Förderprojekt: KI und digitaler Zwilling helfen bei klimafester Stadtplanung
Wie beeinflussen neue Gebäude das Stadtklima? Welche Auswirkungen haben zusätzliche Grünflächen auf die Kaltluftzufuhr? Wie gelingt es moderner Stadtplanung, Hitzeinseln in der City zu vermeiden? Mithilfe von Künstlicher Intelligenz sollen künftig verschiedene Planungsvarianten simuliert und bewertet werden – von ganzen Quartieren bis hin zu einzelnen Gebäuden. Die Stadt Aachen freut sich, Teil des vierjährigen Förderprojekts „MACspeeDZ – Planungsbeschleunigung für die Klimaanpassung mit Urbanen Digitalen Zwillingen“ vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) zu sein. Gemeinsam mit der Stadt Mannheim und weiteren Partnern aus Wirtschaft und Forschung – darunter auch die regio iT, der IT-Partner der Stadt Aachen – soll ein digitales Werkzeug für eine moderne und zukunftsfähige Stadtentwicklung entstehen. Ziel ist es, Kommunen mithilfe verlässlicher Daten dabei zu unterstützen, fundierte und schnellere Entscheidungen in der Stadt- und Freiraumplanung zu treffen.
„MACspeeDZ“ steht für „Mannheim Aachen Speeds-Up Digitaler Zwilling“. Das Gesamtprojekt kostet knapp 3,9 Millionen Euro, davon 486.000 Euro bei der Stadt Aachen. 3,24 Millionen Euro werden gefördert, für den Aachener Anteil liegt die Förderquote sogar bei 100 Prozent. Die beteiligten Fachbereiche Geoinformation und Bodenordnung (FB 62), Klima und Umwelt (FB 36), Stadtentwicklung und Stadtplanung (FB 61) und Digitale Verwaltung und IT-Steuerung (FB 15) werden das Projekt in enger Zusammenarbeit umsetzen.
Um den digitalen Aachen-Zwilling mit zusätzlichen Daten zu füttern, sollen im Laufe des Jahres 100 Sensoren zur Erfassung von stadtklimatischen Parametern im Stadtgebiet installiert werden. Die Ausschreibung hierfür wird derzeit auf den Weg gebracht. Dank der Sensoren werden künftig auf der neuen Datenbasis Echtzeitkarten z.B. für Temperatur oder Wind erstellt (Echtzeittool) und zum anderen die Betrachtung von „Was-wäre-wenn“-Szenarien ermöglicht (Planungstool). Mit Hilfe einer extra hierfür trainierten Künstlichen Intelligenz können dann die klimatischen Auswirkungen von städtebaulichen Veränderungen in einem digitalen Zwilling dreidimensional dargestellt, analysiert und bewertet werden. So kann die Kommune Hitzeinseln erkennen und reduzieren, Grundflächenmanagement effizienter planen oder Frühwarnsysteme bei Extremhitze (insbesondere relevant für vulnerable Gruppen) etablieren.
Alle Projektpartner:
- Stadt Mannheim
- Stadt Aachen
- MKB Mannheimer Kommunalbeteiligungen GmbH
- regio iT gesellschaft für informationstechnologie mbh
- GEO-NET Umweltconsulting GmbH
- E.ON Energy Research Center, RWTH Aachen
- Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT), Universität Stuttgart
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