Aachen wird Pilotstandort für bundesweites Projekt „Schneller Gründen“
Die Stadt Aachen ist gemeinsam mit dem Amtsgericht Aachen und dem Finanzamt Aachen-Stadt Pilotstandort des bundesweiten Projekts „Schneller Gründen“. Das Vorhaben ist Teil der Modernisierungsagenda von Bund und Ländern und verfolgt das Ziel, Unternehmensgründungen in Deutschland einfacher, schneller und vollständig digital abzuwickeln.
Als einer der ersten Standorte bundesweit wird Aachen ab Juli 2026 den neuen digitalen Kombiantrag zur Gewerbeanmeldung und steuerlichen Erfassung unter Realbedingungen erproben. Die Pilotierung erfolgt gemeinsam mit dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS), dem DigitalService des Bundes sowie weiteren Bundesressorts. Weitere Pilotstandorte sind Dresden, Düsseldorf, Fulda, Goslar, Hamburg, Mannheim, München und Nordfriesland.
Aachen bringt dafür beste Voraussetzungen mit: Die Stadt zählt zu den dynamischsten Gründungsstandorten Deutschlands. Mit 1.731 Neugründungen im Jahr 2025 und Platz 4 bundesweit bei den Start-up-Gründungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern steht Aachen insbesondere für technologie- und wissensbasierte Gründungen. Das enge Zusammenspiel von RWTH Aachen, FH Aachen, digitalHUB Aachen, GründerRegion Aachen und zahlreichen weiteren Partnerinnen und Partnern schafft seit vielen Jahren ein starkes Innovationsökosystem.
Im Mittelpunkt der Pilotierung steht zunächst ein kombinierter Antrag für Gewerbe- und Steueranmeldung von Einzelunternehmen. Ziel ist es, redundante Dateneingaben zu vermeiden, die Datenqualität zu verbessern und Bearbeitungszeiten deutlich zu verkürzen. Einzelunternehmen machen mehr als 80 Prozent aller Unternehmensneugründungen aus.
Die Stadt Aachen verfolgt konsequent das Ziel, gründungsfreundliche und digitale Verwaltungsangebote auszubauen. Der geplante One-Stop-Shop mit Once-Only-Funktion soll Gründerinnen und Gründer künftig spürbar entlasten und Verwaltungsprozesse effizienter gestalten. Gemeinsam mit dem Amtsgericht Aachen und dem Finanzamt Aachen-Stadt bringt die Stadt die notwendigen organisatorischen und technischen Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung des Piloten mit. Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons Freude ist natürlich groß: „Dass wir nun als einer der ersten Pilotstandorte bundesweit an der Entwicklung schnellerer und digitaler Gründungsprozesse mitwirken, ist das Ergebnis von intensiver Arbeit hier in der Stadtverwaltung in den vergangenen Wochen und eine große Chance – für Gründerinnen und Gründer ebenso wie für eine moderne und leistungsfähige Verwaltung.“ Die Pilotierung ist der Startschuss für ein Projekt, das die betroffenen Partnerinnen und Partner bundesweit noch die nächsten Jahre beschäftigen wird. Sie sind zuversichtlich, schon jetzt kurzfristig spürbare Entlastungen für die Verwaltung und einen echten Mehrwert für die Gründerinnen und Gründer zu schaffen.
Die verwaltungsinterne Koordination des Projekts übernimmt die Stabsstelle für Digitalisierung der Stadt Aachen. Als operative Kerninstanz prüft und erfasst die Gewerbemeldestelle im Fachbereich Sicherheit und Ordnung die über das Verfahren generierten Daten und sorgt für eine entsprechende Registrierung im städtischen Gewerberegister. Der Fachbereich Digitale Verwaltung und IT-Steuerung übernimmt die Anbindung an die verwaltungsweiten Fachverfahren und die perspektivische Integration in das geplante Unternehmerportal. Die Wirtschaftsförderung begleitet die Anbindung an das regionale Gründungs- und Innovationsökosystem und unterstützt den Transfer in bestehende Beratungs- und Netzwerkstrukturen.
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