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Mit Mut Chancen für die Zukunft Europas ergreifen: Professor Mario Draghi mit dem Karlspreis ausgezeichnet

  • Der Karlspreis steht 2026 unter den wirtschaftlichen und sicherheitsrelevanten Herausforderungen diverser Krisen. Der Tenor: Es braucht Mut, diese Situation als Chance für Europa zu ergreifen.
  • Eine Kernaufgabe für Europa besteht darin, den Binnenmarkt zu stärken und dadurch in den Feldern Wirtschaft, Energie und Verteidigung ein verlässlicher Partner zu werden.
  • Rund 700 Gäste wohnen der Zeremonie im Krönungssaal des Aachener Rathauses bei, viele Menschen jubeln dem Karlspreisträger nach der feierlichen Zeremonie und beim anschließenden Auftritt auf dem Katschhof zu.

 

Mit dem ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank und italienischen Ministerpräsidenten a. D. Professor Mario Draghi wurde am heutigen Himmelfahrtstag, 14. Mai, nicht nur ein verdienter Politiker und waschechter Ökonom ausgezeichnet, sondern ein Visionär und Vordenker. Die wirtschaftliche Lage der Europäischen Union, die Wettbewerbsfähigkeit, Stabilität und Sicherheit auf dem europäischen Kontinent – und die von Draghi in seinem vielzitierten Draghi-Report geforderten Strategien – waren deshalb die entscheidenden Themen der Verleihung. Einig waren sich alle Redner in der Tatsache, dass es in dieser Zeit den Mut braucht, diese Situation als Chance für Europa zu sehen. Eine Chance, die nur in gemeinsamer Anstrengung über alle europäischen Länder hinweg zum Erfolg führen kann.

Mario Draghi: Der Europäische Binnenmarkt muss vervollständigt werden
Zu Beginn seiner Rede zeigte sich der Karlspreisträger Professor Mario Draghi sehr bewegt. Er sei sehr geehrt von der Wärme und Gastfreundschaft der Aachenerinnen und Aachener und erfreut über die Gelegenheit, sich für das Lob und die Wertschätzung ihm gegenüber zu bedanken.

Dann zeigte Draghi in seinen weiteren Ausführungen, dass er der klare Analyst und schonungslose Mahner ist, den das Karlspreisdirektorium in diesem Jahr als Preisträger erwählt hat. Das, was Europa bevorstehe, sei sicher nicht einfach, der Druck von außen steige von Monat zu Monat. „Aber es ist auch ein Moment der Offenbarung. Die Kräfte, die uns prüfen, erreichen, was Jahrzehnte des Friedens nicht erreicht haben: Sie zwingen die Europäer anzuerkennen, was ihnen gemein ist und was sie bereit sind, gemeinsam aufzubauen“, sagte Draghi.

„Zum ersten Mal in unserer Erinnerung stehen wir wirklich alleine da. Europa reagiert auf diese neue Realität. Aber es reagiert in einem System, das nicht für Herausforderungen dieser Größenordnung erdacht wurde.“ Die Probleme der Vergangenheit würden Europa jetzt einholen: „Intern haben wir die Offenheit, die wir predigen, ignoriert. Wir haben den Binnenmarkt unvollendet gelassen, die Kapitalmärkte fragmentiert, Energiesystem unzureichend verbunden und große Teile der Volkswirtschaft sind eingezwängt zwischen Schichten um Schichten von Regulierung. Wir haben unseren Märkten die kontinentale Dimension verweigert, die sie zum Erfolg brauchten.“

Grenzüberschreitende Investitionen seien zu lange aufgeschoben worden, die Abhängigkeiten von amerikanischer und chinesischer Politik sei immens und es klaffe eine deutliche Lücke im Technologiesektor, die immer größer werde. Gerade die durch Künstliche Intelligenz vorangetriebene Transformation sei entscheidend. „Europa verfügt über die finanziellen Mittel, die Talente und das latente Energiepotenzial um bei dieser Transformation mithalten zu können. Aber Grenzen und Zwänge hindern uns daran, diese Güter in einem Umfang zu mobilisieren, den diese Zeit erfordert.“ Europa müsse einen Markt bieten, der groß und stark genug sei, um hier zu investieren. Ohne eigene Nachfrage könne Europa im Ausland keine glaubwürdige Haltung einnehmen. Innerhalb der derzeitigen Struktur des Binnenmarktes sei eine großangelegte Industriepolitik zum Scheitern verurteilt.

Wegfall der USA als verlässlicher Partner als Chance für eigene Stärke
Europa muss also verstärkt auf sich selbst sehen und vertrauen aber auch verlässliche Partnerschaften eingehen – auch mit den USA. „Doch der Partner, auf den wir uns verlassen, ist konfrontativer und unberechenbarer geworden“, sagte Draghi. Europa brauche zuallererst die Fähigkeit, entschlossener auf diese neue Situation zu reagieren, um die Partnerschaft wieder auf ein gleichberechtigteres Level zu heben. „Was uns wirklich zurückhält ist die Sicherheit. Ein Bündnis, bei dem Europa bei seiner Verteidigung von den Vereinigten Staaten abhängig ist, ist eines bei dem die Sicherheit auf allen Verhandlungen übergreifen kann: Auf Handel, Technologie, Industrie.“

Deshalb ist diese Haltung der USA nicht nur als Gefahr sondern als notwendiges Erwachen zu betrachten. Wenn die USA mehr eigenen Einsatz Europas bei der eigenen Verteidigung verlangten, dann müsse Europa auch mehr Autonomie bei Organisation der Verteidigung erlernen. So könne Europa mehr Stärke in seinen Handels- und Energiebeziehungen gewinnen. „Das muss die transatlantischen Beziehungen nicht schwächen. Im Gegenteil, es würde beide Partner auf festen Boden stellen“, erklärt Draghi. „Die Chance für Europa ist beachtlich.“

Die Europäische Union werde gezwungen, Entscheidungen zu treffen, denen sie lange aus dem Weg gegangen ist. Die schwierige Situation wird von Regierungen und Bürgern gleichermaßen verstanden. Ein Plan liege vor, in einigen Bereichen würden bereits Maßnahmen getroffen. Europa werde an Werte erinnert, die lange selbstverständlich schienen: Solidarität, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Schutz von Minderheiten – das Erbe des Nachkriegseuropas. Sie treten in den Vordergrund, weil sie auf die Probe gestellt werden.

Den Bürgern sei bereits klar, welchen Weg Europa einschlagen müsse. Sie wünschen sich größere Einigkeit im Handeln. Der Karlspreisträger spricht eine klare Forderung aus: „Die Regierungschefs wissen wo die Arbeit liegt und sie müssen nun entscheiden, ob sie bereit sind, Substanz vor Verfahren zu stellen. Wir sind an einem Punkt, an denen Entscheidung nicht mehr in institutionellen Rahmen bleiben können. Wir müssen dem Vertrauen unserer Bürger mit Mut begegnen.“

Bundeskanzler Merz: Europa muss sich behaupten
In seiner Laudatio hob Bundeskanzler Friedrich Merz noch einmal hervor, dass die Vita eines Mario Draghi für fünf Lebensläufe ausreichen würde. „Ich denke, Sie werden verstehen, dass seine Freunde ihn Super Mario nennen.“ Draghi habe sich um Europa verdient gemacht. „Sie haben sich in bedrohlicher Zeit um den Euro gekümmert, und Sie haben den Euro und die Währungszone stabilisiert– mit Mitteln, die umstritten waren. Das war mutig, Sie haben etwas riskiert, es ist gelungen und es hat sich ausgezahlt. Wofür wir, die Europäer ihnen Mario Draghi dankbar sind, zutiefst dankbar.“

Heute befinde sich Europa erneut und stärker als zuvor in einer bedrohlichen Zeit, etwas das Draghi immer wieder betone. „Wir haben uns in Europa zu sehr darauf verlassen, dass die Kraft der humanistischen, europäisch westlichen Ideen die Welt insgesamt in ein Reich der Freiheit und des Friedens verwandeln würden. Wir haben uns geirrt. Aber den Irrtum des falschen Optimismus einzusehen, heißt nicht, die Zuversicht aufzugeben, dass Menschen in Freiheit und Frieden miteinander leben können. Europa hat die Chance die neue Weltordnung daraufhin mitzugestalten, dass in ihr Normen und Regeln statt Willkür und das Recht des Stärkeren gelten“ sagte Merz. Die Welt sortiere sich gerade neu, mit wöchentlich neuen Krisen. In dieser Situation müsse Europa einen klaren Kurs und einen kühlen Kopf bewahren.

„Europa muss sich heute behaupten. Ich sage, Europa hat das verstanden, Europa ist aufgewacht“, erklärt der Bundeskanzler. Europa stärke sich wirtschaftlich und sicherheitspolitisch – und das zügig. Es würden neue Handelspartnerschaften geknüpft, Abhängigkeiten verringert und außerdem die Ukraine entschlossen in ihrem Abwehrkampf gegen Russland unterstützt.

Europa habe sich aufgemacht, eine Macht zu werden, die mit Freiheit und Recht, Frieden und Wohlstand für sich wirbt – und die Bürgerinnen und Bürger für sich gewinnt. „Wir Europäer entdecken unsere Kraft und Fähigkeiten, vor allem dann, wenn wir entschlossen zusammenstehen.“ Das gelte nicht nur sicherheitspolitisch. Auch wirtschaftlich habe Europa Machtmittel, die eingesetzt werden können. „Andere sind auch von uns abhängig, nicht nur wir von ihnen. Und wenn wir zeigen, dass wir bereit sind, diese Machtmittel einzusetzen, können wir viel erreichen.“ Die Potenziale des europäischen Marktes müssten freigelegt werden. Ein Markt, der größer sei als der US-Amerikanische. Der Binnenmarkt müsse endlich so belebt werden, wie es einst gedacht war.

Mario Draghi habe in seinem Bericht 2024 genaue Vorschläge gemacht, schonungslos die europäische Wettbewerbsfähigkeit analysiert und ein grundlegendes Umsteuern angemahnt. „Er bleibt nicht bei der Problemanalyse stehen, seine Antworten sind klar und ambitioniert. Das alles spiegelt seine Persönlichkeit wider. Ein besonnener, nachdenklicher Mensch, dem das europäische Gemeinwohl am Herzen liegt, wie kaum etwas anderes.“

Draghis Vorschläge kämen genau zur rechten Zeit, jetzt sei es – wie vom Karlspreisdirektorium in seiner Begründung gefordert – an den Verantwortlichen, diese in verbindliche Beschlüsse zu gießen und zur Stärkung Europas zu nutzen. „Die Aufforderung ist angekommen, wir sind in der Umsetzung“, schließt Merz.

Kyriakos Mitsotakis: Draghi hat Europa geholfen, sich selbst zu helfen
Auch der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis beginnt mit der Verortung in Aachen, einer Stadt „die so stark die Erinnerung an Europa in sich trägt. Europa war nie ein geografisches Konstrukt, sondern eine Idee, eine Vorstellung und eine Entscheidung. Eine Entscheidung, die immer wieder neu getroffen wurde. Dieser Preis ist deshalb so wichtig. Er ehrt nicht nur diejenigen, die immer an Europa geglaubt haben, sondern Europa gestärkt haben in Momenten, in denen Stärke am meisten erforderlich war.“

Das Karlspreisdirektorium würde heute genau einen solchen Europäer ehren. Mario Draghis Leben sei geprägt von der Loyalität zu seinem Beruf, von seinem Mut zu führen und seiner Bereitschaft, Risiken zu tragen. Draghi sei eine wichtige Stimme zu dem, was Europa tun muss, er sei eine Inspiration: „Eine Ihrer größten Herausforderungen und Leistungen Ihrer Karriere war es, dass Sie Europa geholfen haben, sich selbst zu helfen,“ sagte Mitsotakis. Draghi werde anerkannt, weil er in den letzten Jahren Europa gesagt habe, was gesagt werden muss, direkt und erfrischend undiplomatisch.

Die Bedrohungen für Europa seien heute nicht der Kollaps des Südens, sondern eine Erosion der Wettbewerbsfähigkeit. Es fehle Europa an Innovation und Investition. Die technologische Abhängigkeit, die fehlenden strategischen Lieferketten würden Europa daran hindern, zum Gestalter seiner eigenenZukunft zu werden. „Wir dürfen den Draghi-Report deshalb nicht als ein weiteres Dokument ansehen. Er ist ein Weckruf, eine detaillierte Blaupause dessen, was getan werden muss.“

„Wir brauchen souveräne Entscheidungsfreiheit, wir brauchen eine strategische Autonomie, Selbstvertrauen. Ein starkes Europa ist ein besserer Verbündeter, ein fähigeres Europa ist ein glaubwürdiger Partner“, sagte Mitsotakis. Gemeinsame Herausforderungen erforderten gemeinsamen Mut. „Mario, Ihnen schuldet Europa Dankbarkeit, für Ihren Mut, Ihr Verantwortungsbewusstsein.“ Wenn Europa sich entscheide, das zu tun was erforderlich ist – „whatever it takes“ – dann könne Europa auch weiterhin die Zukunft mitzugestalten.     

Oberbürgermeister Ziemons: Draghi Report als sozialpolitischer Weckruf
Das Lob für Mario Draghis entschlossenes Handeln griff auch der Aachener Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons in seiner Begrüßungsrede auf und bezeichnete den Karlspreisträger als eine Legende, „weil er in Momenten, in denen andere zögerten, gehandelt hat.“ Draghis Mut sei heute wieder gefragt, „in anderem Gewand, mit anderen Mitteln — aber mit derselben inneren Haltung: die Bereitschaft, das Notwendige zu tun, auch wenn es unbequem ist.“ Die aktuellen politischen Krisen und der Wegfall der Vereinigten Staaten von Amerika als verlässlicher Partner sei auch eine Chance für Europa, „endlich das zu werden, was seine Gründer immer im Sinn hatten: Europa muss ein Akteur sein, der die Welt mitgestaltet.“

Ziemons schlug die Brücke von der geopolitischen und wirtschaftlichen Lage der Europäischen Union zu den lokalpolitischen und sozialen Herausforderungen vor Ort: „Wettbewerbsfähigkeit klingt nach Börsenkursen und Investitionsquoten. Aber hinter diesen Zahlen stehen Lebensrealitäten. Der Draghi-Report ist deshalb kein Selbstzweck für Ökonomen — er ist ein sozialpolitischer Weckruf, wenn man ihn richtig liest. Wer den Draghi-Report umsetzt, kämpft nicht für Konzernbilanzen. Wer ihn umsetzt, kämpft für die Rentnerin in Aachen, die sich fragt, ob ihre Rente sicher ist. Für den Facharbeiter in einem deutschen Automobilwerk, der spürt, dass die Transformation seiner Branche ihn einholt. Für die Studentin, die in Europa eine Zukunft finden will — und darauf vertraut, dass Europa ihr eine gibt.“

Der Oberbürgermeister brachte damit einen Umstand auf, der tiefer greift als ökonomische Zielmarken: das Vertrauen der Menschen vor Ort in die europäische Idee. „Ob die Menschen auf Europa vertrauen, ob sie den europäischen Werten zutrauen, die besseren zu sein, das entscheidet sich ganz sicher nicht in Brüssel, Straßburg oder den Gipfelstädten dieser Welt, sondern ganz alltäglich in der Lebensrealität der derjenigen, die am Ende die Konsequenzen aller Entscheidungen tragen müssen. Keiner erwartet Unfehlbarkeit, aber sehr wohl eine Politik, die mit Mut und Kraft die richtigen Entscheidungen trifft und sie zu erklären und zu leben versteht“, sagte Ziemons.

Das alte Europa gehe unwiderruflich zu Ende. Mit Mario Draghi werde ein Europäer geehrt, der die richtigen Impulse für das neue Europa geliefert habe. „Mit ihm hoffen wir auf einen mutigen Aufbruch in eine Zukunft, die den Menschen auch des zukünftigen Europas Frieden, Freiheit und soziale Sicherheit ermöglicht.“

Begründung des Karlspreisdirektoriums
In der Begründung des Direktoriums heißt es unter anderem: „Mit Prof. Mario Draghi ehrt das Karlspreisdirektorium eine Persönlichkeit, die zielgerichtet und mit unerschütterlicher Entschlossenheit Großes für Europa geleistet hat: die Rettung des Euro, die Stabilisierung seines Heimatlandes in schwerster Krise und nun die Formulierung einer Zukunftsagenda für den ganzen Kontinent. Die Auszeichnung seiner herausragenden Lebensleistung ist daher weit mehr als eine Würdigung der Vergangenheit. Sie ist eine Bekräftigung der existenziellen Bedeutung seines jüngsten Weckrufs und zugleich eine Aufforderung für alle politischen und gesellschaftlichen Kräfte in Europa, seine Analyse ernst zu nehmen und jetzt selbst mutig zu entscheiden und zu handeln. Die Verleihung des Karlspreises 2026 an Mario Draghi ist somit ein bewusst gesetztes Zeichen für die dringend notwendige Prioritätensetzung: Europa muss seine wirtschaftliche Stärke erneuern, um seine Zukunft selbstbestimmt gestalten zu können. Wir fordern die Europäische Kommission und europäischen Staats- und Regierungschefs auf, jetzt den Draghi- Report umzusetzen.“

Zitate und Fakten in Kürze:

  • Der Preisträger: Professor Mario Draghi ist am heutigen Christi Himmelfahrtstag, 14. Mai, mit dem „Internationalen Karlspreis zu Aachen“ ausgezeichnet worden. „Wie kein anderer steht Mario Draghi für die wirtschaftliche Stärkung Europas und sein nach ihm benannter Draghi-Report von 2024 für die notwendige Strategie, um Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Stabilität auf dem Kontinent zu gewährleisten“, schreibt das Karlspreisdirektorium mit seinem Vorsitzenden Armin Laschet in seiner Begründung.
  • Draghi: „Wenn die Bürger mehr Europa fordern, verlangen sie nicht einfach mehr von dem Europa, das wir haben. Sie verlangen keinen abstrakten institutionellen Entwurf, sie verlangen Besserungen darin, wie Europa sich schützt und stärkt.“
  • Bundeskanzler Friedrich Merz zum Krieg in der Ukraine: „„Wir treffen uns hier im fünften Jahr in Folge im Schatten dieses Krieges. Und wir sagen es erneut: Wir unterstützen die Ukraine im Kampf um die Freiheit, weil es auch ein Kampf um unsere Freiheit ist. Wir wollen helfen, diesen Krieg zu beenden. Und wir Europäer entscheiden selbst, wer für uns spricht.“
  • Kyriakos Mitsotakis, Ministerpräsident Griechenlands: „Der Karlspreis soll uns erinnern, dass Europa nie fertig ist. Wir sollten Aachen nicht nur mit einem Gefühl der Dankbarkeit verlassen, sondern mit einem Gefühl der Entschlossenheit.“
  • Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons: „Wenn Europa wirtschaftlich am Boden liegt, dann trifft das zuerst die Regionen. Wenn die Demokratie unter Druck gerät, beginnt das in unseren Kommunen. Wenn der Zusammenhalt schwindet, sieht man es zuerst auf den Plätzen und in den Stadtteilen. Genau deswegen brauchen wir ganz bestimmt keine ängstlichen und vorsichtigen, sondern mutige Antworten! Die Menschen, die wie wir an Europa glauben, erwarten genau das und haben das verdient.“
  • Die Verleihung: Rund 700 Personen, darunter zahlreiche Ehrengäste, haben an den Feierlichkeiten im Krönungssaal des Aachener Rathauses teilgenommen. Auf dem Ehrenpodium saßen, neben dem Karlspreisträger Professor Mario Draghi, Bundeskanzler Friedrich Merz, der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis, der Oberbürgermeister der Stadt Aachen Dr. Michael Ziemons, der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums Armin Laschet, die diesjährigen Jugendkarlspreisgewinnerinnen und -gewinner sowie die früheren Karlspreisträgerinnen und Karlspreisträger, Seine Königliche Hoheit Großherzog Guillaume V. (für das Luxemburgische Volk 1986) die Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde (in Vertretung für den Euro 2002), Jean-Claude Juncker (2006), Jean-Claude Trichet (2011), Martin Schulz (2015), Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt (2024) und Dr. Ursula von der Leyen (2025) sowie die Preisträgerinnen des Jahres 2022 Veronica Tsepkalo, Swetlana Tichanowskaja und Maria Kalesnikava.
  • Weitere Gäste: Unter den Gästen der Karlspreisverleihung waren unter anderem Edi Rama (Premierminister von Albanien), Dr. Gordan Grlić Radman (Außenminister Kroatiens), Gunther Krichbaum (Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt), Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Teresa Ribera, Vizepräsidentin des Europäischen Parlamentes Sabine Verheyen, Hendrik Wüst (Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen), Nathanael Liminski  (NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien), Mona Neubaur (NRW-Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie) sowie Herbert Reul (NRW-Minister des Innern) sind Ehrengäste der Karlspreisverleihung. Zahlreiche andere Mandatstragende, Botschafterinnen und Botschafter, Vertretungen von Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie der Partnerstädte Aachens.
  • Das Programm: Die Karlspreisverleihung wurde musikalisch vom Sinfonieorchester Aachen begleitet, das unter Leitung des Generalmusikdirektors Christopher Ward Werke von Ludwig van Beethoven und Antonio Vivaldi darbot. Das italienische Gitarrenquartett 40 Fingers spielte „Caruso“ des italienischen Komponisten Lucio Dalla.
  • Das mediale Interesse: Über 80 Medienvertreterinnen und -vertreter haben sich für die Karlspreisverleihung 2026 akkreditiert – darunter Teams von ARD, ZDF und WDR, El Periódico, Reuters, Süddeutsche Zeitung, DPA, Deutsche Welle, Neue Züricher Zeitung, Börsen-Zeitung, AFP, sowie zahlreiche regionale Medien aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Die Live-TV-Übertragung wurde im WDR Fernsehen gesendet und ist dort noch abrufbar.


Informationen zum internationalen Karlspreis zu Aachen:
Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Seit 1950 wird er an Personen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt und die jüdischen Gemeinschaften in Europa sind die 65. Träger des Internationalen Karlspreises zu Aachen. Sie folgen auf den Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, und das ukrainische Volk, die 2023 mit dem Karlspreis ausgezeichnet worden sind. Zu den früheren Preisträgerinnen und Preisträgern in Aachen gehörten unter anderem Konrad Adenauer (1954), der spanische König Juan Carlos I. (1982), der amerikanische Präsident Bill Clinton (2000), der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker (2006), Bundeskanzlerin Angela Merkel (2008), Papst Franziskus (2016), Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron (2018), António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen (2019), die belarussischen Bürgerrechtlerinnen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo (2022), der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk (2023), Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt (2024) und die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen (2025).

Im Rahmen der feierlichen Zeremonie im historischen Krönungssaal des Aachener Rathauses wird neben einer Urkunde auch eine Medaille verliehen, die auf der Vorderseite das älteste Aachener Stadtsiegel aus dem 12. Jahrhundert mit thronendem Karl dem Großen und auf der Rückseite eine Inschrift für die jeweiligen Preisträgerinnen und Preisträger zeigt.

Weitere Infos:

www.aachen.de/karlspreis

www.karlspreis.de


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