Baumfällungen und Baumpflanzungen im Stadtgebiet
- Kranke und abgestorbene Bäume müssen aus Sicherheitsgründen entfernt werden.
- Auf dem Lousberg und am Vennbahnweg werden zahlreiche Bäume entnommen, um den verbleibenden Bäumen ausreichend Platz und Licht für die weitere Entwicklung zu ermöglichen.
- In den kommenden Monaten werden rund 540 neue Bäume gepflanzt.
Das Team Baumerhaltung des Aachener Stadtbetriebs hat mit den erforderlichen Baumfällungen im Stadtgebiet begonnen. Da sich alle betroffenen Bäume in einem schlechten Zustand befinden und nicht mehr verkehrssicher sind, stellen sie ein Sicherheitsrisiko für die Bürgerinnen und Bürger dar. „Die betroffenen Bäume sind teilweise oder vollständig abgestorben. Zudem beeinträchtigen Pilzbefall und Vorschäden wie Fäulnis oder Risse ihre Stand- und Bruchsicherheit“, erklärt Nino Polaczek-Keilhauer, Teamleiter Baumpflege des Aachener Stadtbetriebs. Die außergewöhnlich lange Trockenperiode im vergangenen Frühjahr und Sommer hat die Bäume zusätzlich belastet und dazu beigetragen, dass vereinzelt Bäume im Stadtgebiet vertrocknet und abgestorben sind.
Ausbreitende Baumkrankheiten
Die meisten der in den kommenden Monaten zu fällenden Bäume, stehen in Grün- und Parkanlagen, ein großer Teil davon auf dem Lousberg. Viele der betroffenen Bäume sind weniger als zehn Meter hoch und werden von den Kronen großer, alter Bäume überragt. Dadurch erhalten sie zu wenig Licht, können sich nicht ausreichend entwickeln und sterben sukzessive ab. Eine ähnliche Situation zeigt sich am Alten Bahndamm in Laurensberg. Dort werden unter anderem jeweils acht Robinien, Eschen und Bergahorne entfernt. Auch an der Hollandwiese und im Nelson-Mandela-Park müssen mehrere kranke und bereits absterbende Bäume entfernt werden.
Auf den Vennbahnweg wird in diesem Jahr im Bereich zwischen Münsterstraße (Brand) und Schleidener Straße (Walheim) in neun Abschnitten gearbeitet. Auch hier werden zahlreiche kleine und unterentwickelte Bäume entnommen, um den verbleibenden Bäumen ausreichend Platz und Licht für die gesunde weitere Entwicklung zu ermöglichen.
Vital wirkende, und dennoch kranke Bäume
Nicht alle Baumkrankheiten sind auf den ersten Blick erkennbar. Auch ein augenscheinlich noch gut belaubter und vitaler Baum kann eine Verkehrsgefährdung darstellen. „Es gibt holzzerstörende Pilze, die statisch relevante Wurzeln befallen und beschädigen, der Baum jedoch weiter optimal mit Wasser und Nährstoffen versorgt wird“, erläutert Polaczek-Keilhauer. „Die Folge kann dann ein plötzlich umgefallener, grüner Baum sein. Auch äußere Schäden durch Sturm, beispielsweise Rissbildungen, oder Anfahrschäden mit Rindenabplatzungen lassen den Baum optisch vital wirken, beeinträchtigen aber die Standsicherheit und stellen dadurch eine Verkehrsgefährdung dar.“
Alle Fällarbeiten sind mit dem Bereich Baumschutz des städtischen Fachbereiches Klima und Umwelt abgestimmt und genehmigt.
Mehr als 540 Neupflanzungen
Die Baumfällungen werden bewusst im Herbst und Winter umgesetzt, außerhalb des Brut- und Nistschutzes, der von März bis September gilt. Nachpflanzungen an den jeweiligen Standorten sind geplant. Grundsätzlich verfolgt das Team Baumunterhaltung des Stadtbetriebs das Ziel, den Verlust der kranken Bäume schnell zu ersetzen. Im Vorfeld müssen die einzelnen Baumstandorte jedoch geprüft werden. Ist keine bautechnische Veränderung des Baumumfeldes notwendig, wird die Nachpflanzung für eine der nächsten Pflanzsaisons vorgesehen. Muss ein Standort aufwändig hergerichtet werden, beispielsweise durch den Neubau von Randeinfassungen und der damit verbundenen Vergrößerung des durchwurzelbaren Raums, verzögert sich die Neupflanzung.
Das Team der Baumunterhaltung wird in den kommenden Monaten mehr als 540 Bäume im Stadtgebiet pflanzen. So werden 53 Bäume an der Nizzaallee eingesetzt, 30 Bäume am Luxemburger Ring und 46 auf dem Steppenberg. Auch auf der Hörn werden im Bereich der Halifaxstraße, Ahornstraße, Melatener Straße und Mies-von-der-Rohe-Straße insgesamt 32 Bäume gepflanzt.
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