Augustinergasse 4–6

Denkmal #11

Das Haus Augustinergasse 4–6 wurde 1975 erbaut. Die Fassadenteile stammen aus den 1830er und 1840er Jahren. Wichtige Translozierungsdetails sind die Pilaster. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei ca. 130–145 Jahren.

Das Haus Augustinergasse 4–6 wurde 1975 erbaut. Die Fassadenteile stammen aus den 1830er und 1840er Jahren. Wichtige Translozierungsdetails sind die Pilaster. Der Zeitreisefaktor des Denkmals liegt bei ca. 130–145 Jahren.

Einleitung

Das Haus Augustinergasse 4–6 wirkt wie ein typisch klassizistisches Bauwerk, das seit jeher diese prominente Stelle in der Aachener Altstadt ziert. Doch seine Geschichte ist weitaus spannender: Errichtet wurde das Gebäude tatsächlich erst im Jahr 1975.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von ca. 130–145 Jahren und ist ca. 320 Meter gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus zwei Epochen.

Zeitreise

Das Denkmal hat einen Zeitreisefaktor von ca. 130–145 Jahren und ist ca. 320 Meter gewandert. Seine Gestaltung beinhaltet Merkmale aus zwei Epochen.

  • Bewegte Geschichte

    Die Hauptfassade stammt ursprünglich vom früheren Haus Templergraben 79, das vermutlich in den 1830er oder 1840er Jahren unter Leitung des bekannten Brüsseler Architekten Jean-Pierre Cluysenaar entstand. Dieses musste 1961 dem Neubau der Hochschulbibliothek der RWTH weichen. Die bereits damals als schützenswert eingestufte Fassade wurde daraufhin vorsichtig demontiert und eingelagert. Ihren neuen Einsatz fand sie schließlich am neugestalteten Augustinerplatz. Hier ist sie prominent zum offenen Platz ausgerichtet.

  • Spurensuche

    Genau hinschauen lohnt sich: Ganz ohne Veränderungen ließ sich die Fassade nicht integrieren. Im Original befand sich im Erdgeschoss eine Durchfahrt auf der linken und ein Fenster auf der rechten Seite. Beide Öffnungen wichen einer Tür sowie einem zweiten Fenster. Auch der Sockelbereich und die Verkleidung erhielten eine neue Ausführung. So entstand eine weitgehend originalgetreue Rekonstruktion, ergänzt um funktionale Anpassungen.

    Die historische Fassade wurde möglichst effektvoll zur Platzanlage hervorgehoben, um zu beweisen, dass sich alte und neue Bauelemente harmonisch miteinander kombinieren lassen.

  • Besonderheiten

    Für die räumliche Wirkung des neuen Augustinerplatzes spielt das Haus Augustinergasse 4–6 eine prägende Rolle. Die markante, translozierte Fassade bildet einen reizvollen Kontrast zu den zeitgenössisch gestalteten Rückseiten der umliegenden Gebäude. Insbesondere im Zuge der großflächigen Sanierungen der Aachener Innenstadt in den 1970er Jahren steht das Haus somit exemplarisch für den Wiederaufbau und gilt als bedeutendes Zeugnis der Aachener Stadtentwicklung.

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