

Das Haus Peterstraße 36–38 wurde 1936 und 1953 erbaut. Die Fassadenteile stammen aus dem Jahr 1936. Wichtiges Fassadendetail ist die Traufkante. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei null Jahren.

Das Haus Peterstraße 36–38 wurde 1936 und 1953 erbaut. Die Fassadenteile stammen aus dem Jahr 1936. Wichtiges Fassadendetail ist die Traufkante. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei null Jahren.

Einleitung

Solch „sprechender“ Fassadendekor als Hinweis auf die (ehemalige) Nutzung ist nicht unüblich. Die ebenfalls kurz nach dem Zweiten Weltkrieg ähnlich ausgeführten Neubauten an der Franzstraße zeigen z. B. kleine Brezeln in den Fassaden als Hinweis auf die erste Nutzung durch eine Bäckerei.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von null Jahren und ist null Meter gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus einer Epoche.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von null Jahren und ist null Meter gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus einer Epoche.

  • Bewegte Geschichte

    Das alte Stadtviertel hier war in den 1920er Jahren nicht nur beengt und verwahrlost. Es galt auch als „Unterschlupf unsittlichen Gewerbes, von Verbrechern und von Kommunisten“ (Moritz Wild: Architekturlehre und Städtebau im Regierungsbezirk Aachen, S. 120) und gab so der damaligen Stadtverwaltung Anlass zur umfassenden Quartierserneuerung. Die ursprünglich sehr kleinteilige historische Bebauung an dieser Stelle wurde in den 1930er Jahren abgerissen und durch das heutige Gebäude Nr. 36–38 ersetzt. Entsprechend der Fassadeninschrift wurde es weitgehend schon 1936 fertiggestellt. Das Gebäude erlitt im Zweiten Weltkrieg erhebliche Schäden und brannte bis auf die Außenwände und das Treppenhaus aus. 1953 wurde es wiederhergestellt.

  • Spurensuche

    Für sämtliche Gebäude waren im Erdgeschoss Ladenlokale und in den Obergeschossen Mietwohnungen vorgesehen. Firsthöhen und Fassadenbreiten der Gebäude variieren, die Traufkante blieb aber nahezu einheitlich, was die Wahrnehmung als städtebaulich einheitlichen Kontext verstärkt. Das siebenachsige Gebäude selbst weist eine streng gegliederte Fassade in der traditionellen Kombination Backstein und Werkstein auf. Etwas Bewegung bringen noch Brüstungsgitter, Geländer und das Spiel von unterschiedlich dunkel gebrannten Backsteinen hinein.

    Das Gebäude hat eine streng gegliederte Fassade, welche durch Brüstungsgitter, Geländer und unterschiedlich dunkel gebrannte Backsteine aufgebrochen wird.

  • Besonderheiten

    Die heutige zwei Häuser weiter einmündende Straße links des Gebäudes ist benannt nach dem Kurarzt François Blondel, welcher im 17. Jahrhundert maßgeblich am Ausbau des Aachener Kurwesens beteiligt war. Noch vor 100 Jahren hieß die Straße Kurhausstraße, denn der große Kurhaus-Komplex lag auf der Nordseite der Peterstraße. Der barocke Teil des Alten Kurhauses steht heute noch, der große Gartenflügel und der Kurhausgarten aus dem 19. Jahrhundert wurden im Krieg zerstört und 1973 durch den Bushof ersetzt.

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Translozierung

Die Methode der Translozierung war bereits in der Stadtplanung des 19. Jahrhunderts bekannt und beliebt. Durch sie konnte alter Baubestand gerettet und wiederverwendet werden. In Aachen wurde diese Methode auf besondere und umfangreiche Weise angewendet.

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