Hühnermarkt 19

Denkmal #36

Das Haus Hühnermarkt 19 wurde 1950 erbaut. Die Fassadenteile stammen ca. aus dem 18. bis 19. Jahrhundert. Wichtige Translozierungsdetails sind die Blausteinelemente. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei ca. 200–250 Jahren.

Das Haus Hühnermarkt 19 wurde 1950 erbaut. Die Fassadenteile stammen ca. aus dem 18. bis 19. Jahrhundert. Wichtige Translozierungsdetails sind die Blausteinelemente. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei ca. 200–250 Jahren.

Einleitung

Das ursprüngliche Haus Hühnermarkt 19 diente bis zur Auflösung der Zünfte im 19. Jahrhundert als Sitz der Bäckerzunft. Das Haus wurde bereits um 1890 abgebrochen und durch ein Wohn- und Geschäftshaus im Stil des Historismus ersetzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde dies zerstört und durch den heutigen Neubau ersetzt – ein unbeachteter, aber wichtiger Pionier des Wiederaufbaus.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von ca. 200–250 Jahren und ist ca. 450–1200 Meter gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus drei Epochen.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von ca. 200–250 Jahren und ist ca. 450–1200 Meter gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus drei Epochen.

  • Bewegte Geschichte

    Nach dem Krieg kaufte der Antiquitätenhändler Hubert Lüttgens das Trümmergrundstück und errichtete dort 1950 ein neues Wohn- und Geschäftshaus. Sein Neubau zählt zu den ersten Gebäuden, die nach dem Krieg in der Aachener Innenstadt mit historischen Versatzstücken zerstörter Gebäude errichtet wurden. Lüttgens hatte damit wahre Pionierarbeit geleistet. Die Kombination aus schlichter Backsteinfassade mit historischen, translozierten Blausteinelementen und barock wirkendem Mansarddach sollte eines der wichtigsten Charakteristika der Nachkriegsarchitektur in der Aachener Altstadt werden.

  • Spurensuche

    Lüttgens gestaltete die Fassade seines Hauses mit Blausteinelementen anderer zerstörter Altbauten, so wie es zehn Jahre später auch die Aachener Stadtverwaltung im großen Stil handhaben sollte. In der Fassade kamen Teile zum Einsatz, die vom Haus Krugenofen 15–17 stammten. Möglicherweise wurden auch ein Balkon des Hauses Franzstraße 8 sowie die Haustür der Bahnhofstraße Nr. 22 wiederverwendet. Anhand fehlender Fensterbänke im Erdgeschoss, der versetzten Steine am Fußpunkt der Haustür oder der Bogenform des Schaufensters ist erkennbar, dass hier Material neu kombiniert und angepasst wurde.

    In der Gestaltung dieses Hauses kommen viele Elemente aus anderen Häusern zusammen. Es wird vermutet, dass die Haustür der Bahnhofstraße 22 und ein Balkon des Hauses Franzstraße 8 wiederverwendet wurden.

  • Besonderheiten

    Das Haus Nr. 19 nimmt als erstes seiner Art in der Wiederaufbaugeschichte Aachens eine besondere Rolle ein. Ohne Hubert Lüttgens und dessen schöpferischen Umgang mit den Trümmern des Krieges sähe der Hühnermarkt, vielleicht sogar die ganze Aachener Altstadt, heute möglicherweise anders aus. Nach der Fertigstellung und der Einrichtung des Couven-Museums nebenan, das bürgerliches Wohnen der Zeit um 1800 zeigt, wurde der Hühnermarkt von der Lokalpresse als Aachener „Schatzkästchen“ betitelt.

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Translozierung

Die Methode der Translozierung war bereits in der Stadtplanung des 19. Jahrhunderts bekannt und beliebt. Durch sie konnte alter Baubestand gerettet und wiederverwendet werden. In Aachen wurde diese Methode auf besondere und umfangreiche Weise angewendet.

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