Kockerellstraße 13
Denkmal #7
Einleitung
Als Pendant zum Eckgebäude Nr. 9 gegenüber wurde hier im Bereich der historischen Gebäude Kockerellstraße 19 und 21 ein Neubau errichtet, bei dem sich ebenfalls deutlich die historisierende Fassade und die moderne Seiten- bzw. Rückfront unterscheiden.
Bewegte Geschichte
Anstelle zweier Gebäude wohl aus dem 18. Jahrhundert wurde 1974 dieser Neubau errichtet. Während die Fassade des historischen Hauses Nr. 19 keine Wiederverwendung fand, wurden die barocken Gewände des Hauses Nr. 21 in den Neubau integriert. Deutlich mehr Gewichtung als beim Pendant gegenüber, des Hauses Nr. 9, fand hier die Gestaltung der Seitenfassade in modernen Formen mit Mittelrisalit, Ladengeschoss und Loggien, was dann auf der Rückseite zum Augustinerplatz fortgeführt wurde.
Spurensuche
Die moderne Fassade umfasst als ungegliederter, massiger Baukörper die Ecke zur Kockerellstraße. Die historische Fassade ist durch eine Fuge konsequent abgetrennt und somit als separater Bauteil dargestellt. Als einziges verbindendes Element ist das Blausteingesims über dem Erdgeschoss als Betonband im Neubau fortgesetzt. Das Erdgeschoss des historischen Gebäudes Nr. 21 war durch einen Ladeneinbau stark verändert, somit konnten nur Gewände der Obergeschosse wiederverwendet werden. Sie zeigen zum Teil einen Keilstein mit einer kleinen Blüte im Blattwerk. Die Fenstereinfassungen des obersten Geschosses sind möglicherweise nachgearbeitet. Die Herkunft der ergänzten Steine im Erdgeschoss ist unbekannt.
© Olaf RohlBarocke Elemente wie die Keilsteine mit Blüten und Blattwerk schmücken die Fassade des Hauses. Ihre genaue Herkunft ist unbekannt.
Besonderheiten
Durch den in den 1970er Jahren neu geschaffenen Augustinerplatz konnten nun auch die Rückseiten der Häuser Kockerellstraße 13–19 viel stärker im zeitgenössischen Sinn gestaltet werden und sich zum Platz hin öffnen.
Bildergalerie
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Translozierung
Die Methode der Translozierung war bereits in der Stadtplanung des 19. Jahrhunderts bekannt und beliebt. Durch sie konnte alter Baubestand gerettet und wiederverwendet werden. In Aachen wurde diese Methode auf besondere und umfangreiche Weise angewendet.










