Pressemitteilungen

Einweihung des Hiroshimaplatzes mit Gedenkfeier

Zum achtzigsten Jahrestag des Atombombenabwurfs am 6. August 1945 in Hiroshima hat die Stadt Aachen gemeinsam mit dem Aachener Bündnis gegen Atomwaffen einen Platz neben der Citykirche eingeweiht – als Gedenkstätte an die Opfer und als Mahnung an die zukünftigen Generationen. Schätzungsweise 140.000 Menschen starben damals unmittelbar oder an den Folgen der Atombombe.

Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen dankte dem Aachener Bündnis gegen Atomwaffen für seine langjährige Arbeit und der Bezirksvertretung Aachen-Mitte für die einstimmige Entscheidung, diesen Platz “Hiroshimaplatz“ zu benennen. Sie erklärte: „Mit der Einweihung des Hiroshimaplatzes hier in Aachen setzen wir ein bewusstes Zeichen. Ein Zeichen der Erinnerung. Ein Zeichen der Verantwortung. Ein Zeichen des Friedens – mitten in unserer Stadt." Zeichen wie dieser Platz seien wichtig: „Sie stoppen keine Raketen – aber sie bewahren unsere Wachsamkeit. Sie machen sichtbar, dass Frieden mehr ist als Abwesenheit von Krieg – er ist eine Haltung, eine Aufgabe, ein Versprechen an die kommenden Generationen.“ Der Hiroshimaplatz solle ein Ort der Begegnung werden, „ein Ort, an dem Kinder Fragen stellen dürfen. An dem Jugendliche begreifen, dass Frieden eine Entscheidung ist. Und an dem wir Erwachsenen uns immer wieder fragen: Was können wir heute tun – für morgen?“

Auch die aus Düsseldorf angereiste japanische Vizekonsulin und Leiterin der Abteilung für Kultur und Öffentlichkeitsarbeit Mika Yamagata betonte, wie wichtig es für Frieden, Freiheit und Demokratie sei, Erinnerungen wachzuhalten.

Begleitet wurde die Feier durch eine Ansprache von Dr. Odette Klepper und der Lesung eines Augenzeugenberichts von Bernd Bremen, beide vom Aachener Bündnis gegen Atomwaffen. Die Sängerin Nami Maruyama rahmte die Veranstaltung mit traditionellen japanischen Liedern ein. Kristina Blömer von Pax Christi moderierte. Rund zweihundert Menschen nahmen am 6. August 2025 an der begleitenden Gedenkfeier teil.

Auf dem Platz hat der Aachener Stadtbetrieb schon am Montag anlässlich der Einweihung einen rund sechs Meter hohen Gingko-Baum aufgestellt. Seit ein Ginkgo in Hiroshima den Atombombenabwurf am 6. August 1945 überlebte, ist diese Baumart zu einem starken Symbol für Widerstandskraft und Hoffnung geworden.

Im Nachgang aufgestellt wird eine Gedenktafel, die laut Beschuss der Bezirksvertretung Mitte folgenden Text tragen soll: „Für eine atomwaffenfreie Zukunft! Im Gedenken an hunderttausende Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 und zur Mahnung an künftige Generationen.“

Das Aachener Bündnis gegen Atomwaffen hatte im Juni 2024 den Antrag in das Bürgerforum der Stadt Aachen eingebracht, eine Teilfläche der Großkölnstraße in Hiroshimaplatz umzubenennen.  


Unseren RSS-Feed für unsere Pressemitteilungen können Sie hier abonnieren https://www.aachen.de/rss-feed-pressemitteilungen/rss.xml

Hilfe zur Barrierefreiheit

  • Allgemein

    Wir sind bemüht, unsere Webseiten barrierefrei zugänglich zu gestalten. Details hierzu finden Sie in unserer Erklärung zur Barrierefreiheit. Verbesserungsvorschläge können Sie uns über unser Feedback-Formular "Barriere melden" zukommen lassen.

  • Schriftgröße

    Um die Schriftgröße anzupassen, verwenden Sie bitte folgende Tastenkombinationen:

    Größer

    Strg
    +

    Kleiner

    Strg
  • Tastaturnavigation

    Verwenden Sie TAB und SHIFT + TAB, um durch nächste / vorherige Links, Formularelemente und Schaltflächen zu navigieren.

    Verwenden Sie ENTER, um Links zu öffnen und mit Elementen zu interagieren.