Jakobstraße 12

Denkmal #14

Das Haus Jakobstraße 12 wurde 1976 erbaut. Die Fassadenteile stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Wichtige Translozierungsdetails sind die Fassadenteile. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei ca. 175–200 Jahren.

Das Haus Jakobstraße 12 wurde 1976 erbaut. Die Fassadenteile stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Wichtige Translozierungsdetails sind die Fassadenteile. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei ca. 175–200 Jahren.

Einleitung

Das Eckhaus Jakobstraße 12 fügt sich ein in die Reihe der historisierenden Neubauten im ehemaligen Sanierungsgebiet der Jakobstraße. Die Vorgängerbebauung wurde in den 1970er Jahren abgerissen, neu errichtet und dabei mit historischen Fassadenelementen abgetragener Gebäude ausgestattet.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von ca. 175–200 Jahren und ist ca. 300 Meter gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus zwei Epochen.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von ca. 175–200 Jahren und ist ca. 300 Meter gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus zwei Epochen.

  • Bewegte Geschichte

    Das Eckhaus Jakobstraße 12 fällt durch seine Architektur direkt ins Auge, denn es weist zur Jakobstraße zwei historische Fassaden des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts auf, von denen die rechte etwa zwei Meter nach hinten versetzt ist. Die Häuser erhielten zur Straße ein barock anmutendes Mansarddach mit einer traditionellen Rechteckschieferdeckung und Gauben mit Voluten. Die übrigen Fassaden sind aber modern gestaltet und weisen auf das eigentlich Baujahr 1976 hin.

  • Spurensuche

    Die linke Fassade zur Jakobstraße stammt vom Haus Großkölnstraße Nr. 7 oder Nr. 9. Leider lässt sich dies nicht mehr sicher klären. Das Erdgeschoss war noch am alten Standort zu einem früheren Zeitpunkt modernisiert worden und wurde nun bei der Übertragung in die Jakobstraße rekonstruiert. Bei der rechten Fassade handelt es sich um das ehemalige Haus Jakobstraße 6, auch bekannt als „Zum bunten Ochsen“. Als eine der wenigen Altfassaden verblieb diese also in derselben Straße. Auch diese Fassade musste im Erdgeschoss rekonstruiert werden. Eine eigene Haustür ist hier mit einem Blausteingewände nur angedeutet. Es ist schwer zu erkennen, welche Steine wirklich historisch und welche neu hinzugekommen sind.

    Hier wurden zwei Fassaden unterschiedlicher Herkunft transloziert, was unter anderem durch den leicht nach hinten versetzten rechten Teil des Hauses deutlich zu erkennen ist.

  • Besonderheiten

    Diese translozierten Backsteinfassaden mit Blausteinelementen, meist aus dem späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert, haben durch die Sanierungsarbeiten der Nachkriegszeit in Aachen einen hohen Wiedererkennungswert erreicht. Sie stehen stellvertretend für eine Art Idealbild der Aachener Altstadtarchitektur, welches die Stadtverwaltung im Laufe der Planungsprozesse rund um die Stadtgestaltung der Nachkriegszeit für die Aachener Innenstadt konzipiert hatte.

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Translozierung

Die Methode der Translozierung war bereits in der Stadtplanung des 19. Jahrhunderts bekannt und beliebt. Durch sie konnte alter Baubestand gerettet und wiederverwendet werden. In Aachen wurde diese Methode auf besondere und umfangreiche Weise angewendet.

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