Neubau Kita und Turnhallen Franzstraße 2026
Neubau unterirdische Einfeldturnhallen und 7-gruppige Kita
Aktuell: Leistungsphase 3 Entwurfsplanung

Aktuell: Leistungsphase 3 Entwurfsplanung


Die ehemalige Schule wird abgerissen. Es entsteht ein CO₂-reduzierter Neubau unter Verwendung von ReUse-Materialien, u.a. werden die Ziegel des Bestandsgebäudes in der Fassade des Neubaus wiederverwendet.
Eine DGNB-Gold-Zertifizierung wird angestrebt.
Nutzung und Baukörper
Der Entwurf sieht die Errichtung von zwei Einfeldturnhallen im Untergeschoss mit einer 7-gruppigen
Kita verteilt auf drei Obergeschosse vor. Das Erdgeschoss dient beiden Nutzungseinheiten als
Erschließungsebene.

Freiräume
Im Fokus steht die Schaffung vielfältiger, gut nutzbarer Außenflächen im Blockinneren mit starkem Grünbezug. Die unterirdisch angeordneten Einfeldturnhallen ermöglichen eine zusätzliche Spielfläche auf den Turnhallendächern, die ebenerdig an das erste Obergeschoss der Kita angebunden sind. So entstehen große Außenbereiche als Lern- und Spielangebot für die Kinder.
Gleichzeitig kompensieren die vielfältigen Grünflächen versiegelte Bereiche und beeinflussen das Mikroklima sowie die Biodiversität positiv.

Nachhaltigkeit und ReUse von Materialien
Neben der angestrebten DGNB-Gold-Zertifizierung werden mit Blick auf die „Circular Economy“ möglichst viele Materialien aus dem Bestandsgebäude wiederverwendet. Hierfür sind u.a. die
Ziegelfassade, Glasbausteine, Fensterbänke, Waschbecken und Holzbeläge vorgesehen.
Konzept
Das Konzept sieht die weitgehende Wiederverwendung der Fassadenmaterialien des Bestandsgebäudes vor. Damit wird ein nachhaltiger und ökologisch verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen verfolgt.
ReUse der Klinkersteine
Die Klinkersteine der Bestandsfassaden werden nach dem Abbruch für die Riemchenfassade der neuen Baukörper wiederverwendet. Kleine Bruchstücke, Produkte des Abbruchs, können als Substrat in den Außenanlagen verwertet werden.

CO₂-Einsparung
Durch die Wiederverwendung der Klinkersteine lassen sich gegenüber der Herstellung neuer Verblender bis zu 95 % der CO₂-Emissionen einsparen.
Zulassung
Die aufbereiteten Produkte werden von einem unabhängigen Institut geprüft und erhalten anschließend die bauaufsichtliche Zulassung.
Umsetzung Vorhangfassade
Die zu Flachverblendern geschnittenen Bestandsklinker werden in eine Unterkonstruktion aus recyceltem Aluminium eingeklinkt. Da die Montage ohne Verklebung erfolgt, ist das System zerstörungsfrei rückbaubar und ermöglicht die Wiederverwendung der Materialien – im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.


Erscheinungsbild
Die Fassade besteht aus einer Mischung aus vertikal und horizontal verlegten ReUse-Flachverblendern.

Weitere Materialien im Außenbereich fügen sich in die gewählte Farbpalette ein.
So bleibt zudem das homogene, rote Klinkerbild des Straßenzugs auch nach Errichtung der neuen Baukörper erhalten.





Farbkonzept
Das Farbkonzept sieht gedeckte, von der Natur inspirierte Farbtöne vor. Kupferbraune Farbe setzt Akzente und schafft die Verbindung zwischen innen und außen.
Materialien
Die Innenräume erhalten eine Kombination aus Holzoberflächen und Putz, teilweise Lehmputz, mit dem entsprechenden Farbanstrich, sowie Holzfenster und Holztüren. Die Böden werden mit Kautschuk in Naturtönen versehen.

Farbzuordnung
Jedem Gruppenraum und der zugehörigen Garderobe wird einer der vier Haupttöne zugeordnet. Die Wände im Spielflur sind mit einer neutralen Off-White-Grundfarbe versehen. Treppenhäuser und Leitsystem stellen mit kupferbraunen Akzenten die Verbindung zu den Außen-Materialien her.

Das Retention-Gründach bildet das Herzstück des Regenwassermanagements auf dem Kita-Spieldach. Ein dauerhafter Wasseranstau von 4 cm stellt die Wasserversorgung der Pflanzen sicher. Insgesamt werden 32 % des Niederschlagswassers durch Verdunstung an die Umgebung zurückgegeben. Überschüssiges Wasser wird gedrosselt mit einer Abflussmenge von maximal 1,0 Liter pro Sekunde abgeleitet und entlastet so die Kanalisation.
Die Vorteile auf einen Blick:

Die Basaltstufen wurden im Gut Branderhof als Treppenstufen, Fensterbänke und Kaminböden wieder eingebaut.

Auch das in der Franzstraße rückgebaute Parkett wurde im Gutshaus im Quartierswohnzimmer wieder verlegt.











Weitere Informationen zum Thema Wiederverwendung von Baumaterialien und zur Ressourcenschonung durch Zirkularität im Gebäudemanagement