Annastraße 26
Denkmal #23
Einleitung
Ursprünglich stand an dieser Stelle einmal ein Gebäude aus der Zeit um 1800. Doch das wurde 1972 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, bei dem Teile der historischen Fassade wiederverwendet wurden.
Bewegte Geschichte
Das Gebäude, das hier einst stand, bildete eine bauliche Einheit mit dem danebenliegenden Gebäude Nr. 28, welches bis heute erhalten ist. Damit ist klar: Haus Nr. 26 hatte ebenfalls nur drei Geschosse und die gleiche einfache Fassadengestaltung. Beim Neubau wurde dies aber offensichtlich nur wenig berücksichtigt: Es wurden zwar die gleichen Materialien und Werksteinelemente wiederverwendet, Etagen- und Fensterhöhen aber stark verändert. Außerdem wurde ein zusätzliches Geschoss aufgesetzt.
Spurensuche
Deutlich erkennbar werden die Veränderungen z. B. beim Blick auf das Gesims auf Höhe der Fensterbank des ersten Obergeschosses, das vor dem Neubau eine Linie mit dem Gesims von Nr. 28 gebildet hatte. Im Erdgeschoss sind statt Blausteingewänden einfache Betonelemente eingesetzt, da durch das zusätzliche vierte Geschoss Werksteine fehlten.
© Olaf RohlDie schlichte, historische Fassade wurde durch den Einbau von zweiflügeligen Fenstern ausgeschmückt.
Besonderheiten
Wesentlich für das historische Erscheinungsbild der eigentlich sehr schlichten, angepassten Fassade war hier auch der Einbau von zweiflügeligen Holzsprossenfenstern. Mit einteiligen Fenstern wäre die Wirkung eine gänzlich andere.
Bildergalerie
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Translozierung
Die Methode der Translozierung war bereits in der Stadtplanung des 19. Jahrhunderts bekannt und beliebt. Durch sie konnte alter Baubestand gerettet und wiederverwendet werden. In Aachen wurde diese Methode auf besondere und umfangreiche Weise angewendet.










