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Neue Kooperationsvereinbarung: Stadt Aachen und RWTH stärken gemeinsam den Wissenschafts- und Innovationsstandort

  • Die neue Kooperationsvereinbarung schafft den strategischen Rahmen für die weitere Zusammenarbeit zwischen Stadt und Hochschule.
  • Die Zusammenarbeit reicht vom Wissens- und Technologietransfer über Gründungsförderung und Fachkräftesicherung bis zur nachhaltigen Stadt- und Campusentwicklung.
  • Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und RWTH hat eine lange Tradition: 1996 wurde sie erstmals in einer Kooperationsvereinbarung festgeschrieben.


Die Stadt Aachen und die RWTH Aachen University geben ihrer langjährigen Zusammenarbeit ein neues Fundament. Mit einer neuen Kooperationsvereinbarung bekräftigen beide Partnerinnen ihren Schulterschluss für die weitere Entwicklung Aachens als Wissenschafts- und Innovationsstandort.

Fünf Handlungsfelder der Zusammenarbeit
Im Mittelpunkt stehen fünf gemeinsame Handlungsfelder: die Weiterentwicklung Aachens als Wissenschaftsstadt mit Wissens- und Technologietransfer als gemeinsamem Markenkern, Nachhaltigkeit und Transformation, die Attraktivität Aachens als Arbeits- und Lebensort, die gemeinsame Standortentwicklung sowie die stärkere Verbindung von Wissenschaft, Leben und Kultur.

„Aachen hat mit der RWTH einen einzigartigen Motor für Innovation und Zukunft. Diesen Motor wollen wir gemeinsam noch stärker für unsere Stadt nutzen. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen wissenschaftliche Exzellenz in neue Unternehmen, gute Arbeitsplätze und nachhaltige Wertschöpfung übersetzen und Aachen als Innovationsstandort international weiter nach vorne bringen. Dafür müssen wir effizient zusammenarbeiten, Flächen entwickeln, Talente gewinnen und gute Rahmenbedingungen schaffen. Mit dieser Vereinbarung geben wir dieser Zusammenarbeit eine klare strategische Richtung“, sagt Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons zur neuen Kooperationsvereinbarung.

Das unterstützt Univ.-Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. mult. Ulrich Rüdiger, Rektor der RWTH Aachen: „Wir wollen an übergeordnete innovations- und transformationspolitische Zielsetzungen anknüpfen und strategisch bedeutsame Projektentwicklungen künftig noch intensiver gemeinsam identifizieren, vorbereiten und vorantreiben. Damit sollen wissenschaftliche Exzellenz stärker in wirtschaftliche Wertschöpfung übersetzt, der regionale Strukturwandel unterstützt und die internationale Sichtbarkeit Aachens als Standort für Innovationen, Technologien mit Lösungen „made in Aachen“ erhöht werden.“

Von Spitzenforschung bis Stadtentwicklung
Die Zusammenarbeit reicht vom Wissens- und Technologietransfer über Gründungsförderung und Fachkräftesicherung bis zur nachhaltigen Stadt- und Campusentwicklung. Gerade in Zukunftsfeldern wie Künstlicher Intelligenz, Robotik, Quantencomputing, Bioökonomie und Raumfahrt verfügt Aachen über herausragende Kompetenzen. Stadt und RWTH wollen gemeinsam dazu beitragen, diese Stärke noch klarer in Innovation, Unternehmensentwicklung und Wertschöpfung am Standort zu übersetzen.

Thomas Hissel, Beigeordneter für Wohnen, Soziales und Wirtschaft erklärt: „Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, die enorme wissenschaftliche Kompetenz in Aachen noch stärker in Wirkung zu übersetzen. Wir wollen den Transfer in Unternehmen und Gründungen stärken und zugleich Wissenschaft und Innovation für die Menschen am Wissenschafts- und Innovationsstandort sichtbar und zugänglich machen. Mit dem KRAFTWERK schaffen wir als Stadt beispielsweise einen Ort, an dem Innovationsgeist und Unternehmertum zusammenkommen und neue Ideen wachsen können.“

„Die Qualität Aachens als Lebens- und Arbeitsort ist für uns ein wichtiger Faktor, wenn es darum geht, Studierende, Wissenschaftler*innen sowie Mitarbeitende zu gewinnen und zu halten. Dazu gehören unter anderem ein attraktives kulturelles Angebot, bezahlbarer Wohnraum, familienfreundliche Strukturen und eine internationale Willkommenskultur. Eine enge und abgestimmte Zusammenarbeit zwischen RWTH und Stadt ist daher für die zukünftige Entwicklung der Hochschule wie auch der Stadt von großer Bedeutung“, ergänzt Thomas Trännapp, Kanzler der RWTH Aachen.

Konkrete gemeinsame Vorhaben zeigen bereits heute, wie diese Zusammenarbeit wirkt. Mit dem Campus West entsteht ein Ort, an dem Wissenschaft und Innovation Raum zur Entfaltung erhält. Mit der Entwicklung des Bushofquartiers soll in Aachen mit dem KRAFTWERK ein Gründungsleuchtturm entstehen, der Innovationsgeist und Unternehmertum fördert.

Auch in der Wissenschaftskommunikation arbeiten Stadt und RWTH eng zusammen: Gemeinsam wollen sie Forschung und technologische Entwicklungen stärker in der Stadt sichtbar machen, den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern fördern und zeigen, wie Wissenschaft zur Gestaltung der Zukunft Aachens beiträgt.

Die Kooperationsvereinbarung ist dabei als lebendiger Rahmen angelegt. Die gemeinsamen Handlungsfelder und Maßnahmen werden kontinuierlich weiterentwickelt und an neue Herausforderungen und Chancen für den Wissenschafts- und Innovationsstandort Aachen angepasst.

Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und RWTH hat eine lange Tradition: 1996 wurde sie erstmals in einer Kooperationsvereinbarung festgeschrieben und 2004 weiter vertieft. Die neue Vereinbarung knüpft daran an und richtet die Partnerschaft auf die Herausforderungen und Chancen der kommenden Jahre aus.

Schulterschluss für die weitere Entwicklung Aachens als Wissenschafts- und Innovationsstandort: (v.l.) Oberbürgermeister Michael Ziemons, Thomas Trännapp, Kanzler der RWTH Aachen, Thomas Hissel, Beigeordneter für Wohnen, Soziales und Wirtschaft, und der Rektor der RWTH Aachen, Professor Ulrich Rüdiger, haben eine neue Kooperationsvereinbarung zwischen Stadt und Hochschule unterzeichnet. 


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