Inhalt



Sportpark Soers

Aktuell: Ende 2014 wurde eine Fortschreibung des Rahmenplans "Sportpark Soers" auf den Weg gebracht. Gemeinsam mit den dort ansässigen Sportvereinen und Sportstättenbetreibern wurden Workshops durchgeführt, in denen über die Weiterentwicklung und Optimierung der Sportflächen sowie die Außendarstellung des Sportparks diskutiert wurde. Bei der Planung ging es aber auch  um die Flächen nördlich des Eulerswegs sowie östlich der Krefelder Straße einchließlich des Stadteingangs im Norden. In den politischen Gremien wurde beschlossen, dass die nun vorliegende Planung die Grundlage für die weitere städtebauliche Entwicklung des Bereichs bilden soll.

Die Planung wurde am 19. Mai in der Aula der Alkuinschule in der Alkuinstraße 40 öffentlich vorgestellt. Darüber hinaus wurden Anregungen zur Planung entgegengenommen.

Sportpark Soers PerspektiveFür die Stadt Aachen stellt der Sportpark Soers eines der wichtigsten aktuellen Stadtentwicklungs-projekte dar. Der Bau des neuen Alemannia-Stadions und dessen Heranrücken an das Reitstadion des ALRV wurde vor einigen Jahren dazu genutzt, um die bestehenden Sportanlagen zusammen mit dem neuen Tivoli zu einem gemeinsamen Sportpark zu entwickeln. Ziel war es unter anderem, die räumliche Nähe der beiden Großvereine zu nutzen, um Synergien durch gemeinsame Flächennutzungen zu erzielen. Darüber hinaus sollte der Bereich Krefelder Straße eine seiner Funktion als Stadteingang angemessene Gestaltung erhalten. Die bauliche Umgestaltung des Bereiches ist inzwischen bereits seit einigen Jahren fertiggestellt.

Großzügige Platzanlage

Foto Vorplatz_120Mittelpunkt des Sportparks ist der neue Platzbereich zwischen Fußballstadion, Krefelder Straße und Albert-Servais-Allee steht. Das renommierte Hamburger Büro WES & Partner hat einen Entwurf erstellt, der eine großzügige Platzanlage mit großformatigen Platten beinhaltet, die durch drei Bauminseln aufgelockert und gegliedert wird. Clou dieser Bauminseln sind die Sitzstufen, die dadurch entstehen, dass der Platz zur Krefelder Straße hin abfällt. Die Bauminseln sind geradezu prädestiniert dazu, als Treffpunkt vor und nach den Sportveranstaltungen zu dienen. Pünktlich zur Einweihung des Stadions wurde der Platz durch den damaligen Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden „fertig gestellt“ und seiner Bestimmung übergeben.

Die Firma Klostermann, Hersteller der hier verwendeten Betonplatten, findet – ebenso wie viele Bürgerinnen und Bürger – dass die Ausführung sehr gut gelungen ist und hat die Baumaßnahme daher in einer Broschüre dokumentiert.

Umbau Krefelder Straße

Bepflanzung der Krefelder StraßeZum Maßnahmenpaket gehörte auch der Umbau der Krefelder Straße, der insbesondere die An- und Abfahrt der ASEAG-Busse vor und nach den Spielen bzw. Turnieren verbessert. Bereits beim alten Stadion fuhren sehr viele Fans mit dem Bus zum Tivoli. Um den Platz zu schaffen, dass der Busverkehr auch beim neuen, größeren Stadion reibungslos funktioniert, wurde auf der ganzen Länge des Vorplatzes ein Bushaltestellenbereich errichtet. Weitere Optimierungsmaßnahmen, die zu einer Bevorrechtigung der Busse gegenüber dem Pkw-Verkehr führen, wurden auf der gesamten Länge der Krefelder Straße durchgeführt. Natürlich haben auch die Fans, die nach Spielende in Richtung Norden abreisen wollen, eine gegenüber dem bisherigen Stand vergrößerte Bushaltestelle auf der Ostseite der Krefelder Straße bekommen. Dorthin kann man nun – ähnlich wie bisher am alten Stadion – unabhängig vom Straßenverkehr über eine Fußgängerbrücke gelangen.

Fußgängerbrücke

Visualisierung der Brücke (c) Ing.-Büro BergDie Fußgängerbrücke – entwickelt von einer Arbeitsgemeinschaft Aachener Büros (Ing.-Büro Berg & Partner, Hahn Helten Architekten und dem Büro Prof. Hegger) –ist das „I-Tüpfelchen“ im Sportpark Soers. Anders als die bestehende, eher funktionale Brücke ist der Neubau als Landmarke konzipiert, die schon von Weitem als Stadteingang und gleichzeitig als Wahrzeichen des Sportparks Soers zu sehen ist. Dazu dient der 65 m hohe Pylon, von dem die geschwungene Konstruktion abgespannt wird.

Nach ca. 14-monatiger Bauzeit wurde die Brücke am 29. Juni 2012 durch Oberbürgermeister Marcel Philipp der Öffentlichkeit übergeben. Damit wurde die Brücke pünktlich zum CHIO fertig gestellt. Dies ist insbesondere deshalb von Bedeutung, weil der Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV), Veranstalter des CHIO, durch sein Sponsoring den Bau der Brücke, der wegen steigender Kosten mehrmals in Frage gestellt wurde, ermöglichte. Entsprechend trägt das Bauwerk nun den Namen „CHIO-Brücke“ und wurde mit dem Logo des Reitturniers versehen.

Näheres zum Planungs- und Bauablauf, technische Daten sowie viele Fotos enthält die vom Ing.-Büro Berg erstellte Broschüre.