Köngistraße 18–24

Denkmal #17

Die Häuser Königstraße 18–24 wurden nach 1950 und 1970 erbaut. Die Fassadenteile stammen aus dem Jahr 1738 sowie aus dem 19. Jahrhundert. Wichtige Translozierungsdetails sind die Blausteingewände. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei ca. 130–230 Jahren.

Die Häuser Königstraße 18–24 wurden nach 1950 und 1970 erbaut. Die Fassadenteile stammen aus dem Jahr 1738 sowie aus dem 19. Jahrhundert. Wichtige Translozierungsdetails sind die Blausteingewände. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei ca. 130–230 Jahren.

Einleitung

Die Königstraße war im Mittelalter Teil der Via Regia, einer der wichtigsten europäischen West-Ost-Verbindungen. Sie durchquerte die beiden Tore der inneren und äußeren Stadtmauer und führte an der Richtstätte und dem Leprosorium Melaten vorbei nach Maastricht. Im 17. Jahrhundert wurde das Tor verschlossen. An seine Stelle trat 1836 das heute noch bestehende Zollhaus (Königstr. 75), womit die Straße auch wieder an Bedeutung gewann.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von ca. 130–230 Jahren und ist null Meter gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus zwei bis drei Epochen.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von ca. 130–230 Jahren und ist null Meter gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus zwei bis drei Epochen.

  • Bewegte Geschichte

    Das durch Giebel und Toreinfahrt auffallende Haus Königstraße Nr. 18–22 wird dem Aachener Barockbaumeister Laurenz Mefferdatis zugeschrieben. 1738 errichtet, wurde das Gebäude im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt. Für den Neubau einer Schulturnhalle entschloss sich das Hochbauamt der Stadt Aachen, die Fassadenreste abzutragen und als Rekonstruktion in den Neubau zu integrieren.  Anders als bei der Wespienfassade (Kockerellstr.) ist der Turnhallenneubau hier straßenseitig vollkommen verdeckt.

    Das Haus Nr. 24 datierte wohl in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Es hatte den Krieg zwar ohne große Schäden überstanden, wurde dennoch 1970 vollständig erneuert und als Hausmeisterwohnung ebenfalls in den Schulkomplex Beginenstraße einbezogen. Historische Fassadenteile des Vorgängers wurden wiederverwendet.

  • Spurensuche

    Beim Wiederaufbau der Nr. 18–22 wurden fehlende Blausteingewände mit Material aus dem städtischen Bauhof ergänzt (Obergeschoss rechts). Das Fenster im Giebel wurde verändert, sonst aber Wert auf eine möglichst originalgetreue Gestaltung gelegt, z. B. wurden fünf von ehemals sechs Ankereisen nachgearbeitet.

    Das Haus Nr. 24 ist ein für Aachen typisches Dreifensterhaus mit schlichter Fassade in Backstein und Blaustein. Beim Wiederaufbau wurden Position und Größe der Fenster geringfügig verändert und dem Nachbargebäude Nr. 26 angeglichen. Der Bereich unter dem Dach, Drempel genannt, ist hier etwas niedriger als in der historischen Fassade.

    Olaf Rohl

    Die starken Kriegsschäden des Hauses 18–22 konnten durch Materialergänzungen im Bereich der Blausteingewände aus dem städtischen Bauhof ausgeglichen werden.

  • Besonderheiten

    Wie bei fast allen Neubauprojekten mit translozierten Fassaden sind bei beiden Häusern die Vorgängerbauten vollständig bis auf Kellerbodenniveau abgetragen worden. Historische Reste der Vorgängerbauten sind somit meistens vollkommen verloren.

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Alle Denkmäler im Überblick

Translozierung

Die Methode der Translozierung war bereits in der Stadtplanung des 19. Jahrhunderts bekannt und beliebt. Durch sie konnte alter Baubestand gerettet und wiederverwendet werden. In Aachen wurde diese Methode auf besondere und umfangreiche Weise angewendet.

Mehr über Translozierung

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