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Aktivitäten

3. Juni bis 3. September 2017: 

Das Ringen um den rechten Glauben

Auch in Kooperation mit dem "Dialog der Religionen" in Aachen
   

Es war ein schöner Frühlingstag 1762, als die vom Pfarrer angestachelte katholische Tante das Kind ihres Bruders (der mit einer Reformierten verheiratet ist) während der Taufe in der deutsch-reformierten Kirche von Vaals entführen wollte, um es in der katholischen Kirche nebenan gewissermaßen zwangstaufen zu lassen…

Natürlich gibt es solche Geschichten aus der Zeit nach der Reformation auch in unserer Region – und manchmal hatten sie ein durchaus tragisches Ende.

Der „Dritte Weg“ zeichnet den Aachener Raum aus
Doch zeichnet sich der Aachener Raum vor allen anderen Regionen aus, in denen reformatorische Bestrebungen wirksam wurden: durch einen einzigartigen und höchst bemerkenswerten Umgang mit dem Glaubenskampf – dem sogenannten „Dritten Weg“ zwischen den Konfessionen. Gemeint ist das Ringen um religiöse Toleranz und öffentliche Religionsausübung für Katholiken, Lutheraner und Reformierte, das zu einem relativ friedlichen und gleichberechtigten Miteinander in der Euregio führte und letztlich verhindert hat, dass die hiesigen Christen zu einem einheitlichen Bekenntnis gezwungen wurden.

Die Ausstellung „Das Ringen um den rechten Glauben – Reformation und Konfessionalisierung zwischen Maas und Rhein“ folgt dem „Dritten Weg“ und zeigt auf, wie die drei großen christlichen Konfessionen ihr Zusammenleben in der Euregio ausgehandelt haben.

Eröffnung: Freitag, 2. Juni 2017, um 18.00 Uhr, im Centre Charlemagne – Neues Stadtmuseum

Ausstellung Das Ringen um den rechten Glauben

Gefördert als Ausstellungsprojekt von „besonderem Bundesinteresse“ durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

   

22. Januar: 7. Friedensmahl der Religionen

   

  Der Arbeitskreis „Dialog der Religionen“ in Aachen lud die Mitglieder seiner Religionsgemeinden (Aleviten, Baha’i, Buddhisten, Christen, Hindus, Juden und Muslime) sowie alle interessierten Menschen am Sonntag, 22. Januar 2017 zum 7. gemeinsamen Friedensmahl der Religionen in den Ballsaal im Alten Kurhaus unter Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Marcel Philipp ein.

Der Arbeitskreis setzte sich beim Friedensmahl mit drei Fragen auseinander:

Wie halten Sie es mit der Religion und dem Glauben? Wo genau stehen Religion und Glaube in unserer Zeit? Braucht der Mensch die Religionen im traditionell-klassischen Sinn eigentlich noch? Zu diesen drei Leitfragen suchte man an diesem Nachmittag gemeinsam Antworten. Mit einem Poetry Slam führten junge kreative Wortkünstler unterschiedlicher Religionszugehörigkeit poetisch in das Thema ein und präsentierten ihre Wortbeiträge. Bei Gesprächen und Kulinarischem aus vielen Kulturen an den runden Tischen wurde sich anschließend unterhalten, ausgetauscht und Gemeinsamkeiten aufgezeigt. Eine gute Gelegenheit bot sich, sich zu begegnen, näher kennen zu lernen, einander zu verstehen und gegenseitig zu respektieren.

   

Einladung im PDF-Format

Artikel in Kirchenzeitung

   

   

Aktivtäten früherer Jahre