Paugasse 13
Denkmal #20
Einleitung
Auf eine falsche Fährte führt die Angabe „ANNO 1799“, die an der Fassade dieses Hauses prangt. Es handelt sich dabei natürlich nicht um das Baujahr des heutigen Hauses, sondern sie gehört zu den beim Neubau wiederverwendeten historischen Bauteilen.
Bewegte Geschichte
Das Wohnhaus Paugasse 13 ist Teil eines 1975 durch die Gemeinnützige Baugesellschaft für Aachen und Burtscheid (heute gewoge) neu errichteten, größeren Gebäudekomplexes, der auch die historisch wirkenden Nachbargebäude Nr. 11 und 15 umfasst. Die Altbauten an der Paugasse wurden bereits in den Planungsunterlagen der 1960er Jahre als denkmalwert gekennzeichnet. Dennoch wurden sie abgerissen, immerhin aber ihre Fassaden als charakteristische Architektur für das Rosviertel beim Neubau wiederverwendet und rekonstruiert.
Spurensuche
Die Fassaden der drei Häuser Nr. 11, 13 und 15 wurden leicht versetzt, aber in gleicher Reihenfolge wiederhergestellt. Rekonstruiert wurden bei der Nr. 13 die beiden rechten Fenster des Erdgeschosses, da diese bereits vor Abbruch verändert und mit einem Betonsturz ergänzt waren. Die Eisenanker dienten ursprünglich der Verbindung der Deckenbalken mit der Fassade. Heute, mit modernen Betondecken im Innern, sind sie rein dekorativ aufgesetzt.
© Stadt AachenDie Eisenelemente „Anno 1799“ führen zunächst auf eine falsche Fährte und würdigen gleichzeitig die historische Bedeutung des Hauses.
Besonderheiten
Wiederaufbauten von Fassaden am gleichen Ort waren die Ausnahme im Aachener Sanierungsprogramm. Meist wurden abgebrochene Fassaden eingelagert und an anderer Stelle im Stadtgefüge wiedereingesetzt oder mit anderen Teilen neu kombiniert.
Bildergalerie
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Translozierung
Die Methode der Translozierung war bereits in der Stadtplanung des 19. Jahrhunderts bekannt und beliebt. Durch sie konnte alter Baubestand gerettet und wiederverwendet werden. In Aachen wurde diese Methode auf besondere und umfangreiche Weise angewendet.










