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Schulterschluss für den Wohnungsbau: Oberbürgermeister Dr. Ziemons schaltet den Wohnturbo ein 

Der Aachener Wohnungsmarkt bleibt trotz neuer Rekorde in der Wohnraumförderung stark angespannt. Eine hohe Nachfrage trifft auf ein begrenztes Angebot – mit spürbaren Auswirkungen für viele Wohnungssuchende in Aachen. 

Am Mittwoch, 4. Februar, sind deshalb auf Einladung von Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons und dem Beigeordneten für Wohnen, Soziales und Wirtschaft, Thomas Hissel, Akteure der Wohnungswirtschaft zusammen mit Fachleuten aus der Stadtverwaltung im Rathaus zum ersten Aachener Wohnungsgipfel zusammengekommen. „Die Frage nach bezahlbarem Wohnraum wird die soziale Frage der nächsten Jahre sein. Deswegen war es uns wichtig, als Stadt Aachen mutig voranzugehen. Wir wollen uns als Verwaltung neu aufstellen und noch mehr Ermöglichungsbehörde werden. Wir wollen den Bauturbo wirklich einschalten“, sagt Michael Ziemons: „Wir brauchen etwa 7000 Wohneinheiten in den nächsten 15 Jahren Durch den Dialog bauen wir eine starke Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten auf. So schaffen wir verlässliche Rahmenbedingungen, damit bezahlbarer Wohnraum für Aachen rasch wächst.“

 Im Ratssaal des Aachener Rathauses wurden in Kurzvorträgen aus der Verwaltung Potenziale erläutert, bestehende Prozessabläufe beleuchtet und Optimierungschancen ausgemacht, um einen schnelleren Wohnungsbau zu ermöglichen. Auch die Potenziale und Chancen des „Bauturbos“ wurden vorgestellt und diskutiert. Beigeordneter Thomas Hissel präsentierte die städtischen Ansatzpunkte um zügig den Wohnungsbau in Aachen zu beschleunigen: „Der Handlungsdruck auf dem Aachener Wohnungsmarkt ist hoch. Deshalb ist es entscheidend, dass Verwaltung und Wohnungswirtschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen und an einem Strang ziehen. Der Wohnungsgipfel markiert einen wichtigen Auftakt, um Prozesse zu beschleunigen, vorhandene Potenziale konsequent zu nutzen und den Wohnungsbau in Aachen verlässlich und in größerem Umfang voranzubringen. Mit unseren städtischen Potentialflächen und den Instrumenten des Wohnungsbauturbos schaffen wir die Voraussetzungen, damit aus guten Ideen schneller konkreter Wohnraum wird.“

Frauke Burgdorff, Beigeordnete für Stadtentwicklung, Bau und Mobilität ergänzt:“ Wir sorgen dafür, dass wir gemeinsam mit unseren hochmotivierten Planern und der Bauaufsicht schnell zu einer bauordnungsrechtlichen Genehmigung kommen.“ 

Herausforderungen und Chancen für den Aachener Wohnungsmarkt

Im anschließenden Gespräch wurden die theoretischen Ansätze, Pläne und Prozesse durch Erfahrungen und Hinweise aus der praktischen Arbeit in der Bauwirtschaft ergänzt und diskutiert. Dazu stellte die Stadtverwaltung ausgewählte städtische Potenzialflächen vor. Gemeinsam wurden Herausforderungen und Chancen für den Aachener Wohnungsmarkt identifiziert und weitere Schritte in der zukünftigen Zusammenarbeit besprochen. Wo ist der größte Handlungsbedarf, wo kann angesetzt werden, um Prozesse zu straffen, wie können Projekte schneller in die Umsetzung kommen? 

Die Vertreterinnen und Vertreter der Wohnungswirtschaft präsentierten in einem „Galery Walk“ eigene Vorhaben und Projektideen. Konkret wurde über 3.000 Wohneinheiten gesprochen, die in den kommenden Jahren realisiert werden könnten. 

Ein gemeinsames Signal und Ziel

Im Anschluss an die Veranstaltung lobte auch die Wohnungswirtschaft den offenen und konstruktiven Austausch: „Die Wohnungswirtschaft in Aachen verfügt über erhebliche Möglichkeiten, um nachfragegerechten Wohnraum für Aachen zu schaffen. Die Akteure des Wohnungsmarktes setzen darauf, dass bestehende Hemmnisse gemeinsam mit der Stadtverwaltung identifiziert und konsequent abgebaut werden“, so Thomas Hübner, Vorstand der gewoge AG. Dem stimmten der Vorstand der Landmarken AG Jens Kreiterling und Nisse Nessler von Nessler Projektidee GmbH stellvertretend für rund 40 Teilnehmende unisono zu. 

Und der nächste Gipfel wird bereits in den Blick genommen: Ein weiterer Austausch ist fest eingeplant, bei dem die jetzt besprochenen Themen analysiert und weitere Schritte eingeleitet werden sollen. 

Sonderbudget des Landes

Auch von Land und Bund gibt es Rückenwind: Das Sonderbudget für die öffentliche Wohnraumförderung in NRW in Höhe von 1,5 Mrd. Euro ist ein starkes Signal für Neubau und Bestand. 2023 bis 2027 stehen damit insgesamt 12 Milliarden Euro in NRW zur Verfügung. Gleichzeitig wurde auf Bundesebene der so genannte „Wohnungsbauturbo“ rechtskräftig, zur Beschleunigung und Vereinfachung von Wohnungsbau in den Kommunen. 

Insgesamt wurden so wichtige Grundlagen für kommunales Handeln geschaffen. Auch in Aachen werden diese verbesserten Rahmenbedingungen nun genutzt, um aktiv zu gestalten und umzusetzen.

Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons (vorne Mitte) trifft sich mit Fachleuten zum ersten Wohnungsbaugipfel.
Fachleute aus der Immobilienwirtschaft diskutieren im Aachener Rathaus über die künftige Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt.


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