Hof 9
Denkmal #29
Einleitung
Das Haus Hof Nr. 9 liegt direkt neben dem früheren Quirinusbad (Nr. 7). Der damalige Stadtkonservator Leo Hugot wählte in den 1960er Jahren die hier bestehende Baulücke als Standort für sein zukünftiges Wohnhaus und Architekturbüro und leitete die Neubaumaßnahmen selbst.
Bewegte Geschichte
Bereits kurz nach dem Krieg gab es erste Wiederaufbauplanungen für den Kernbereich der Aachener Innenstadt, zu dem auch Hof und Büchel zählen. Im Bereich des mittelalterlichen Blasiusspitals befand sich wohl seit dem späten 19. Jahrhundert eine Baulücke, die Leo Hugot um 1968 mit einem Neubau für seine eigenen Zwecke schloss.
Spurensuche
Hugot errichtete ein im Innern durchweg modernes Wohnhaus mit integrierten Büroräumen. Die aus Back- und Naturstein bestehende Fassade zum Hof wurde mit Teilen des zuvor abgebrochenen Hauses Eilfschornsteinstraße 25 historisch gestaltet, wobei Hugot mit Rücksicht auf die übrige Bebauung am Hof auf ein Geschoss verzichtete.
© Andreas LückDie Fassade zum Hof des Wohnhauses besteht aus Back- und Naturstein. Sie wurde durch die Bruchstücke des Hauses Eilfschornsteinstraße 25 historisch ergänzt und gestaltet.
Besonderheiten
Eine Besonderheit des Gebäudes sind die im Keller erhaltenen Bruchsteinmauern des mittelalterlichen Blasiusspitals, das 1965 archäologisch ergraben wurde. Städtebaulich sollte der Hof möglichst weitgehend seinen historischen Charakter behalten und von den Verkehrsplanungen der Nachkriegszeit verschont bleiben. Somit sind hier viele Gebäude mit teilrekonstruierten oder translozierten Fassaden schon ab den 1950er Jahren wiederhergestellt worden.
Bildergalerie
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Translozierung
Die Methode der Translozierung war bereits in der Stadtplanung des 19. Jahrhunderts bekannt und beliebt. Durch sie konnte alter Baubestand gerettet und wiederverwendet werden. In Aachen wurde diese Methode auf besondere und umfangreiche Weise angewendet.










