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Gegen „Graue Flecken“ im Aachener Netz: Bund fördert Glasfaserausbau mit über 32 Millionen Euro

Die Stadt Aachen macht einen großen Schritt im Glasfaserausbau. Hierfür hat sie Fördermittel beantragt und erhält nun 32 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus dem Bundesförderprogramm nach der Gigabit-Richtlinie 2.0 und sollen dazu beitragen, auch bislang nicht ausreichend mit Glasfaser versorgte Bereiche im Stadtgebiet fit für die digitale Zukunft zu machen.

„Ich freue mich sehr über diese Förderzusage. Sie ist ein wichtiger Schritt für die digitale Entwicklung unserer Stadt“, betont Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons. „Sie zeigt, dass Bund, Land und Kommune gemeinsam daran arbeiten, die digitale Infrastruktur weiter auszubauen und die Lebens- und Arbeitsbedingungen in unserer Stadt nachhaltig zu verbessern.“

Im Mittelpunkt stehen dabei die sogenannten „Grauen Flecken“: Adressen, an denen die Internetverbindung heute noch vergleichsweise langsam ist. Konkret betrifft dies Haushalte, Unternehmen und Einrichtungen, bei denen aktuell weniger als 250 Megabit pro Sekunde im Download verfügbar sind. Ziel des Förderprogramms ist es, auch diese Anschlüsse schrittweise mit leistungsfähiger Glasfaser zu versorgen.

Vor allem jene Aachener Adressen sollen an das Glasfasernetz angeschlossen werden, die bislang keine Aussicht auf einen schnellen Internetanschluss hatten. Davon profitieren langfristig Privathaushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen.

Schnelles und stabiles Internet ist heute eine wichtige Grundlage, unter anderem für Arbeiten im Homeoffice, digitales Lernen, moderne Verwaltungsangebote und die Attraktivität des Standorts Aachen insgesamt. „Die Förderung ist ein starkes Signal für Aachen“, so Dezernent Thomas Hissel. „Damit schaffen wir die Voraussetzungen, um Aachen insgesamt noch zukunftsfester zu machen – sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für Wirtschaft und Verwaltung.“

Der zuständige Fachbereichsleiter, Dieter M. Begaß, erläutert: „Besonders Randlagen im Stadtgebiet, etwa in Horbach oder Schmithof, können nun auf einen verbesserten Anschluss an das Glasfasernetz hoffen.“ Weiterhin betont er: „Insgesamt gilt aber für alle Adressen im Stadtgebiet, die als graue Flecken identifiziert wurden: die Förderung ermöglicht es, die Wirtschaftlichkeitslücke zu schließen und damit einen umfassenden Ausbau zu garantieren.“

Die Gesamtkosten des geplanten Glasfaserausbaus belaufen sich auf rund 64,3 Millionen Euro. Der Bund übernimmt davon 50 Prozent, also rund 32 Millionen Euro. Zusätzlich hat die Stadt Aachen Fördermittel beim Land Nordrhein-Westfalen beantragt. Bei einer positiven Entscheidung könnte das Land einen weiteren großen Teil der Kosten übernehmen und damit den kommunalen Eigenanteil deutlich reduzieren.

Mit einer Entscheidung des Landes NRW über die Bewilligung weiterer Fördergelder ist im Laufe des Jahres zu rechnen. Sobald diese vorliegt, startet die Stadt Aachen eine europaweite Ausschreibung, über die ein versiertes Unternehmen mit der Umsetzung des Glasfaserausbaus beauftragt wird.

Die offizielle und symbolische Übergabe des vorläufigen Förderbescheids fand am 14. Januar in Berlin statt. Erstmals stand die Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des neu gegründeten Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung und wurde von Bundesminister Dr. Wildberger eröffnet.

Mit der Förderzusage kann die Stadt Aachen nun die nächsten Planungsschritte einleiten und gemeinsam mit Partner*innen den Weg für einen flächendeckenden Glasfaserausbau weiter vorbereiten.

Ein starkes Signal für den Glasfaserausbau: (v.l.) Der Dezernent für Wohnen, Soziales und Wirtschaft, Thomas Hissel, Stabsstellenleiter für Digitalisierung Roman von der Lohe, Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons und der Leiter des Fachbereichs Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalstadt und Europa, Dieter M. Begaß, freuen sich über die Fördermittel des Bundes über 32. Millionen Euro.


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