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Umbau und Hofüberdachung für OGS-Ausbau KGS Passstraße

Umbau und Hofüberdachung für OGS-Ausbau KGS Passstraße

Umbau 2018

Reaktivierung Souterrain, Hofüberdachung und Einbau Garderoben

Ausblick:

Mitte Dezember 2018 werden die Innenwände verputzt. Anfang Januar 2019 folgt die Verlegung des neuen Bodenbelags und der Anstrich der Türen.
Die Fertigstellung ist für Februar 2019 geplant.

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November 2018:
Die Bimssteinwände sind raus.
Die Installationen sind nahezu abgeschlossen. Der Einbau der neuen Trennwände steht bevor.

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August 2018:
Die Putzflächen, die in Verdacht standen, asbesthaltige Fasern zu enthalten, wurden sachgemäß rückgebaut und entsorgt. Zu sehen sind die nackten Rohbauwände, sowie die denkmalgeschützten Holztürrahmen.

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Juli 2018:
Die Vorbereitungen haben begonnen, die ehemaligen Hausmeister- und Lagerbereiche wurden bereits geräumt. Nach dem Abschluss der Ferienbetreuungen im Haupthaus haben die Arbeiten an Putzbereichen begonnen, in den asbesthaltiges Fasern vermuten werden. Diese Arbeiten erfolgen unter höchsten Sicherheitsstandards (weitere Informationen zum Thema Asbest in städtischen Gebäuden Aachen finden Sie >> hier.)

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Anlass:
Wachsender OGS-Bedarf: Im Rahmen des „12-Schulen-Programms“ zählte die Passstraße zu den ersten der 40 Aachener Grundschulen, die auf Möglichkeiten des OGS-Ausbaus untersucht wurden.

Schüler und Differenzierungsbedarf:
Die Europaschule Passstraße 10 im Aachener Nordwesten ist zweizügig mit 216 Schülern (Überbelegung). 22 GL-Schüler und ein Anteil von 66% der Kinder mit Migrationshintergrund fordern einen hohen Bedarf an Differenzierung, der Förderung in kleinen Gruppen.

Gebäude:
Die Schule besteht aus einem Haupthaus (9 Klassenräume, 2 Mehrzweckräume), einer erdgeschossig angeschlossenen Aula und einem separat über den Hof erschlossenen Bau mit Mensa und 2 OGS-Räumen (51 und 43 m²) in Hochparterre sowie einer Turnhalle im ersten Obergeschoss.

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Ganztagsklassen:
Aus der Raumnot heraus hat die Schule Ihre Klassen so aufgeteilt, dass je eine Klasse pro Jahrgang aus 100% OGS-Schülern besteht. Die zugehörigen Schüler sind somit den ganzen Tag vor Ort und der Fachunterricht mit speziellem Raumbedarf  kann auch nachmittags stattfinden. Außerdem werden ganze  Vor- oder Nachmittage außerhalb des Schulgebäudes mit Ausflügen gefüllt (Wanderungen, feste Termine im Altenheim, etc.). Damit reagiert die Schule organisatorisch auf die räumliche Enge.

Klassenraum = „OGS-Zuhause“:
Grundlegendes Prinzip der Schule ist (zum Zeitpunkt der Untersuchung war es die einzige der 12 Schulen mit diesem Prinzip) dass die Klassenräume durchgehend den Schülern zur Verfügung stehen, also auch ihr „OGS-Zuhause“ sind. Um den dadurch entstehenden Raumbedarf der Lehrer aufzufangen, verzichtete die Schule auf einen Mehrzweckraum im Haupthaus und richtete hier zentral Lehrerarbeitsplätze ein.

Defizit Raumeinheiten und Garderobe:
Hauptdefizit der Schule ist der Mangel an Differenzierungsbereichen. Der Bedarf ist extrem hoch, der Bestand ist ausgereizt. Die Klassenräume werden bereits 100% ganztags genutzt und bilden keine Ausweichmöglichkeit. Die schlechte Garderobensituation blockiert ebenfalls die Ausnutzbarkeit der vorhandenen Räume (Differenzierungsnischen, etc.)

Defizit baulicher Zusammenhang:
Die intensive multifunktionale Nutzung ALLER Räume in Haupt- und Nebengebäude (z. B. auch der Mensa vor und nach den Speisezeiten) bedingt, dass die Schüler ständig zwischen den Gebäuden durch den nicht witterungsgeschützten Bereich hin- und her laufen, Sommer wie Winter. Dies geschieht in der Regel auf Hausschuhen.

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Ansatz Nutzung stillgelegter Souterrain-Räume
Die beste Möglichkeit, dem Bedarf der Schule hier entgegen zu kommen, liegt in der Aufrüstung vorhandener Kellerräume.  Dafür werden Hausmeisterbereiche umgelegt und vorhandene Räume und Treppenräume sicherheitstechnisch ertüchtig und kernsaniert. So sind hier gut in den Gebäudezusammenhang eingebundene kleine bis mittlere Gruppenräume möglich – sogar mit Ausgang ins Freie in einen kleinen, eingefriedeten und bisher ungenutzten Garten.

Ansatz Hofüberdachung:
Um den baulichen Zusammenhang zu verbessern, wird der Bereich zwischen Haupt- und Nebengebäude überdacht und ggf. mit einer Sauberlaufebene (Trennung von Schmutzwasser- und Laufebene) versehen. Da die Wegeführung durch die Ausrichtung der Treppe sehr umständlich ist, wurde diese in Abstimmung mit der Denkmalpflege um einen Lauf in der direkten Wegeführung erweitert.

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Multifunktionale Mitte:
Eine funktionierende Aula sowie Mensa sind vorhanden, durch die Verbesserung der Verbindung lässt sich die Nutzung im Alltag optimieren.

Die überdachte Fläche bietet dabei noch weitere Funktionen: Sie kann als Treffpunkt für Eltern dienen, eine Möglichkeit für Außenunterricht oder Rückzug bieten, sowie eine Verbesserung der Abholsituation und der zugehörigen Überwachung darstellen.

Abhängig von der Budgetentwicklung nach Vergabe der Hauptgewerke sind hierfür auch  Außenmöblierungen angedacht.

Ansatz: Garderobe und Entlastung Klassenräume
Im Bereich zwischen Hauptgebäude und Aula soll eine optimierte Garderobensituation integriert werden: Diese wird nicht für alle 9 Klassen ausreichen, aber für einige und außerdem im OGS-Betrieb zur Zwischenlagerung dienen.


lpKenndaten:
• Umbauten im Bestand, Hofüberdachung, Brandschutztechnische Anpassungen, Garderoben
• Ausführungsstart:  Frühjahr 2018
• Architekten: Lambertz-Architekten, Aachen
• Förderung: Land NRW, Bezirksregierung Köln: Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Intergration von Flüchtlingen (139.600€)




Entwurf Hofüberdachung:

OG 534 
Die Skizze zeigt die geplante Überdachung mittels begrüntem Leichtbetondach und Lichtkuppeln. Die Ausführung bietet vor allem den Vorteil einer geringen Bauunterhaltung mit geringem Reinigungsaufwand. Außerdem kann durch die Verschattung auch immer Sommerfall der Bereich gut genutzt werden.

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Entwurf EG:

EG 534
Der Grundriss zeigt den zusätzlichen Treppenlauf in Laufrichtung und die zukünftig überdachte Fläche.

Im Vorbereich der Aula werden Garderoben eingerichtet.

Auf Wunsch der Schule wurde der Mehrzweckraum (hier als Toberaum) im OGS-Gebäude verkleinert, um einen multifunktionalen Kleinraum (z.B. für Rückzug, Besprechungen etc.) einzurichten.

Durch die Hofüberdachung fällt eine Anleitermöglichkeit im Hof weg. Die Umlegung der Anleitermöglichkeit Richtung Straßenfassade wurde seitens der Bauaufsicht nicht akzeptiert, ein baulicher Rettungsweg wurde gefordert. Dieser wird nun durch eine Notschleuse mit Treppe in die Küche der OGS gelöst. Durch den Wegfall des Bestandsschutzes wurde die ursprüngliche Entfluchtung des straßenseitigen Klassenraums gegenüber des Treppenhauses ebenfalls nicht mehr akzeptiert, hier wurde eine Fluchttreppe gefordert. Mit einem neuen Durchbruch zu den jeweiligen hofseitigen Klassenräumen steht das neue Entfluchtungskonzept.

Entwurf Souterrain:

UG 534
Im Souterrain werden im Bereich ehemaliger Hausmeister- und Lagerbereiche Differenzierungs- und Gruppenbereiche zur Einzel- und Gruppenförderung eingerichtet (roter Bereich). Die Fluchtwege werden ertüchtigt und aufgerüstet. Außerdem entsteht eine im Haus dringend benötigte Duschmöglichkeit.

Die Lager- und Hausmeisterbereiche werden durch Aufrüstung brach liegender Räumlichkeiten umgelagert (blauer Bereich).

Förderung:
Durch die baulichen Anpassungen im Souterrain wird die Einrichtung einer Förderklasse für Flüchtlingskinder ermöglicht, die Umbauten werden gefördert durch:


Förderung Flüchtlingsklasse