Feuerwehr warnt zum Start in die Heizsaison: „CO macht KO“
Wenn die Temperaturen sinken und die Menschen wieder die heimischen Gasthermen, Ölheizungen oder Kaminöfen in Betrieb nehmen, droht eine unsichtbare Gefahr: Kohlenmonoxid (CO). Dies ist ein Atemgift, das man nicht sehen, riechen oder schmecken kann. Durch verstopfte Abluftrohre oder technische Defekte bei genannten Thermen, Heizungen oder Öfen gelangt es in die eigenen vier Wände. Die Feuerwehr der Stadt Aachen warnt daher gemeinsam mit der Schornsteinfegerinnung Aachen davor, dass dies zu erheblichen gesundheitlichen Beschwerden, Bewusstlosigkeit und bis hin zum Tod führen kann.
Doch man kann sich schützen: „Leichtsinn vermeiden, Verbrennungsanlagen regelmäßig überprüfen lassen, CO-Melder installieren“ lautet der Ratschlag der Fachleute. Typische Symptome wie Sehstörungen, Schwindel, starke Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Schüttelfrost und Übelkeit werden nämlich häufig nicht in Zusammenhang mit einer CO-Vergiftung gebracht. Immer wieder kommt es auch in Aachen zu Kohlenmonoxid-Einsätzen der Feuerwehr.
Das können Menschen zur Vorsorge unternehmen:
- Regelmäßige Wartung von Heizungen, Gasthermen und Durchlauferhitzern
- Regelmäßige Kontrolle des Schornsteins durch den Schornsteinfeger
- Unter keinen Umständen einen Holzkohlegrill oder einen Heizstrahler/Heizpilz in Wohnung oder Garage nutzen!
- Ablufthaube bei geschlossenen Fenstern nicht zur gleichen Zeit
wie die Gastherme betreiben (automatische Fensteröffnung erforderlich). - Geprüfte und zugelassene Kohlenmonoxid-Melder installieren. Diese lösen bei einer kritischen Konzentration Alarm aus.
Übrigens: Auch beim Brandschutz besteht in den heimischen vier Wänden Handlungsbedarf. Seit dem 1. Januar 2017 gilt in NRW die Rauchwarnmelderpflicht für alle Bestandswohnungen. Viele damals installierte Geräte erreichen somit im Jahr 2027 ihre empfohlene Lebensdauer von zehn Jahren und müssen entsprechend den Herstellerangaben ausgetauscht werden. Feuerwehr und Schornsteinfeger appellieren deshalb an alle, vorhandene Rauchwarnmelder auf Alter, Funktionsfähigkeit und Vollständigkeit zu überprüfen.
Die beiden oft unterschätzten Gefahren Kohlenmonoxid und Brandrauch rücken mit Beginn der Heizsaison in den Mittelpunkt. Daher unterstützt die Feuerwehr Aachen gemeinsam mit zahlreichen weiteren öffentlichen Institutionen, Schornsteinfegern, Rettungsdiensten und Öffentlichen Versicherern die Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen. Anlässlich der Zeitumstellung am 25. Oktober weist die bundesweite Aufklärungskampagne „CO macht KO“ auf die besonderen Gefahren des sogenannten „leisen Killers“ hin.
Mehr zu den Gefahren von Kohlenmonoxid und Tipps, wie Sie sich schützen können unter www.co-macht-ko.de.
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