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Gewerbepark Brand (ehemals Camp Pirotte) (Brand)

Ziel der Stadt Aachen für den Gewerbepark Brand auf dem Gelände des ehemaligen „Camp Pirotte“ ist auf der Grundlage des Bebauungsplanes 828 Teil A die Entwicklung eines Gewerbegebietes für kleinere und mittlere Unternehmen zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen. Mittel für Abbruch und Sanierung des Geländes und die Erschließung wurden im Haushalt der Stadt Aachen eingeplant. Auf der Basis einer konservativen Wirtschaftlichkeitsberechnung wurden Ausgaben in Höhe von ca. 9,5 Millionen Euro (einschließlich der Kosten für die Kanalarbeiten) veranschlagt.

112.000 m² der Gesamtfläche sollen zur Gewerbenutzung vermarktet werden, 4.500 m² der Fläche an der Eckenerstraße für eine Mischnutzung. Der Rest teilt sich auf in Straßen- und Grünflächen.

Vorgeschichte

Bis Herbst 1995 wurde das Gelände „Camp Pirotte“ durch die belgischen Streitkräfte genutzt. Der damalige Eigentümer der Liegenschaft, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (als Nachfolger des Bundesvermögensamtes), veräußerte das Grundstück im Januar 2006 an einen privaten Investor. Die Stadt Aachen hat daraufhin im März 2006 das Vorkaufsrecht ausgeübt. Nach einem Gang durch die Instanzen hat das Oberverwaltungsgericht NRW am 19.04.2010 zugunsten der Stadt Aachen entschieden und eine Umsetzung des über vier Jahre zuvor ausgeübten Vorkaufsrechtes konnte erfolgen. Der Notarvertrag wurde am 30.09.2010 unterzeichnet. Kurz danach erfolgte der Besitz- und Eigentumsübergang.

Unterstützung durch den Altlastensanierungsverband

Mit dem Altlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband NRW (AAV) wurden schon frühzeitig Gespräche über eine Kooperation im Rahmen der Entwicklung des Gewerbegebietes geführt. Der Verband erklärte sich bereit, das Management für die Abbruch- und Sanierungsarbeiten zu übernehmen. Er beauftragte als Maßnahmeträger die erforderlichen Untersuchungen und Planungsleistungen, übernahm die Ausschreibungen der Maßnahmen und beauftragte die Arbeiten in enger Abstimmung mit der Stadt Aachen.

Am 13. Mai 2011 gaben die Stadt Aachen und der Altlastensanierungsverband NRW (AAV) den Start frei für die ersten Abbrucharbeiten auf dem rund 140.000 m² großen ehemaligen Militärgelände. Die gesamte Abbruch- und Sanierungsmaßnahme konnte im Oktober 2012 erfolgreich beendet werden.

Bereits erfolgte Maßnahmen

  • Die Stadt Aachen hat sofort nach Besitzübergang ein Verkehrssicherungskonzept umgesetzt, das die folgenden Maßnahmen beinhaltete:
    • Instandsetzung der Zaunanlage / Toranlage
    • Anbringung von Schildern / Betretungsverbot
    • Beseitigung von Gefahrenstellen auf dem Gelände
    • Regelmäßige dokumentierte Kontrollen des Geländes
    • Regelmäßige Kontrollfahrten der Polizei
              
  • Das Gelände wurde im Zeitraum von Dezember 2010 bis Februar 2011 gerodet. Baumgruppen an der Vennbahntrasse und der Nordstraße blieben erhalten, u. a. auch aufgrund von Wünschen der Brander Bevölkerung
         
  • Am 01.12.2010 wurde in Brand (in der Karl-Kuck-Schule) eine 1. Bürgerinformation durchführt; über 100 Brander Bürger folgten der Einladung und ließen sich über den Stand des Projektes informieren.
               
  • Die Firma HYDR.O Geologen und Ingenieure wurde mit der Erstellung  des Abbruch- und Sanierungskonzeptes beauftragt.
         
  • Die Firma Geha Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Geßenich GmbH wurde mit der Planung der Kanal- und Straßenbaumaßnahme beauftragt.
  • Die Heilit Umwelttechnik GmbH wurde mit der Durchführung der Abbrucharbeiten an der „Beckerhalle“ und den beiden vorgelagerten Garagenzeilen beauftragt. Durch diesen Abbruch wurde Platz geschaffen, um in einem weiteren Schritt eine provisorische Straßenanbindung an die Debyestraße herzustellen. Damit wurde erreicht, dass bei den umfangreichen Abbruch- und Sanierungsmaßnahmen der Baustellenverkehr über die Debyestraße erfolgen konnte. Die Maßnahme wurde im Zeitraum Mai bis August 2011 durchgeführt.
                
  • Die Blandfort GmbH & Co. KG wurde mit der Fertigstellung der provisorischen Straßenanbindung an die Debyestraße beauftragt. Die Maßnahme wurde im Zeitraum September bis Oktober 2011 durchgeführt.
                
  • 10. November 2011: 2. Bürgerinformationsveranstaltung in der Karl-Kuck-Schule.
              
  • 07. Dezember 2011: Namensänderung durch die Bezirksvertretung Brand in „Gewerbepark Brand“ (siehe unter „Weiterführendes“)
  • Die Heilit Umwelttechnik GmbH wurde mit der Durchführung der Abbruch- und Sanierungsarbeiten auf dem „Großgelände“ und später auch auf dem sogenannten Nießen-Grundstück an der Eckenerstraße beauftragt. Die Arbeiten begannen im Dezember 2011 und wurden im Oktober 2012 erfolgreich beendet.


Luftbild 41. Kw. 2012 (nach Beendigung der Abbruch- und Sanierungsarbeiten)

  • Die Firma Willy Dohmen GmbH & Co. KG wurde von der Stawag und der Stadt Aachen mit Erstellung der Erschließungsanlage beauftragt. Die Arbeiten begannen am 05.11.2012 und wurden im November 2013 beendet.


Luftbild 43. Kw. 2013 (nach Fertigstellung der Erschließungsanlage)

 

Weiterer Zeitplan zur Entwicklung des Gewerbegebietes

  • Die Rechtskraft des Bebauungsplanes Nr. 828 Teil B trat am 18.07.2013 ein.
  • Ab Herbst 2013: Beginn der Vermarktung

Ansprechpartner für den Verkauf von Gewerbegrundstücken:

 Stadt Aachen
Fachbereich Immobilienmanagement
Volker Schulze-Schwanebrügger
Tel.: 0241-4322328
Mail: gewerbegrundstuecke@mail.aachen.de