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Dialog der Religionen: Zeichen für ein friedliches Zusammenleben

Der Arbeitskreis Dialog der Religionen der Stadt Aachen setzt sich in seiner Arbeit für ein friedliches Miteinander über alle Religionsgrenzen hinweg ein. Hierbei nimmt der Arbeitskreis nicht nur Aachen in den Blick, sondern beobachtet auch die Entwicklungen weltweit. Angesichts einer globalen Zeit von großer Unruhe und Verunsicherung haben alle Mitglieder des Dialogs der Religionen in Aachen ein gemeinsames Statement verfasst, um sich für eine friedliche, gerechte und menschenwürdige Zukunft stark zu machen.

Am Mittwoch, 25. März, sind die Mitglieder im Aachener Rathaus zusammengekommen, wo sie von Oberbürgermeister Michael Ziemons empfangen wurden. „Der Dialog der Religionen ist ein tragendes Fundament unserer Stadtgesellschaft. Religion darf niemals missbraucht werden, um Hass, Gewalt oder Extremismus zu schüren. Dagegen wollen wir gemeinsam vorgehen. Unser Miteinander schafft Vertrauen, fördert gegenseitigen Respekt und ist unverzichtbar für ein friedliches Zusammenleben aller Menschen in Aachen“, sagte Ziemons.

Das Statement im Wortlaut:

Statement des Arbeitskreises Dialog der Religionen der Stadt Aachen zur aktuellen weltweiten Situation

 Die Welt befindet sich in einer Zeit großer Unruhe und Verunsicherung. Kriege, Gewalt, gesellschaftliche Spaltungen, soziale Ungerechtigkeit und der Verlust an Vertrauen in demokratische und humanitäre Werte prägen die Nachrichten und belasten das Zusammenleben der Menschen über Länder- und Religionsgrenzen hinweg.

Als Arbeitskreis Dialog der Religionen der Stadt Aachen bringen wir unsere tiefe Sorge über diese Entwicklungen zum Ausdruck. Zugleich bekräftigen wir unsere gemeinsame Überzeugung: Unabhängig von religiöser oder weltanschaulicher Zugehörigkeit sind Freiheit, Menschenwürde und das Recht auf ein Leben in Sicherheit und Frieden unantastbar. Sie bilden das Fundament jeder gerechten und zukunftsfähigen Gesellschaft.

Alle religiösen Traditionen, die im Dialog miteinander stehen, teilen zentrale Werte: die Achtung vor jedem Menschen, die Verantwortung füreinander, das Eintreten für soziale Gerechtigkeit sowie die Kraft von Liebe, Mitgefühl und Versöhnung. Diese Werte sind heute dringlicher denn je. Sie fordern uns auf, Ausgrenzung, Hass und Gewalt entschieden entgegenzutreten und stattdessen Verständigung, Solidarität und gegenseitige Wertschätzung zu stärken.

Gerade in Zeiten globaler Krisen kommt dem Dialog eine besondere Bedeutung zu. Frieden beginnt nicht abstrakt, sondern konkret – vor Ort, in unseren Städten, Nachbarschaften, Gemeinden und Begegnungen des Alltags. Auch hier in Aachen tragen wir Verantwortung für ein respektvolles und solidarisches Miteinander. Unterschiedliche religiöse und kulturelle Prägungen verstehen wir dabei nicht als Trennung, sondern als Bereicherung unseres gemeinsamen Lebens.

Der interreligiöse Dialog vor Ort kann Brücken bauen, Vorurteile abbauen und Vertrauen schaffen. Er lebt vom Zuhören, vom Respekt und von der Bereitschaft, Unterschiede zu respektieren. Diese Haltung ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine tägliche Aufgabe, der wir uns gemeinsam stellen müssen.

Wir rufen alle Menschen in unserer Stadt dazu auf, sich nicht von Angst, Resignation oder Gleichgültigkeit leiten zu lassen. Jede und jeder Einzelne kann im eigenen Umfeld zu einem Klima der Offenheit, der Nächstenliebe und der Gerechtigkeit beitragen. Kleine Schritte des menschlichen Miteinanders sind ein wirksames Zeichen gegen die Trostlosigkeit unserer Zeit.

Als Arbeitskreis Dialog der Religionen der Stadt Aachen stehen wir für Austausch, Verständigung und gemeinsames Engagement – hier vor Ort und in Verbundenheit mit der Welt – für eine friedliche, gerechte und menschenwürdige Zukunft.

Der Arbeitskreis Dialog der Religionen der Stadt Aachen 

Gemeinsames Zeichen für ein friedliches Zusammenleben. Oberbürgermeister Michael Ziemons empfängt Vertreterinnen und Vertreter des Arbeitskreises Dialog der Religionen der Stadt Aachen im Weißen Saal des Rathauses. 


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