ISEK Aachen Forst: Neuer Bücherschrank am Begegnungszentrum
Endlich neues Futter für alle Leseratten und ein neuer Ort der Begegnung in Aachen-Forst: ein neuer Bücherschrank und eine ganz besondere Sitzbank stehen jetzt zwischen dem Begegnungszentrum Forst und der evangelischen Auferstehungskirche, unmittelbar neben dem inklusiven Quartiersgarten. In direkter Nachbarschaft liegt die Lebenshilfe. Hier sollen Nachbarn zusammenkommen können.
Inklusion spielt in dieser Nachbarschaft eine zentrale Rolle. Deshalb unterscheidet sich der Bücherschrank bewusst von vielen herkömmlichen öffentlichen Bücherschränken. Statt eines hochformatigen Aufbaus mit oft schwer zu bedienenden, stark gefederten Türen wurde er quer angelegt und mit leichtgängigen Schiebetüren ausgestattet. Dadurch können auch Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer die Bücher selbstständig erreichen und nutzen. Der Schrank ist ein Unikat und wurde von den Akteuren selbst geplant. Der Schrank wurde im Rahmen des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzeptes (ISEK) Aachen-Forst aus Mitteln des Verfügungsfonds finanziert, die Patenschaft übernimmt ein Ehrenamtler des Begegnungszentrums.
Ergänzt wird der Bücherschrank durch eine besondere Bank aus dem Projekt „Kein Platz für Ausgrenzung“ der Lebenshilfe Heinsberg. Die Bank wurde in der Schreinerei der DeinWerk gGmbH gefertigt, einer Werkstatt für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in Trägerschaft der Lebenshilfe Heinsberg. Ihr auffälliges Design vermittelt eine klare Botschaft: Die rechte Sitzfläche fehlt bewusst. Auf der Rückenlehne ist der Schriftzug „Kein Platz für Ausgrenzung“ eingefräst, die verbleibende Sitzfläche trägt die Aufschrift „Zusammen in Forst“. Diese Bank wurde vom städtischen Stadtteilfonds bezahlt, es werden noch 3 weitere Bänke im Stadtteil aufgestellt.
Beide Projekte stehen für ein gemeinsames Ziel: ein Stadtviertel, in dem Menschen unabhängig von Alter, Herkunft, Behinderung oder Lebenssituation zusammenkommen und teilhaben können. Der neue Platz an der Auferstehungskirche soll ein sichtbares Zeichen für Offenheit, Inklusion und nachbarschaftliches Miteinander setzen.
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