Heiße Thermalquellen und kalte Bäche haben Aachen seit Jahrhunderten geprägt. Sie waren die Grundlage für Handwerk, Gewerbe, Industrie und den berühmten Bädertourismus. Bis heute gehört das Wasser zur Identität Aachens. Die meisten Bäche verlaufen inzwischen unterirdisch und sind im Stadtbild nicht mehr zu sehen. Deshalb setzt sich die Stadt Aachen seit vielen Jahren dafür ein, diese Gewässer nach Möglichkeit wieder sichtbar und erlebbar zu machen. Dieses Ziel ist unter anderem im Innenstadtkonzept 2022 (ISK 2022) und im Masterplan Aachen*2030 festgehalten.
Ein gelungenes Beispiel ist der Johannisbach am Lindenplatz. Der offene Bachlauf zeigt, wie Wasser öffentliche Plätze attraktiver machen kann. Es schafft eine angenehme Atmosphäre, lädt zum Verweilen ein und hilft gleichzeitig dabei, die Stadt besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen.
Auch im Bereich Klappergasse und Rennbahn wird dieses Konzept umgesetzt. Im Zuge der geplanten Umgestaltung soll dort in den kommenden zwei Jahren ein Abschnitt der Pau als offenes Bachwasser in den Stadtraum zurückkehren. Damit entsteht ein weiterer Ort, der Stadtgestaltung, Klimaanpassung und den erlebbaren Umgang mit Wasser miteinander verbindet.

Klappergasse und Rennbahn
Im Bereich Klappergasse und Rennbahn soll ein historischer Wasserlauf als offenes Gerinne wieder in den Stadtraum zurückkehren und die Geschichte des Paubachs sichtbar machen. Das Projekt greift die historische Bedeutung des Gewässers für die mittelalterliche Trink- und Brauchwasserversorgung sowie den Betrieb der ehemaligen Mühlen auf und macht diesen Teil der Stadtgeschichte wieder erlebbar. Gleichzeitig werden die beiden Platzbereiche gestalterisch neu geordnet und in ihrer historischen Struktur besser lesbar gemacht.

Machbarkeitsstudie „Aachener Bäche sichtbar und erlebbar machen“
Die Machbarkeitsstudie „Aachener Bäche sichtbar und erlebbar machen“ aus dem Jahr 2018 zeigt, an welchen Stellen die heute unterirdisch verlaufenden Bäche wieder an die Oberfläche geholt werden können und wie dies umgesetzt werden kann.

Machbarkeitsstudie „Burtscheid. Wasser sichtbar machen“
Im Rahmen des Perspektivplans zum Kurstandort Burtscheid ist auch für Burtscheid eine Studie zur Sichtbarmachung von (Thermal-)Wasser erarbeitet worden. Für zentral gelegene Straßen- und Grünräume sind die hydraulisch-wassertechnischen Möglichkeiten untersucht worden und erste Entwurfsideen entstande.

Der Johannisbach am Lindenplatz
Ein gelungenes Beispiel ist der Johannisbach am Lindenplatz. Der offene Bachlauf zeigt, wie Wasser öffentliche Plätze attraktiver machen kann. Es schafft eine angenehme Atmosphäre, lädt zum Verweilen ein und hilft gleichzeitig dabei, die Stadt besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen.
Bürgerschaftliches Engagement
Viele Menschen in Aachen wünschen sich, dass die Aachener Bäche wieder sichtbar werden und das Thermalwasser im Stadtbild stärker erlebbar ist.
Das große Engagement zeigt sich unter anderem in der aktiven Beteiligung vieler Bürgerinnen und Bürger an Planungsprozessen. Darüber hinaus setzen sich zwei Initiativen seit Jahren für die Aachener Gewässer ein: die Initiative „Aachener Bäche ans Licht“ sowie die Initiative rund um das Thermalwasser innerhalb der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen. Beide bringen ihre Ideen und Projekte kontinuierlich in die Stadtentwicklung ein. Ein Beispiel ist das Projekt „WärmKomp“ im Burtscheider Kurgarten, das im vergangenen Jahr das Thermalwasser auf besondere Weise erlebbar gemacht hat.
Die Stadt Aachen steht bei allen Planungen rund um die Aachener Bäche und das Thermalwasser in regelmäßigem Austausch mit beiden Initiativen. So können Erfahrungen, Ideen und Anregungen frühzeitig in die Planungen einfließen.