Fischmarkt 1

Denkmal #25

Das Haus Fischmarkt 1 wurde zwischen 1950 und 1970 erbaut. Die Fassadeteile stammen aus dem Jahr 1656. Ein wichtiges Translozierungsdetail ist das Blausteinportal. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei ca. 314 Jahren.

Das Haus Fischmarkt 1 wurde zwischen 1950 und 1970 erbaut. Die Fassadeteile stammen aus dem Jahr 1656. Ein wichtiges Translozierungsdetail ist das Blausteinportal. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei ca. 314 Jahren.

Einleitung

Im Haus Fischmarkt 1, bekannt als „Rose am Dom“, wird seit Jahrhunderten Gastronomie betrieben. Das Gebäude wurde kurz nach dem großen Stadtbrand von 1656 als „Haus zur Rose“ errichtet und zeigt mit gliedernden Blausteinelementen (sog. Steinfachwerk), Kreuzstockfenstern und Schwebegiebel typische Merkmale dieser Zeit. Im Zweiten Weltkrieg wurde das bekannte Gebäude stark beschädigt.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von ca. 314 Jahren und ist bis zu 18 Kilometer gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus drei Epochen.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von ca. 314 Jahren und ist bis zu 18 Kilometer gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus drei Epochen.

  • Bewegte Geschichte

    Bereits in den 1950er Jahren machte man sich an den Wiederaufbau, schließlich galt es, ein bekanntes Alt-Aachener Haus in unmittelbarer Nähe zum Dom zu retten. Die Hauptfassade am Fischmarkt wurde unter Stadtkonservator Hans Königs in einen Zustand des 17. Jahrhunderts zurückversetzt und mit Blausteinelementen aus anderen Häusern ergänzt. Sein Nachfolger Leo Hugot ließ das Gebäude 1970 erneut überarbeiten: Diesmal wurde die Hauptfassade belassen und stattdessen der Rest des Gebäudes im historischen Gewand neu gebaut. Zum Spitzgässchen entstand eine Fassade mit Kreuzstockfenstern auf Bruchsteinsockel. Der Gebäudeteil zum Münsterplatz ist mit schiefergedecktem Mansarddach, Gauben mit Schneckenvoluten und Segmentbogenfenstern in den Formen des 18. Jahrhunderts erneuert worden.

  • Spurensuche

    Leo Hugot versah seinen Neubau außen und innen mit authentisch wirkenden Details wie Ankereisen, Balkendecken und Kamin. Zur Spitzgasse wurde ein modernes zweigeschossiges Glaselement ergänzt. Statt Blaustein wurde bei einigen Fenstern Beton verwendet. Die Erdgeschossfenster der Hauptfassade sind aus verschiedenen Teilen zusammengesetzt. Spur gefunden?

    Hier ist eine der weitesten „Wanderungen“ der Translozierungen im Aachener Modell zu sehen: Das Blausteinportal stammt aus der Burg Lürken in Eschweiler.

  • Besonderheiten

    Auch das Blausteinportal in der Spitzgasse ist nicht Teil des Originalgebäudes, sondern stammt von der Burg Lürken bei Eschweiler, die in den 1960er Jahren dem Braunkohletagebau weichen musste. Statt des eingeschossigen Gebäudes rechts neben der „Rose“ befanden sich hier bis zum Krieg mehrgeschossige Gebäude, die Straße war entsprechend eng.

Bildergalerie

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Alle Denkmäler im Überblick

Translozierung

Die Methode der Translozierung war bereits in der Stadtplanung des 19. Jahrhunderts bekannt und beliebt. Durch sie konnte alter Baubestand gerettet und wiederverwendet werden. In Aachen wurde diese Methode auf besondere und umfangreiche Weise angewendet.

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