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Rückblick: Innenstadtkonzept 2002

Rückblick, Ergebnisse und zukünftige Aufgaben

Treppe

Anlass

Viele der im Innenstadtkonzept 2002 vorgeschlagenen Maßnahmen sind in den letzten 10 Jahren umgesetzt worden oder befinden sich in der Realisierung. Damit konnten sichtbare Veränderungen in der Innenstadt herbeigeführt werden. Die Bezirksregierung regte an über das Innenstadtkonzept 2002 einmal Bilanz zu ziehen und in Hinblick auf eine kontinuierliche Fortentwicklung der Innenstadt das Erreichte zu bewerten. Dies geschah in Form eines strukturierten Rückblicks, der weniger eine wissenschaftliche Evaluierung als eine Positionsbestimmung.

Rückblick und Ergebnisse

baumassnahmen02_12Die seit 2002 verstrichenen Jahre waren im Rückblick gesehen prosperierende Jahre. So konnten weit mehr als Zweidrittel der im Innenstadtkonzept 2002 aufgeführten Maßnahmen umgesetzt oder begonnen werden. Zusammen mit den Programmen EuRegionale 2008 (Route Charlemagne mit u.a. Centre Charlemagne und Zeitungsmuseum) und Konjunkturprogramm 1(Domsanierung, Dominformation, Freiraum Weltkulturerbe, Pfalzenforschung und Rathaus) und Konjunkturprogramm 2 (Erweiterungsbau Gymnasium St. Leonhard mit der Gestaltung des Prinzenhofes – Städtebauförderung-) wurden für öffentliche Baumaßnahmen rund 54 Mio € umgesetzt. Bei einer Förderquote von 66,6 % bis zum größten Teil 80 % bedeutet das, dass rund 40 Mio € eingeworben werden konnten. Erfreulicherweise wurde parallel ein Vielfaches privat finanziert: der Ausbau u.a. von Kaufhof/Saturn, der Alte Posthof, die Bauten der Aachen-Münchner mit der aus Städtebaufördermitteln öffentlich finanzierten Wegeverbindung einschließlich der Freitreppe aber auch die Bauten des Bau- und Liegenschaftsbetriebes für die RWTH (vor allem Super C, Seminargebäude, Umbau Kraftzentrale, Technikum) fallen in diese Dekade.

Mit dem Ziel „Straßen voller Leben und Plätze voller Zeit“ zu schaffen können der Umbau der Ursulinerstraße, des Holz- und Dahmengrabens, die Umgestaltung des Elisengartens, in Kürze der Katschhof als besonders gelungen – auch wenn die Art der Gestaltung nicht jedem zu gefallen vermag – bezeichnet werden. Nicht verschwiegen werden soll aber, dass Schlüsselstellen in der Innenstadt auch 10 Jahre nach dem Beschluss über das Innenstadtkonzept 2002 noch Baustellen (oder noch nicht einmal das) sind.

(Einen Überblick über Inhalte und Strukturen des Innenstadtkonzepts 2002 erhalten Sie hier.)

Zukünftige Handlungsräume und Handlungsfelder

vordringliche_handlungsraeumeSo finden sich immer noch Stadträume wie rund um das Büchelparkhaus, den Bushof, den Kaiserplatz, das Umfeld des Hauptbahnhofs auf der Nordseite und der Südseite die vordringliche Handlungsräume für die Fortschreibung des Innenstadtkonzeptes sind. Hier gilt es Entwicklungen zu initiieren, zu unterstützen und im öffentlichen Raum eine dringend nötige Aufwertung voranzubringen.

Als inhaltliche Handlungsfelder wurden, aus der Evaluation abgeleitet, folgende für die Fortschreibung als bedeutend herausgestellt: Handlungsfeld Wohnen, Mobilität und Umwelt, Stadtmarketing: Handel, Freizeit und Tourismus, Bildung, Ausbildung und Kultur, Baukultur, Prozesshaftes Handeln in der Stadtgesellschaft – Interaktion und Dialog mit der Bürgerschaft.

Um die thesenhaften Erkenntnisse der Bewertung weiter zu qualifizieren, wurden externe Experten eingebunden und mit deren „Blick von außen“ konnte die eigenen Bewertungen geschärft und ergänzt werden. Der Zugang von unterschiedlichen Seiten erlaubte den Handlungsbedarf einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung zu identifizieren und die prozessualen Schritte zur Fortschreibung des Innenstadtstadtkonzeptes zu benennen.

Aufgaben - Schwerpunkte der Bearbeitung des Innenstadtkonzeptes 2022

In der Sitzung vom 30.8.2012 beschloss der Planungsausschuss auf Grundlage des Evaluierungsberichtes und den darin beschriebenen zukünftigen Handlungsräumen und -feldern die Fortschreibung des Innenstadtkonzeptes durch das Büro Heinz Jahnen Pflüger aus Aachen erarbeiten zu lassen.

Einen Schwerpunkt wird die Bearbeitung der beschriebenen Handlungsfelder bilden.

Ein zweiter befasst sich mit dem räumlichen Schwerpunkt „Der Bushof und sein Umfeld“. Hier soll zeitnah ein Workshop zur Vorbereitung eines Wettbewerbes stattfinden.

Ein dritter wird im Dialog und der Interaktion mit der Bürgerschaft in Umsetzung des Handlungsfelds „Prozesshaftes Handeln in der Stadtgesellschaft“ liegen.