Büchel 22–24

Denkmal #30

Das Haus Büchel 22–24 wurde 1972 erbaut. Die Fassadenteile stammen aus dem frühen 19. Jahrhundert. Wichtige Translozierungsdetails sind die Blausteinelemente. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei ca. 140–170 Jahren.

Das Haus Büchel 22–24 wurde 1972 erbaut. Die Fassadenteile stammen aus dem frühen 19. Jahrhundert. Wichtige Translozierungsdetails sind die Blausteinelemente. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei ca. 140–170 Jahren.

Einleitung

In unmittelbarer Nähe zum Hof, einem der schönsten Plätze in der Altstadt, befinden sich Thermalquellen, die bereits von den Römern mit einer Therme am Büchel genutzt wurden. Hier am Hof errichteten sie ein Forum. Die rekonstruierten Arkaden (Original im Landesmuseum Bonn) zeugen davon. Im Mittelalter bestanden das Blasiusspital und das Quirinusbad an der Südostseite des Hofes. Die Bombardierung im Zweiten Weltkrieg riss nun genau hier große Lücken – was also tun?

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von ca. 140–170 Jahren und ist ca. 50–70 Meter gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus zwei Epochen.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von ca. 140–170 Jahren und ist ca. 50–70 Meter gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus zwei Epochen.

  • Bewegte Geschichte

    Als die Stadt Aachen in den 1960er Jahren den Wiederaufbau des Bereichs Hof und Büchel plante, entschied man sich, die beschädigte Bausubstanz im Südosten vollständig abzutragen. Die Grundstücke 22 und 24 am Büchel wurden zusammengelegt und bis zum Hof vergrößert. Der Neubau, der 1972 unter Architekt Werner Schottstädt auf diesem Grundstück entstand, erhielt eine historisch wirkende, translozierte Fassade zum Hof.

  • Spurensuche

    Die Fassade zum Hof zeigt eine typisch Alt-Aachener Gestaltung mit Backsteinflächen und Blausteinelementen. Die Werksteine stammen wohl aus dem frühen 19. Jahrhundert und wurden vom abgetragenen Gebäude Büchel 22 in die neue Fassade zum Hof eingefügt. Deren Gestaltung passt sich damit den beiden benachbarten Gebäuden Hof Nr. 1 und 3 an, welche tatsächlich weitgehend historisch sind.

    Die Gestaltung der Fassade mit Backsteinflächen und Blausteinelementen gleicht sich den beiden benachbarten Gebäuden optisch an.

  • Besonderheiten

    Gerade dieser kleine, bedeutende Stadtraum am Hof sollte möglichst vom Straßenverkehr der Nachkriegszeit verschont bleiben und seinen historischen Charakter weitgehend behalten, während der benachbarte Büchel größtenteils modern bebaut wurde. Dies führte dazu, dass das neue Gebäude zum Hof eine „historische“ und zum Büchel eine moderne Fassade erhielt. Die historische Wirkung des Hofes war genau geplant und zu diesem Zweck modelliert.

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Alle Denkmäler im Überblick

Translozierung

Die Methode der Translozierung war bereits in der Stadtplanung des 19. Jahrhunderts bekannt und beliebt. Durch sie konnte alter Baubestand gerettet und wiederverwendet werden. In Aachen wurde diese Methode auf besondere und umfangreiche Weise angewendet.

Mehr über Translozierung

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