Heutige Denkmalwertung

Die Aachener Innenstadt weist die größte bekannte Anzahl an translozierten Fassaden der Nachkriegszeit in Deutschland auf. Die Translozierungen waren zwischen 1950 und 1980 ein übliches Mittel zur Stadtgestaltung während des Wiederaufbaus und der Stadtsanierungen. Sie werden heute als Aachener Modell bezeichnet. Danach kam es nicht mehr zu einer Übernahme von Altbausubstanz an Neubauten, weshalb hierbei von einer abgeschlossenen Periode gesprochen werden kann. Es zeigt die Identifikation mit der regional verankerten Bautradition und den Willen, auch in Zeiten starken Wachstums und raumgreifender Veränderung der Innenstädte an diesem Erbe festzuhalten.

Prozess der Wertung

Vorgehensweise der Denkmalbewertung: 1. Bestandsaufnahme 2. Bewertungsmatrix 3. Gutachten und Urkunde

Prozess der Wertung

Vorgehensweise der Denkmalbewertung: 1. Bestandsaufnahme 2. Bewertungsmatrix 3. Gutachten und Urkunde


Hof 20 zeigt das Bestreben der Akteur*innen, bei der Wiederherstellung der Altstadt auch auf die moderne Umgebungen zu berücksichtigen und Gebäude an diese anzupassen.

  • Denkmalwerte

    Die Kriegszerstörungen, aber eben auch der Wiederaufbau Aachens führten zu großen Verlusten der originalen Bausubstanz. Im Fokus des Aachener Modells stand das Stadtbild der historischen Stadt und nicht ein substanzerhaltender Denkmalschutz, wie wir ihn heute kennen. Auch in anderen Städten übertrafen die geplanten Zerstörungen der Altstädte nach dem Krieg die Schäden der Bombardierungen bzw. Kampfhandlungen. Die Protestbewegungen dagegen mündeten Anfang der 1980er Jahre schließlich in die Aufstellung der Denkmalschutzgesetze in den Bundesländern.

  • Wie, das ist nicht echt?

    Viele Gebäude greifen traditionelle Motive auf und sind dennoch als „Kinder der Nachkriegszeit“ zu erkennen. Einige zeigen das offensichtlich, andere nur versteckt und für Laien nicht unbedingt sichtbar. Wenn man die Geschichte des Wiederaufbaus vermittelt, gibt es ganz unterschiedliche Reaktionen darauf: Einige Menschen sind enttäuscht zu erfahren, dass viele Gebäude der Altstadt nicht so alt sind, wie sie dachten. Andere finden es erstaunlich, wie selbstverständlich heute die Altstadt wahrgenommen wird.

  • Distanz schafft eine andere Perspektive

    Um diesem besonderen Umgang mit Altbausubstanz in Aachen Rechnung zu tragen, ist die Erhaltung von Gebäuden, die mit translozierten historischen Fassaden errichtet wurden, für die Geschichte der Stadtplanung nach 1945 von großer Bedeutung. Der Denkmalwert der translozierten Bauteile hat sich durch die bewusste Entscheidung für eine Rettung der stadtbildprägenden Substanz verfestigt. Hinzu kommt die Einbettung in das Stadtgefüge mit der modernen Architektur der Nachkriegszeit, die oft sehr qualitätvoll und zeittypisch gestaltet wurde, wie z. B. die Fassaden am Augustinerplatz. Spannend, wie hier die translozierten Gebäude und gleichzeitig die moderne Architektur klar nachvollzogen werden können.

Denkmalfinder

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