Baumkataster ab jetzt öffentlich zugänglich
- Die Stammdaten der städtischen Bäume sind im Geoportal der Stadt Aachen einsehbar.
- Damit haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich über die Bäume in der Stadt Aachen umfänglich zu informieren.
- Aufbereitet wurden die vom Stadtbetrieb erfassten Daten vom städtischen Fachbereich Geoinformation und Bodenordnung.
Mehr als acht Jahre Arbeit stecken hinter der Erstaufnahme von Aachens Stadtbäumen in das Baumkataster. Die beachtliche Zahl am Ende: 125.014 Stadtbäume und damit deutlich mehr, von denen die Expertinnen und Experten ursprünglich ausgegangen waren. Dargestellt im Baumkataster sind die Daten nun auch in Teilen für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Geoportal der Stadt Aachen können Bürgerinnen und Bürger sich mit den öffentlichen Bäumen beschäftigen. Die Stammdaten zur Gattung, Größe, Kronen- und Stammdurchmesser sind für jeden Baum hinterlegt.
„Das, was die Kolleginnen und Kollegen hier erarbeitet haben, ist etwas sehr Besonderes“, betonte Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons. „125.000 Bäume einzeln zu begutachten und zu bewerten, ist eine enorme Zahl und eine herausragende Leistung.“ Dass davon die Bürgerinnen und Bürger nun in einer zusätzlichen Form profitieren, sei ein weiterer Gewinn.
Denn die erfassten Informationen lassen sich in vielfältiger Weise evaluieren. Heiko Thomas, Beigeordneter für Klima und Umwelt, Stadtbetrieb und Gebäude, verwies in dem Zusammenhang auf die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur. Darin ist festgelegt, dass städtische Ökosysteme auf nationaler Ebene bis 2030 keinen Nettoverlust an städtischer Grünfläche und Baumüberschirmung erleiden dürfen und danach weiterwachsen sollen. „Das Baumkataster ist für uns ein wichtiges Instrument, um diesen Prozess zu betreuen.“
Die Besonderheit des Aachener Baumkatasters liegt unter anderem in der Bündelung der Thematik beim Team Baumunterhaltung des Aachener Stadtbetriebs. Unabhängig von den Liegenschaften: Ob Spiel- und Sportplätze, Friedhöfe, Parkanlagen, Straßenzüge, Gebäudegrün, Kitas und Schulen – alle Stadtbäume sind zentral erfasst. „Das vereinfacht Prozesse und schafft Synergien“, sagte Andreas Schulz, Leiter der Baumunterhaltung des Stadtbetriebs.
Zusammengetragen und in das Geoportal der Stadt Aachen eingepflegt wurden die Informationen vom städtischen Fachbereich Geoinformation und Bodenordnung – einem sonst eher unsichtbaren Fachbereich, wie Frauke Burgdorff, Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Mobilität, hervorhob. „Die Kolleginnen und Kollegen haben unter anderem die Aufgabe, urbane Daten zu sammeln und für viele nützlich darzustellen. Wir sind sehr froh, dass nun auch der Eigenbetrieb in unser Datensystem eingestiegen ist. Denn der Stadtbetrieb kommt am meisten in unserer Stadt rum.“ Von der Veröffentlichung der Daten profitiert auch die Wissenschaft: Regelmäßig erreichen den städtischen Fachbereich Geoinformation und Bodenordnung teils bundesweite Anfragen, die nun kurzzeitig beantwortet werden können.
Neben den, jetzt auch öffentlichen Stammdaten haben die Baumkontrolleurinnen und -kontrolleure auch Informationen zum Zustand der Bäume aufgenommen. Darin sind der Baumzustand wie die Beschaffenheit von Baumkrone, Stamm, Rinde, Wurzelwerk und Baumumfeld notiert. Dazu kommen dann mögliche Krankheiten, Wunden, Pilzbefall, Standfestigkeit und weitere Hinweise über den Gesundheitszustand des Baums. In einem dritten Bereich werden mögliche, erforderliche Maßnahmen aufgeführt. „All diese Informationen werden heute schnell und übersichtlich am mobilen Endgerät ins Programm eingegeben und sind sofort für alle abrufbar. Dadurch können wir auch direkt im Baumkataster Arbeitsaufträge an die Baumpflege weitergeben und Langzeitmaßnahmen bestimmen.“
Das Geoportal im Internet: www.geoportal.aachen.de
Weitere Informationen zur Baumunterhaltung: www.aachen.de/baumunterhaltung
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