Gemeinsam für bessere Chancen im Arbeitsmarkt
Wie können zugewanderte Menschen schneller und nachhaltiger in Arbeit oder in Ausbildung kommen? Und welche Beratungsstrukturen und passende Angebote gibt es dafür in Aachen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Veranstaltung „Arbeitsmarktintegration im Fokus – Vernetzung für Beratung und Förderung“ auf Einladung des Arbeitskreises Arbeitsmarkt der Stadt Aachen Anfang März in der Nadelfabrik. Im Fokus des neuen Formats für Fachkräfte aus der Verwaltung, den Kammern und Bildungseinrichtungen standen Informationstransfer, persönlicher Austausch und stärkere Vernetzung vor Ort.
Nach der Begrüßung durch Iris Kreutzer vom Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration der Stadt Aachen gab Astrid Brokmann, Bereichsleiterin der Agentur für Arbeit Aachen-Düren, einen Impuls zum Fachkräftebedarf auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Dabei wurde deutlich, dass Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bereits heute einen wichtigen Beitrag zum deutschen Arbeitsmarkt leisten. Sie haben das Negativsaldo in der Bevölkerungsentwicklung ausgeglichen und maßgeblich zum Beschäftigungswachstum beigetragen. Inzwischen sind rund 16 Prozent der Beschäftigten in Deutschland Migrantinnen und Migranten. In vielen Branchen sind sie längst unverzichtbar, etwa in der Pflege, im Gesundheitswesen, im Handwerk oder in der Gebäudereinigung.
Eine wichtige Erkenntnis des Vormittags: Erfolgreiche Arbeitsmarktintegration braucht mehr als nur offene Stellen. Schnellere Verfahren, weniger bürokratische Hürden, mehr Tempo bei Anerkennungsprozessen und vor allem eine verlässliche Begleitung der Menschen vom Ankommen bis zur nachhaltigen Beschäftigung spielen eine zentrale Rolle. Ebenso wichtig sind aber auch funktionierende Netzwerke zwischen den beteiligten Institutionen und genau hier setzte die Veranstaltung an.
Im weiteren Verlauf präsentierten verschiedene Einrichtungen ihre Angebote und stellten ihre Rolle im Beratungsprozess vor. Mit dabei waren unter anderem die Anerkennungsberatung der Stadt und StädteRegion Aachen, die Ausländerbehörde und das Jobcenter der StädteRegion Aachen, die Agentur für Arbeit Aachen-Düren, die Handwerkskammer sowie die Industrie- und Handelskammer Aachen, die Volkshochschule Aachen, die Schuldnerberatung sowie das Café Zuflucht. Zudem stellten sich das Kommunale Integrationsmanagement (KIM) sowie das Kompetenzzentrum Integration und Arbeit (KIA) vor.
Beim anschließenden „Markt der Möglichkeiten“ kamen die Teilnehmenden ins Gespräch, tauschten Erfahrungen aus und knüpften neue Kontakte. Dabei standen bewusst die Beraterinnen und Berater aus den verschiedenen Einrichtungen und ihre Perspektiven, ihre Fragen und ihre Erfahrungen aus der täglichen Arbeit im Mittelpunkt. Das einhellige Fazit lautet: Gute Arbeitsmarktintegration gelingt vor allem dann, wenn die verschiedenen Akteure eng zusammenarbeiten, ihre Angebote sichtbar machen und miteinander verzahnen.
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