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Familienfreundliche Stadtplanung



 

 

Kinder beim Schaukeln (c) Stadt Aachen / Heinz ZohrenAachen setzt sich aktiv für die Lebensqualität von Familien mit Kindern ein. 1997 gewann die Stadt den ersten Bundeswettbewerb "Kinder- und familienfreundliche Gemeinde". Seit 1992 vergibt sie regelmäßig das "Prädikat Kinderfreundlich" an besonders engagierte private Initiativen, Vereine, Privatpersonen, Geschäfte und andere Einrichtungen.

Auch im Bereich Städtebau wünscht sich die Stadt Aachen verbesserte Lebensbedingungen für Familien. Erlebnisvielfalt spielt hierbei eine große Rolle, daneben übersichtliche und sichere Wegführungen und natürlich das Vorhandensein kinder- und jugendspezifischer Einrichtungen, die ihrerseits sicher, gesund, funktional, vielfach nutzbar und auch veränderbar sein sollen, um den Ansprüchen verschiedener Altersgruppen gerecht zu werden.

Kinder beim Skaten (c) Stadt Aachen / Heinz ZohrenDer Rat der Stadt Aachen hat mehrfach, zuletzt am 29. Juni 2016, einstimmig einen Beispielkatalog mit den wesentlichen Kriterien für einen kinder- und familienfreundlichen Städtebau zusammengestellt, der Planern frühzeitig Anhaltspunkte für ihre Vorhaben geben kann. In Form eines Kriterienrasters dient der Katalog aber auch als strukturierte Vorlage für Dokumentationen, Erläuterungsberichte und Begründungen. Das Raster gibt darüberhinaus die Möglichkeit, städtebauliche Projekte im Teilbereich "Kinder- und Familienfreundlichkeit" nach einheitlichen Gesichtspunkten zu prüfen und zu bewerten. In der jetzt vorliegenden dritten Auflage spielt das Thema "Mehr Zeitsouveränität für alle durch die Berücksichtigung des Leitbildes 'Stadt der kurzen Wege'" eine große Rolle.

Gliederungsraster für Begründungen zu städtebaulichen Planungen
für den Teilbereich "Kinder-, Jugend- und Familienfreundlichkeit"

  • Grundsätzliche Anforderungen, die sich aus dem konkreten städtebaulichen Ziel ergeben:
    Wohngebiet oder Mischgebiet, Innenstadt oder Stadtrand

  • Erlebnisvielfalt im Gebiet:
    Freiflächen- und Wegebezüge zu anderen Gebieten, Soziale Mitte, differenzierte Sozialstruktur

  • Umfang kinder- und jugendspezifischer Einrichtungen:
    Soziale, schulische, sportliche Einrichtungen und Spielflächen

  • Sicherheits- und gesundheitliche Aspekte der jugendspezifischen Einrichtungen:
    Lage zu anderen Flächen, städtebauliche Gestaltung, Besonnung, Einsehbarkeit

  • Funktionaler Charakter der kinder- und jugendspezifischen Einrichtungen:
    Multifunktionalität der Flächen und Eignung zur Abdeckung der Wünsche unterschiedlicher Benutzer- und Altersgruppen, Veränderbarkeit

  • Möglichkeit zu eigenständiger Mobilität von Kindern und Jugendlichen:
    Integriertes Verkehrskonzept, dezentrale Enrichtungen, straßenunabhängige Fuß- und Radwegeverbindungen, ÖPNV

Familienfreundliche Stadtplanung

Plakat_neu

Familienfreundliche Stadtplanung - Kriterien für Städtebau mit Zukunft (PDF)

Ratsvorlage zur "Familienfreundlichen Stadtplanung" am 29. Juni 2016