Ehemaliges Wehmeyer-Areal: Stadt und Midstad starten in die Zukunft
Aufbruchstimmung in der Adalbertstraße: In Aachens größter Einkaufsmeile soll der prominenteste und größte Leerstand – der ehemalige Wehmeyer-Komplex – bald Geschichte sein. In der Sitzung des Stadtrats am Mittwoch (22. April) stellte das Immobilienunternehmen Midstad Politik und Öffentlichkeit seine aktuellen Pläne vor. Das gemeinsam mit der Stadt Aachen formulierte Ziel lautet: Es soll ein lebendiges, zukunftsfähiges Areal mit einem Mix aus Wohnen, Einzelhandel und Gastronomie entstehen.
Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons ist froh, dass ein für die Aachener Innenstadt so wichtiges Projekt jetzt angepackt wird: „Die Innenstadt der Zukunft ist kein Ort mehr nur zum Einkaufen, sondern ein lebendiger Raum zum Leben, Arbeiten, Wohnen und Verweilen – erst der richtige Nutzungsmix bringt sie zurück ins Leben. Deshalb bin ich sehr froh, dass wir mit Midstad einen engagierten Partner an der Seite haben, der das schwierige Wehmeyer-Areal zum Schmuckstück entwickeln will. Gemeinsam arbeiten wir so an einer erfolgreichen Zukunft der Adalbertstraße.“
Dr. Kevin Meyer, Geschäftsführer Midstad, sagt: „Wir sind von dem Standort überzeugt und sehen zugleich die besondere Verantwortung, die gesamte Lage in der Adalbertstraße nachhaltig zu stärken. Deshalb planen wir eine Mehrfachbeauftragung im kooperativen Verfahren, zu der wir renommierte Architekturbüros einladen. Im engen Dialog mit der Stadt und der Stadtgesellschaft werden wir die Ergebnisse im Herbst vorstellen. Gemeinsam haben wir jetzt die Chance, die Weichen für die Zukunft an diesem innerstädtischen Standort zu stellen.”
Stadtbaurätin Frauke Burgdorff sagt: „Unser Engagement für die Entwicklung der östlichen Innenstadt trägt nun wirklich gute Früchte. Die Verbindlichkeit, mit denen die Eigentümerin unterwegs ist, freut mich sehr – wir stehen mit viel Tatkraft dem Gelingen der kommenden Entwicklung zur Seite.“
Thomas Hissel, Aachens Beigeordneter für Wohnen, Soziales und Wirtschaft, ergänzt: „Das ehemalige Wehmeyer-Areal ist ein Schlüsselstandort für die weitere Entwicklung unserer Innenstadt. Hier kann ein neues, gemischt genutztes Quartier entstehen, das Wohnen, Versorgung und Aufenthaltsqualität miteinander verbindet und damit einen wichtigen Impuls für die Innenstadt setzt.“
Der Vorhabenträger, das Immobilienunternehmen Midstad, ist in fünf europäischen Ländern aktiv und betreibt etwa 60 Immobilien in 60 Städten. Seit 2024 erwirbt Midstad in Aachen sukzessive Grundstücke des ehemaligen Wehmeyer-Areals zwischen Adalbertstraße und Reihstraße, um dieses Gebiet zu entwickeln. Und so sieht der künftige Nutzungsmix der jetzt im Eigentum befindlichen Grundstücke aus: Im Erdgeschoss soll attraktiver Einzelhandel für Frequenz sorgen. Im ersten Obergeschoss finden Besucherinnen und Besucher Gastronomie-Angebote. Zudem sollen zusätzlich eher wohnungsbezogene Nutzungen entstehen wie beispielsweise Fitness- und Aufenthaltsbereiche. In den darüberliegenden Geschossen wird Wohnraum geschaffen. Insgesamt sind rund 325 Einheiten vorgesehen. Auf den Dachflächen werden Terrassen, Gärten und PV- Anlagen vorgeschlagen.
Um eine hohe architektonische und städtebauliche Qualität zu gewährleisten, führt Midstad in Abstimmung mit der Stadt Aachen ein sogenanntes Qualifizierungsverfahren durch. Das bedeutet: Es werden vier Planungsbüros aus drei Ländern (Belgien, Niederlande, Deutschland, dazu ein Aachener Büro) ausgewählt, die das Nutzungsprogramm für das Areal in der Adalbertstraße im Detail ausarbeiten sollen. Dieses Verfahren soll im Laufe des zweiten Quartals 2026 starten. Nach drei bis vier Monaten bewertet ein Preisgericht die Entwürfe und gibt dem Vorhabenträger eine Empfehlung für das weitere Vorgehen und mögliche Folgeaufträge.
Eine öffentliche Ausstellung an der Fassade des Gebäudes in der Adalbertstraße lädt die Menschen währenddessen dazu ein, sich zur Geschichte und zum Hintergrund des alten Wehmeyer-Areals zu informieren und Anregungen für die Entscheidung der Jury zu hinterlassen. Zusätzlich werden die Entwürfe im Anschluss im Rahmen einer öffentlichen Präsentation im Vorfeld der Sitzung des Preisgerichts vorgestellt.
Unseren RSS-Feed für unsere Pressemitteilungen können Sie hier abonnieren https://www.aachen.de/rss-feed-pressemitteilungen/rss.xml