„Aachen abkühlen“: Stadt setzt „Düsenschläuche“ ein
Wenn es heiß wird in der Stadt, tut Abkühlung Not: Deshalb startet die Stadt Aachen in diesen Tagen für August und September das Pilotprojekt „Aachen abkühlen“. Konkret werden zukünftig an Tagen, für die der Deutsche Wetterdienst eine Warnung vor starker oder extremer Hitzebelastung herausgegeben hat – außer am Wochenende – an den Marktplätzen in Aachen-Brand und Aachen-Haaren sowie am Elsassplatz sogenannte Düsenschläuche ausgelegt, die feine Wasserfontänen, eine Art Regen, sprühen. „Neben den heißen Quellen macht die Stadt jetzt auch mit einer kalten Quelle von sich reden. Keine große Geste, nur ein Sprühregen – aber genau daran erkennt man, ob eine Stadt an die Menschen denkt, die mit den Klimafolgen leben müssen“, freut sich Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons auf die Aktion.
Grundsätzlich sollen die Schläuche ihre kühlende Wirkung in diesem Sommer montags bis freitags von 13 bis 17 Uhr versprühen. Fällt die große Hitze auf einen der Markttage, wird die Zeit angepasst und der Aufbau der Wasserschläuche verschiebt sich auf circa 15 Uhr. Vor Ort werden Teams des Aachener Stadtbetriebs die Schläuche aufbauen und betreuen. „Dass an einem Hitzetag ein Schlauch dort liegt, wo sich Bürgerinnen und Bürger aufhalten, klingt einfach. Ist es nicht – dahinter stecken Kolleginnen und Kollegen, die Genehmigungen, Leitungen und Zeitpläne unter Zeitdruck zusammengebracht haben. Danke, dass Sie das für uns alle möglich machen”, lobt Ziemons alle Beteiligten an dem kurzfristigen Projekt.
Das Projekt findet in Kooperation mit der STAWAG und der Regionetz statt. „Wir unterstützen das Projekt ‚Aachen abkühlen‘ sehr gerne, weil es den Menschen an heißen Tagen unmittelbar zugutekommt und zugleich einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung in unserer Stadt leistet. Als Wasserversorger sorgen wir dafür, dass den Menschen in Aachen jederzeit einwandfreies Trinkwasser zur Verfügung steht. Dieses stammt überwiegend aus den Talsperren der Nordeifel und ergänzend aus regionalen Grundwasservorkommen. Seine Qualität wird kontinuierlich überwacht und erfüllt die strengen Anforderungen der Trinkwasserverordnung“, erklärt Wilfried Ullrich, Vorstand der STAWAG. Der Oberbürgermeister ergänzt: „Diese Aktion ist ein sinnvoller Schritt, neben dem natürlich der Klimaschutz an sich, wie wir ihn mit dem Integrierten Klimaschutzkonzept der Stadt verfolgen, nicht vergessen werden darf.“
Im Vorfeld wurden die für die Wasserentnahme vorgesehenen Hydranten zusätzlich überprüft. Dazu veranlasste der Netzbetreiber im Rahmen seiner Eigenkontrolle mikrobiologische Standard-Trinkwasseruntersuchungen. Alle Proben der Hydranten, an denen die Schläuche angeschlossen werden, entsprechen den Anforderungen der Trinkwasserverordnung.
Der Startschuss fällt schon morgen, Donnerstag, 13. August, und übermorgen, Freitag 14. August. Danach heißt es zukünftig nach einer DWD-Hitzewarnung am Markt in Aachen-Brand, Aachen-Haaren und am Elsassplatz: Wasser Marsch!
Wann und wo es jeweils soweit ist, teilt die Stadt per Pressemitteilung und über ihre Social Media-Kanäle mit. Fragen zum Projekt beantwortet Call Aachen unter 0241 432-0.
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