Wo Jugendliche Zukunft bauen: „Makerspaces“ an Aachener Schulen
3D-Drucker surren, Roboter fahren über Tische, Schülerinnen und Schüler tüfteln gemeinsam an eigenen Ideen: „Makerspaces“entwickeln sich zunehmend zu kreativen Zukunftswerkstätten an Schulen in der Region Aachen. Unterstützt durch das zdi-Netzwerk Aachen & Kreis Heinsberg und koordiniert durch die Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen entstehen dort Lernorte, die weit über klassischen Unterricht hinausgehen.
Bereits an mehreren Schulen – darunter das Gymnasium Rhein-Maas, das Couven-Gymnasium sowie das Anne-Frank-Gymnasium in Laurensberg – wurden mit Unterstützung des Netzwerks moderne „Makerspaces“eingerichtet. Ziel ist es, Jugendlichen frühzeitig Zugang zu Technik, Digitalisierung und kreativer Projektarbeit zu ermöglichen.
„Gerade heute brauchen junge Menschen Räume, in denen sie ihre Ideen ausprobieren und selbst kreativ werden können“, sagt Kathrin Futterlieb aus der Wirtschaftsförderung der Stadt Aachen und Mitarbeiterin des zdi-Netzwerks Aachen & Kreis Heinsberg. „In „Makerspaces“lernen Jugendliche nicht nur technische Fähigkeiten, sondern auch Selbstvertrauen, Teamarbeit und problemlösendes Denken – Kompetenzen, die für ihre Zukunft enorm wichtig sind.“
Praktischer Zugang statt passiver Medienkonsum
Die Begeisterung bei den Schülerinnen und Schülern ist groß. Statt ausschließlich theoretisch zu lernen, können sie dort eigene Projekte entwickeln, Fehler machen, Lösungen finden und erleben unmittelbar, wie aus einer Idee etwas Funktionierendes entsteht. Genau dieser praktische Zugang motiviert viele Jugendliche besonders stark. Ob Robotik, 3D-Druck, Programmierung, Medienprojekte oder kreative Technikideen – die Möglichkeiten in den „Makerspaces“sind vielfältig und schaffen einen Gegenpol zum oft passiven Medienkonsum.
„Makerspaces fördern eine Kultur des Ausprobierens und der Kreativität“, erklärt Eda Körner-Tezer, Projektkoordination des zdi-Netzwerks Aachen & Kreis Heinsberg. „Junge Menschen entdecken dort ihre Talente, entwickeln neue Interessen und erleben, dass Technik Spaß machen kann. Genau solche Erfahrungen brauchen wir, um Jugendliche für MINT-Berufe und innovative Zukunftsfelder zu begeistern.“
Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht
Das zdi-Netzwerk möchte deshalb künftig noch weitere Schulen bei der Einrichtung solcher kreativen Lernorte unterstützen. Damit „Makerspaces“lebendig bleiben, braucht es aber auch engagierte Menschen, die ihre Erfahrungen und ihr Wissen weitergeben.
Auch die Schulen selbst wünschen sich mehr Unterstützung aus der Gesellschaft. „Wir erleben immer wieder, wie wertvoll der Austausch zwischen Jugendlichen und erfahrenen Menschen aus technischen Berufen ist“, sagt Simon Roth vom Couven Gymnasium in Aachen. „Gerade pensionierte Ingenieurinnen und Ingenieure, Handwerkerinnen und Handwerker oder Technikbegeisterte könnten hier unglaublich viel bewirken. Schon ein paar Stunden Unterstützung im Monat können für Schülerinnen und Schüler einen riesigen Unterschied machen.“
Gesucht werden Ehrenamtliche aus den Bereichen Technik, Handwerk, Digitalisierung oder Naturwissenschaften, die Lust haben, junge Menschen zu begleiten, gemeinsam Projekte umzusetzen oder einfach ihre Begeisterung für Technik weiterzugeben.
Das zdi-Netzwerk Aachen & Kreis Heinsberg engagiert sich bereits in zahlreichen Projekten zur MINT-Förderung – von Workshops über Robotik-Angebote bis hin zu Feriencamps und Technikprojekten speziell für Mädchen. Auch Kooperationen mit regionalen Unternehmen und Schulen werden kontinuierlich ausgebaut.
Weitere Informationen zum zdi-Netzwerk Aachen & Kreis Heinsberg und aktuellen Projekten finden sich auf der Webseite des Netzwerks: www.zdi-aachen.de
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