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Altstadtquartier Büchel

Städtebauliches Konzept_460

Das Projekt „Altstadtquartier Büchel“ ist eines der zentralen Projekte der Aachener Innenstadtentwicklung. Auf einer Fläche von ca. 2 ha, in Sichtweite des Aachener Doms und in Laufentfernung zum Aachener Bushof, soll ein vollwertiges Altstadtquartier mit einem Mix aus Wohnen, Handel, Gewerbe entstehen. Die  prominente Lage des „Altstadtquartiers Büchel“ bringt zugleich eine Vielzahl an Aufgaben mit sich, die berücksichtigt werden müssen: Einer von Aachens Thermalwasserzügen läuft durch das Plangebiet, umfangreiche Spuren der Aachener Stadtgeschichte sind im Untergrund zu erwarten und die Prostitutionsnutzung in der Antoniusstraße machen das Projekt zu einer der anspruchsvollsten städtebaulichen Entwicklungen Aachens.

Der Beschluss, das Parkhaus Büchel zu schließen und das Gelände neu zu entwickeln, wurde bereits Ende der 80er Jahre gefasst. Bis 2013  wurden von der Stadt Aachen gemeinsam mit unterschiedlichen Partnern verschiedene Ansätze verfolgt, die nicht zum Erfolg geführt haben. Gemeinsam war diesen Ansätzen, dass sie sich im Wesentlichen auf das Gelände des Parkhauses beschränkten und als Ergänzung zur Aachener City den Entwicklungsschwerpunkt im Einzelhandel sahen.

Von 2014 bis 2019 arbeitete die Stadt Aachen mit zwei örtlichen Projektpartnern – Norbert Hermanns und Gerd Sauren - die über Projektgesellschaften Eigentümer größerer Flächen im Projektgebiet sind, an einer gemeinsamen Lösung, die einen umfassenderen Ansatz verfolgt. Darüber hinaus wurden mit weiteren investitionsbereiten Eigentümern Vereinbarungen abgeschlossen.

Mit dem Ziel, ein vollwertiges Altstadtquartier mit öffentlichen Räumen und einer altstadttypischen Nutzungsvielfalt zu schaffen, wurde das Projektgebiet über die Antoniusstraße bis zur Klein- bzw. Großkölnstraße im Norden ausgedehnt. Das Wohnen soll in Zukunft einen Anteil von circa 50 Prozent im Quartier ausmachen. Die Prostitutionsnutzung soll in den östlichen Teil der Antoniusstraße verlagert bzw. dort konzentriert werden, damit der westliche Teil der Straße künftig für  andere Nutzungen zur Verfügung steht. Politisch beschlossene städtebauliche Grundlage für das weitere Vorgehen ist das Ergebnis des 2014/2015 durchgeführten Wettbewerbs „Nikolausquartier“, aus dem das Büro Chapman Taylor aus Düsseldorf als Sieger hervorging.

Die Zusammenarbeit mit Norbert Hermanns und Gerd Sauren wurde Anfang 2019 auf deren Wunsch hin beendet.