Neubau Kita und Turnhallen Franzstraße 2026

Neubau unterirdische Einfeldturnhallen und 7-gruppige Kita

Aktuell: Leistungsphase 3 Entwurfsplanung

Im Zeitbalken der Projektphasen befindet sich dieses Projekt in der Bauplanung.
Rendering
© kadawittfeldarchitektur


Anlass und Ziel

Die ehemalige Schule wird abgerissen. Es entsteht ein CO₂-reduzierter Neubau unter Verwendung von ReUse-Materialien, u.a. werden die Ziegel des Bestandsgebäudes in der Fassade des Neubaus wiederverwendet. 

Eine DGNB-Gold-Zertifizierung wird angestrebt.  

Konzept und Entwurf

Nutzung und Baukörper
Der Entwurf sieht die Errichtung von zwei Einfeldturnhallen im Untergeschoss mit einer 7-gruppigen
Kita verteilt auf drei Obergeschosse vor. Das Erdgeschoss dient beiden Nutzungseinheiten als
Erschließungsebene.

Anpassung der Gebäudehöhen an die Umgebung und Belichtung der Sporthallen
© kadawittfeld Aachen 2026


Freiräume
Im Fokus steht die Schaffung vielfältiger, gut nutzbarer Außenflächen im Blockinneren mit starkem Grünbezug. Die unterirdisch angeordneten Einfeldturnhallen ermöglichen eine zusätzliche Spielfläche auf den Turnhallendächern, die ebenerdig an das erste Obergeschoss der Kita angebunden sind. So entstehen große Außenbereiche als Lern- und Spielangebot für die Kinder.

Gleichzeitig kompensieren die vielfältigen Grünflächen versiegelte Bereiche und beeinflussen das Mikroklima sowie die Biodiversität positiv.

Ein Garten für die Kinder auf den Dächern der Sporthallen
© kadawittfeld Aachen 2026


Nachhaltigkeit und ReUse von Materialien
Neben der angestrebten DGNB-Gold-Zertifizierung werden mit Blick auf die „Circular Economy“ möglichst viele Materialien aus dem Bestandsgebäude wiederverwendet. Hierfür sind u.a. die
Ziegelfassade, Glasbausteine, Fensterbänke, Waschbecken und Holzbeläge vorgesehen.


Weitere Informationen

  • Fassadenkonzept und ReUse der Bestandsklinker

    Konzept 
    Das Konzept sieht die weitgehende Wiederverwendung der Fassadenmaterialien des Bestandsgebäudes vor. Damit wird ein nachhaltiger und ökologisch verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen verfolgt.

    ReUse der Klinkersteine
    Die Klinkersteine der Bestandsfassaden werden nach dem Abbruch für die Riemchenfassade der neuen Baukörper wiederverwendet. Kleine Bruchstücke, Produkte des Abbruchs, können als Substrat in den Außenanlagen verwertet werden. 

    ReUse der Bestandsklinker für die neuen Fassaden
    © kadawittfeld Aachen 2026
    ReUse der Bestandsklinker für die neuen Fassaden

    CO₂-Einsparung
    Durch die Wiederverwendung der Klinkersteine lassen sich gegenüber der Herstellung neuer Verblender bis zu 95 % der CO₂-Emissionen einsparen.

    Zulassung
    Die aufbereiteten Produkte werden von einem unabhängigen Institut geprüft und erhalten anschließend die bauaufsichtliche Zulassung.

    Umsetzung Vorhangfassade 
    Die zu Flachverblendern geschnittenen Bestandsklinker werden in eine Unterkonstruktion aus recyceltem Aluminium eingeklinkt. Da die Montage ohne Verklebung erfolgt, ist das System zerstörungsfrei rückbaubar und ermöglicht die Wiederverwendung der Materialien – im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.

    ReUse: Die geschnittenen Bestandsklinker werden als Flachverblender auf die Unterkonstruktion der Vorhangfassaden "eingeklickt" 
    © kadawittfeld Aachen 2026
    ReUse: Die geschnittenen Bestandsklinker werden als Flachverblender auf die Unterkonstruktion der Vorhangfassaden "eingeklickt" 
    Geschnittene Steine aus der alten Fassade v. l. n. r.: Ungeschnitten horizontal, ungeschnitten vertikal, geschnitten horizontal, geschnitten vertikal
    © kadawittfeld Aachen 2026
    Geschnittene Steine aus der alten Fassade v. l. n. r.: Ungeschnitten horizontal, ungeschnitten vertikal, geschnitten horizontal, geschnitten vertikal



    Erscheinungsbild

    Die Fassade besteht aus einer Mischung aus vertikal und horizontal verlegten ReUse-Flachverblendern.

    Straßenansicht mit Fassadengrün
    © kadawittfeld Aachen 2026
    Straßenansicht mit Fassadengrün

    Weitere Materialien im Außenbereich fügen sich in die gewählte Farbpalette ein.
    So bleibt zudem das homogene, rote Klinkerbild des Straßenzugs auch nach Errichtung der neuen Baukörper erhalten.

    Ansicht Rückfassade
    © kadawittfeld Aachen 2026
    Ansicht Rückfassade
    Materialien v. l. n. r.: Faserzementplatten für die Fassade der Sporthallen, Holz-Alu-Fenster kupferbraun, Metallelemente kupferbraun, Stahltreppen kupferbraun
    © kadawittfeld Aachen 2026
    Materialien v. l. n. r.: Faserzementplatten für die Fassade der Turnhallen, Holz-Alu-Fenster kupferbraun, Metallelemente kupferbraun, Stahltreppen kupferbraun
  • Lageplan, Funktionsschema, Schnitt

    Lageplan
    © kadawittfeld Aachen 2026
    Lageplan Entwurf
    Funktionsschema Ebene Sporthallen (links) und Ebene Kita (rechts)
    © E26, Aachen
    Funktionsschema Ebene Turnhallen (links) und Ebene Kita (rechts)
    Schnitt durch die Sporthallen
    © kadawittfeld Aachen 2026
    Schnitt durch die Turnhallen und das Außengelände
  • Innenraumkonzept

    Farbkonzept
    Das Farbkonzept sieht gedeckte, von der Natur inspirierte Farbtöne vor. Kupferbraune Farbe setzt Akzente und schafft die Verbindung zwischen innen und außen. 

    Materialien
    Die Innenräume erhalten eine Kombination aus Holzoberflächen und Putz, teilweise Lehmputz, mit dem entsprechenden Farbanstrich, sowie Holzfenster und Holztüren. Die Böden werden mit Kautschuk in Naturtönen versehen. 

    Farb- und Materialkonzept für die Innenräume
    © kadawittfeld Aachen 2026


    Farbzuordnung
    Jedem Gruppenraum und der zugehörigen Garderobe wird einer der vier Haupttöne zugeordnet. Die Wände im Spielflur sind mit einer neutralen Off-White-Grundfarbe versehen. Treppenhäuser und Leitsystem stellen mit kupferbraunen Akzenten die Verbindung zu den Außen-Materialien her.

    Material-Image für das Farbkonzept
    © kadawittfeld Aachen 2026
  • Retention-Gründach – Regenwasser speichern und nutzen

    Das Retention-Gründach bildet das Herzstück des Regenwassermanagements auf dem Kita-Spieldach. Ein dauerhafter Wasseranstau von 4 cm stellt die Wasserversorgung der Pflanzen sicher. Insgesamt werden 32 % des Niederschlagswassers durch Verdunstung an die Umgebung zurückgegeben. Überschüssiges Wasser wird gedrosselt mit einer Abflussmenge von maximal 1,0 Liter pro Sekunde abgeleitet und entlastet so die Kanalisation. 

    Die Vorteile auf einen Blick:

    • Starkregenvorsorge: Verzögerter Abfluss reduziert Belastungsspitzen in der Kanalisation.
    • Kühlung: Verdunstung verbessert das Mikroklima und senkt die Umgebungstemperatur.
    • Biodiversität: Intensive Begrünung schafft Lebensräume für Pflanzen und Tiere.
    • Dachschutz: Die Begrünung schützt die Dachabdichtung vor UV-Strahlung und Witterungseinflüssen.
    • Wärmeschutz: Der zusätzliche Dachaufbau kann Temperaturschwankungen ausgleichen.

    Funktionsschema eines Retentionsdaches
    KI-generiert
    Funktionsschema eines Retentionsdaches
  • ReUse Basaltstufen und Holzboden im Gut Branderhof

    Die Basaltstufen wurden im Gut Branderhof als Treppenstufen, Fensterbänke und Kaminböden wieder eingebaut. 

    Ausgebaute Basaltstufen werden im Gut Branderhof als Fensterbänke oder Treppenstufen wieder eingebaut.
    © E26


    Auch das in der Franzstraße rückgebaute Parkett wurde im Gutshaus im Quartierswohnzimmer wieder verlegt. 

    Ausgebautes Parkett wirden im Gut Branderhof als Bodenbelag wiederverwendet.
    © E26

Planungsprozess

Förderung

Dieses PRojekt wird gefördert durch den Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur 2025 bis 2026
Die Landesregierung Nordrhein-Weatfalen
Dieses PRojekt wird gefördert durch den Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur 2025 bis 2026


Mehr zum Thema

Weitere Informationen zum Thema Wiederverwendung von Baumaterialien und zur Ressourcenschonung durch Zirkularität im Gebäudemanagement


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    1. Bildschirmlupe

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    2. Farben umkehren

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    Alt
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  • Bildschirmlupe

    Drücken sie folgende Tastenkombinationen, um die Bildschirmlupe zu verwenden:

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    ⌘command
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    Ansicht verkleinern

    –