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„Kunst im Viertel“: Ausstellung und Workshop zum (Zwischen-)Abschluss

Ihre Kunstwerke prägen schon jetzt das gesamte Stadtviertel: Die Wände des inklusiven „Dschungelspielplatzes“ Beverstraße, der Eingangsbereich des „Drachenspielplatzes“ an der Sigmundstraße, Strom- und Verteilerkästen im Viertel, die Mülleimer des Viertelkiosks, farbenfrohe Gestaltungselemente auf dem Vorplatz des DEPOT Talstraße oder die Rollladen des „Josefa:Eck“ der Pfarrgemeinde St. Josef sind nur einige Beispiele für die großartigen Ideen des Projekts „Kunst im Viertel“. Zum großen Abschluss konnten die Schülerinnen und Schüler der drei Schulen des Schulverbands Aachen-Ost, die das Projekt von März 2025 bis Februar 2026 mit Leben gefüllt haben, auf der Piazza des DEPOT jetzt noch einmal ihre Kunstwerke präsentieren und selber einen kreativen Workshop mit interessierten Besucherinnen und Besuchern leiten. „‚Kunst im Viertel‘ ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie die Verbindung von Schulsozialarbeit und Kultur dazu beitragen kann, dass junge Menschen ihre Talente entdecken und entwickeln und darüber hinaus mit ihrer Kunst ihren Sozialraum noch liebenswerter machen“, zeigte sich Heinrich Brötz, Beigeordneter der Stadt für Bildung, Jugend und Kultur, beim Besuch der Abschlussveranstaltung begeistert. Insgesamt war es bereits die dritte Phase des Projekts, das nun bereits drei Jahre läuft.

Eingeladen waren die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal der Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße, der Hugo-Junkers-Realschule und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums im Schulverband Aachen-Ost und die Menschen des Viertels. Die jungen Menschen der verschiedenen Schulformen arbeiten bei „Kunst im Viertel“ Hand in Hand zusammen. „Die einzelnen Schulen spielen untereinander für die Jugendlichen keine Rolle. Sie sind alle super fleißig und es sind schulübergreifend neue Freundschaften entstanden“, berichtet Jan Bernhardt, Schulsozialarbeiter des Fachbereich Jugend und Schule und zuständig für das Kunstprojekt. Er hatte auch gute Nachrichten: Es geht noch mindestens ein Jahr weiter mit dem großartigen Projekt.

Das Projekt „Kunst im Viertel“

Mehr als 2.000 Kinder und Jugendliche aus über 20 Nationen besuchen die weiterführenden Schulen im Schulverband Aachen-Ost. Ein großer Anteil von ihnen lebt in sozial benachteiligten Familien. Die Teilhabe an Kunst, Kultur und Sport gelingt häufig nur durch das Engagement von den Schulen oder Offenen Türen (OTs). Viele Kinder und Jugendliche entziehen sich immer mehr dem gesellschaftlichen Leben. Sozialräume wie Schule, Spielplatz, Park, OT, Straße, Vereine verlagern sich immer häufiger in die sozialen Netzwerke. Hier setzt „Kunst im Viertel“ an: Im Rahmen von Schulsozialarbeit mit Umfeldarbeit des Fachbereichs Jugend und Schule findet unter Leitung Jan Bernhardts seit 2023 das kunst- und kulturpädagogische Projekt statt. „Gerade etwas künstlerisch Sichtbares im eigenen Sozialraum schaffen zu dürfen, und das in einem Lebensumfeld, in dem kulturelle Teilhabe nicht selbstverständlich ermöglicht wird, eröffnet den Kindern und Jugendlichen mit Hilfe der künstlerischen Elemente neue Zugänge zu Ausdruck und Selbstwirksamkeit, die ihr Umfeld allein oft nicht bieten können“, beschreibt Tobias Grundmann, Leiter des städtischen Fachbereichs Jugend und Schule, die Wichtigkeit solcher Projekte.

Die Kunst im Straßenraum schafft Anknüpfungspunkte im Viertel für Kinder und Jugendliche, die dadurch nicht nur besser in die Schulgemeinschaft integriert werden, sondern auch Menschen und Mitarbeitende verschiedener Institutionen des Viertel kennen lernen, was zu einem freundlichen und respektvollen Umgang miteinander führt.

Wie geht es weiter?

In Zukunft stehen noch weitere Projekte an. So sollen weitere Spielplätze des Viertels durch Motive der Schülerinnen und Schüler der „Kunst im Viertel“-Gruppe verschönert werden. Der Platz der Kinderrechte wird mit einer großen Mosaik-Aktion, die in Kooperation mit dem Abenteuerspielplatz „Kirschbäumchen“ durchgeführt wird, aufgewertet. Außerdem dürfen die Jugendlichen weitere Stromkästen gestalten.

Erwachsene im Viertel spenden für das Projekt weiterhin Leinwände, Gartenmöbel, Holz und andere Materialien. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten die Spenden auf und lackieren diese, so dass die Möbel für Schul- und Stadtteilfeste in Zukunft kostenlos ausleihbar sind. Es sind ab März 2026 auch Kunst im Viertel Workshops am Nachmittag geplant, die in Kooperation mit der OT-Talstraße stattfinden. Marco Engels, Teamleitung „Schulsozialarbeit“ der Stadt Aachen, ist begeistert über das Engagement, dass auf das gesamte Viertel übergegriffen hat: „Die künstlerischen Projekte der Kinder und Jugendlichen wirken über die Teilnehmenden hinaus: Sie verschönern den gesamten Sozialraum, stärken die Identifikation mit dem eigenen Lebensumfeld und schaffen sichtbare Zeichen von Gemeinschaft, auf die alle stolz sein können.“

Sind begeistert von den Ergebnissen (v.l.) Marc Engels, Teamleitung „Schulsozialarbeit“, Monika Krüger, Abteilungsleiterin „Jugendförderung und Jugendsozialarbeit“, Heinrich Brötz, Beigeordneter für Bildung, Jugend und Kultur, Fachbereichsleiter Jugend und Schule, Tobias Grundmann und Jan Bernhardt, Schulsozialarbeiter für den Schulverband Aachen-Ost.
„Kunst im Viertel“: Das ist mehr als nur tolle Werke der Jugendlichen, bei denen sie ihre Talente ausprobieren können.
Kunst mit Aussage: Die Motive und Botschaften der Werke sind teilweise sehr eindringlich.
Es wurde nicht nur gemalt: Die Jugendlichen haben auch fantasievolle Skulpturen gebaut.
Ganz frisch: Auch während der Ausstellung im DEPOT Talstraße entstanden noch neue Bilder.


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