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aachen fenster - raum für bauen und kultur

Eine Initiative Aachener Architekten und Ingenieure, Stadt- und Landschaftsplaner

Ein konkreter Ort aber auch ein ideeller Raum des öffentlichen Gesprächs über Baukultur als Dreiklang des pfleglichen Umgangs mit dem gebauten Erbe, guter neuer Architektur und qualitätvollen öffentlichen Raumes als prägende Elemente des Bildes unserer Stadt.

Der Verein aachen fenster e.V. führt seit Herbst 2010 Veranstaltungen zur Diskussion über Baukultur unter dem Titel  "aachen fenster  - raum für bauen und kultur" durch. Gemeinsam mit der Stadt Aachen wurde so eine Veranstaltungsreihe geschaffen, die den Austausch über aktuelle Themen und Projekte der Baukultur ermöglicht.

Veranstaltungsort ist im Regelfall das "aachen-fenster" am Büchel, Buchkremerstraße 2-4. Je nach Anmeldungsstand ist eine kurzfristige Verlegung möglich. Die Verlegung wird sowohl hier als auch in der Tagespresse angekündigt. Für die Reihe Campus im Vergleich wird in der Regel das Super C der RWTH Veranstaltungsort sein.

Campus im Vergleich

Schon am 7. Mai steht die 6. Veranstaltung an, eine bemerkenswerte. Nicht nur weil der Novartis-Campus in Basel mit Gebäuden weltbekannter Architekten von Reto Naef, dem Manager dieses Areals; vorgestellt wird; sondern auch, weil ein Ökonom wie Prof.Dr.Spars von der Universität Wuppertal der Frage auf den Grund geht: Ist Baukultur und Rendite ein Widerspruch? Ist sie Luxus oder ein nachhaltiger Standortfaktor nicht nur für Universität und Stadt oder rechnet sie sich auch für die Investoren, die man für Campus West und Melaten gewinnen will?

Das hochkarätig besetzte Podium mit Hartmut Miksch, Architekt, Präsident der Architektenkammer NRW, Manfred Nettekoven, Kanzler der RWTH Aachen, Dr. Hermann Brandstetter, Geschäftsführer RWTH Aachen Campus GmbH und Friedhelm Lütz, Vorstand der Bauen mit Werten Deutschland AG verspricht eine sehr spannende Diskussion, die die zukünftigen Entwicklung in Aachen positiv beeinflussen könnte.

Vorbereitet ist die letzte Veranstaltung im Super C, Aachen mit:

  • Zürich und Wien am 21. Mai 2012

Diese Veranstaltung wird mit einer Abschlussdiskussion unter Teilnahme von Oberbürgermeister Marcel Philipp und Rektor Prof. Dr. Ernst Schmachtenberg als Schirmherren die Reihe beenden.

Zwischenbilanz

Die bisherigen Vorträge und Diskussionen in den bisherigen vier Veranstaltungen der Reihe Campus im Vergleich haben schon einen tiefen Einblick in die ambitionierten Entwicklungen anderer Universitätsstädte gegeben. Immer ging es um die zentralen Fragen von Mischnutzungen zur Belebung der Campusareale wie der Schaffung hochwertiger öffentlicher Räume.

Während Hamburg als Stadtstaat konsequent versucht die Universitätsentwicklungen mit dem städtischen Organismus zu verzahnen steht in München der Konflikt mit der Landesregierung auf der Tagesordnung, neue monostrukturierte Universitätsareale, etwa in Garching, ca. 20 km außerhalb und zu Lasten Münchens zu realisieren. Studenten sprechen dort von Garchosibirsk.

In den alten Universitätsstädten Göttingen und Heidelberg beeindrucken die ambitionierten Qualitätsziele in der Gestaltung von Planungs- und Informationsprozessen zur stadträumlichen Integration und Mischung neuer Universitätsareale wie auf ehemaligen Bahnflächen und bei Architektur in Verbindung mit Energieeffizienz. Die „CO² freie Universität 2030“ ist das erklärte Ziel.

Wettbewerbe sind immer wieder das belebende und qualifizierende Element, wie auch auf der letzten Veranstaltung am 12.3. mit Frankfurt und Delft bestätigt wurde. Denn aus einem Wettbewerb wurde auch das Campusprojekt Westend der Goethe-Universität in Frankfurt abgeleitet, dessen stringente Raumfolgen aus Gebäuden, Grün- und Platzräumen sich aus der Integration des dominanten Gebäudekomplexes der ehemaligen IG Farben-Werke des Architekten Poelzig entwickeln. In starkem Kontrast dazu stehen die lebendig freien Kompositionen der Erweiterungsareale der Technischen Universität in Delft. Man spürt die hohe Innovationsfähigkeit und visionärer Kraft niederländischer Architektur und Freiraumgestaltung.

Auf der anschließenden Podiumsdiskussion mit Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Herrn Hans Joachim Sistenich, Geschäftsführer des AVV und Herrn Prof. Dr.-Ing. Dirk Vallée, Inst. für Stadtbauw. und Stadtverkehr RWTH Aachen, auf die unstreitige regionale Bedeutung der Universitätsentwicklungen wie der hiesigen Campusprojekte gelenkt. Das regionale Denken und Handeln muss wohl noch von beiden Seiten stärker entwickelt werden: sei es in Fragen der Wohnungsbauentwicklungen wie des Angebotes von geeigneten Gewerbeflächen, denn viele Flächenpotentiale bieten sich entlang der Euregiobahn auch außerhalb Aachens an. Die erheblichen Pendlerströme nicht nur von 60% aller Studenten sondern auch vieler Arbeitnehmer aus der Region rufen - erst recht mit Blick auf die erhofften Campusentwicklungen - nach optimalen Verkehrsverbindungen. Der Westbahnhof in der Nähe des geplanten Kongresszentrums wird zum Verknüpfungspunkt schlechthin, bereichert um die geplante Campusbahn und eine neue Verbindung Richtung Maastricht und Flughafen. Ob das die DB AG schon registriert hat? Die Verzahnung mit den internationalen Zügen und Flughäfen im Umkreis von einer Fahrstunde ist noch verbesserungsfähig. All dies unterstützt die jetzt schon erkennbare Tendenz vor allem der jüngeren Menschen, vermehrt die Angebote des öffentlichen Verkehrs zu nutzen. Es lohnt sich in diese nachhaltige Entwicklung weiter zu investieren. Etschenberg: „Die regionale Zusammenarbeit muss zum Pflichtprogramm werden, um so die besten Lösungen zu erzielen für das Umland, die Stadt wie die Universität und damit für die Menschen.“








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