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 „G24 – Gemeinsam Schneller Gründen“: Bundesweiter One-Stop-Shop online

Weniger Bürokratie, mehr Zeit fürs Gründen: Für Einzelunternehmerinnen und Einzelunternehmer wird der Start in die Selbstständigkeit in Aachen ab sofort einfacher. Die Stadt Aachen ist gemeinsam mit dem Amtsgericht Aachen und dem Finanzamt Aachen-Stadt Pilotstandort des bundesweiten Projekts „G24 – Gemeinsam Schneller Gründen“. Der im Mai gestartete Pilot zur Beschleunigung von Unternehmensgründungen geht in die nächste Phase: Ab heute ist ein digitaler Kombiantrag verfügbar, der die Anträge zur Gewerbeanmeldung sowie die steuerliche Erfassung von Einzelunternehmen ermöglicht. In Aachen kann der Kombiantrag jetzt vollständig digital gestellt werden. Die Beantragung einer Steuernummer, eine der zwei Leistungen des Kombiantrags, kann ab heute sogar bundesweit komplett digital gestellt werden. Der Antragsprozess ist als One-Stop-Shop konzipiert und abrufbar unter www.gruenden.gov.de

Die digitale Gewerbeanmeldung wird in den kommenden Wochen sukzessive an den anderen neun Pilotstandorten Berlin, Dresden, Düsseldorf, Fulda (inkl. Petersberg), Goslar, Hamburg, Husum, Mannheim und München freigeschaltet. In allen anderen Regionen hilft das Portal beim Ausfüllen des Antrags und erstellt ein fertiges Dokument, das per E-Mail oder Post an das zuständige Gewerbeamt geschickt werden kann. 

„Wir wollen Vorreiter sein“
Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons: „Wir wollen bei Digitalisierung und Entbürokratisierung Vorreiter sein – nicht nur heute, sondern auch künftig. Mit dem Online-Angebot des One-Stop-Shops machen wir einen weiteren Schritt zu einer modernen, bürgerorientierten Verwaltung. Unser Anspruch ist eine Verwaltung, die Hürden abbaut, Prozesse vereinfacht und digitale Lösungen konsequent dort einsetzt, wo sie den Menschen und der Wirtschaft das Leben leichter machen.“

Die verwaltungsinterne Koordination des Projekts liegt bei der Stabsstelle für Digitalisierung der Stadt Aachen. Als operative Kerninstanz prüft und erfasst die Gewerbemeldestelle im Fachbereich Sicherheit und Ordnung die über das Verfahren generierten Daten und sorgt für eine entsprechende Registrierung im städtischen Gewerberegister. Der Fachbereich Digitale Verwaltung und IT-Steuerung übernimmt gemeinsam mit dem städtischen IT-Dienstleister regio iT die Anbindung an die verwaltungsweiten Fachverfahren sowie die perspektivische Integration in das mit dem Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa geplante Unternehmensportal. Die Wirtschaftsförderung begleitet ebenfalls die Anbindung an das regionale Gründungs- und Innovationsökosystem und unterstützt den Transfer in bestehende Beratungs- und Netzwerkstrukturen. 

Die Pilotierung erfolgt gemeinsam mit dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS), dem DigitalService des Bundes, dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie weiteren Bundesressorts. Ziel bleibt es, Unternehmensgründungen perspektivisch innerhalb von 24 Stunden zu ermöglichen und in geeigneten Standardfällen automatisch ablaufen zu lassen. Dafür ist die Modernisierung der Prozesse im Hintergrund erforderlich: Registerabfragen, steuerliche Erfassung, Meldungen an Sozialversicherungsträger, Kammern sowie standardisierbare Prüfungen durch Erlaubnisbehörden. 

Aachen bringt dafür beste Voraussetzungen mit: Die Stadt zählt zu den dynamischsten Gründungsstandorten Deutschlands. Mit 1.731 Neugründungen im Jahr 2025 und Platz 4 bundesweit bei den Start-up-Gründungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern steht Aachen insbesondere für technologie- und wissensbasierte Gründungen. Diese Entwicklung ist das Ergebnis eines über Jahre gewachsenen, kompetenten und gut vernetzten Innovationsökosystems, in dem zentrale Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gründungsförderung eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten und so verlässliche Strukturen für Gründerinnen und Gründer schaffen. 

Was der Kombiantrag kann
Der Kombiantrag basiert auf der Gründerplattform der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Gemeinsam mit den zehn Pilotstandorten wurde die Antragsstrecke an die Anforderungen der Verwaltung angepasst und die Antragerstellung für Gründende weiter vereinfacht. Die unterstützte Dateneingabe soll die Qualität der Anträge verbessern und dadurch aufwendige Rückfragen der Ämter an Gründerinnen und Gründer reduzieren Die KfW-Gründerplattform ist seit 2018 im Einsatz und wurde von Bundeswirtschaftsministerium und KfW initiiert, um Gründerinnen und Gründer digital mit Informationen und Werkzeugen rund um den Gründungsprozess zu unterstützen. 

Parallel zur Entwicklung des Kombiantrags hat der DigitalService des Bundes in enger Zusammenarbeit mit Ländern, Kommunen und Fachstellen wichtige Erkenntnisse zu Nutzerführung, Datenanforderungen und Prozessvarianten rund um die digitale Unternehmensgründung gewonnen. Diese fließen in die Weiterentwicklung des Angebots ein. 

Weitere Informationen zu dem Projekt „Schneller Gründen“ findet man auf der Website des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung.

Der Start in die Selbstständigkeit wird in Aachen ab sofort einfacher. Die Stadt Aachen ist Pilotstandort des bundesweiten Projekts „G24 – Gemeinsam Schneller Gründen“. Gemeinsam freuen sich über den Projektstart (v.l.n.r) Wirtschaftsdezernent Thomas Hissel, Andra Clemens (Abteilungsleiterin IT-Entwicklung und IT-Projektmanagement), Mirijam Böhme (Abteilungsleiterin Wissenschaft und digitale Innovationen), Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons, Roman von der Lohe (Stabsstelle Digitalisierung) und Pia Dödtmann (Abteilungsleiterin Unternehmensförderung).


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