Der Gewerbestandort Aachen Rothe-Erde steht vor einem bedeutenden Wandel. Mit der Schließung des traditionsreichen Continental-Reifenwerks Ende 2022 ging der Verlust zahlreicher Arbeitsplätze einher, doch gleichzeitig eröffnet sich die Möglichkeit, das gesamte innerstädtische Industrieareal zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Die Stadt Aachen verfolgt mit dem Projekt „Vision2025+ Modellstandort für urbane Produktion Aachen Rothe Erde“ das Ziel, das gesamte Gewerbegebiet in einen stadtverträglichen und zukunftsfähigen Produktionsstandort zu transformieren. Dabei sollen Unternehmen, Start-ups und Spin-offs aus den Bereichen Produktions-, Umwelt-, Kreislauf- und Energiewirtschaft angesiedelt werden und damit Synergieeffekte geschaffen werden.
Das Projekt wird mit einer 97,5%-igen Förderung von Land NRW und Bund unterstützt und soll die langfristige Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken.
WERK.STADT ROTHE ERDE – Die Erde für neues Machen
Mit der neuen Marke WERK.STADT ROTHE ERDE erhält einer der bedeutendsten Industriestandorte Aachens ein klares Zukunftsprofil. Die Marke steht für die Weiterentwicklung von Rothe Erde zu einem modernen Standort, an dem Produktion, Handwerk, Innovation und urbanes Leben zusammenkommen.
Rothe Erde vereint zentrale Standortvorteile: die zentrale Lage, die hervorragende Anbindung an Bus, Bahn und Autobahn sowie den direkten Anschluss an den Vennbahnradweg. Zugleich bleibt die Ausweisung als Industriegebiet bestehen– eine wichtige Grundlage für produzierende Unternehmen und industrielle Wertschöpfung mitten in der Stadt.
Die Entwicklung kommt zur richtigen Zeit. Auch Aachen ist von zunehmender Knappheit an Gewerbeflächen betroffen. Die Nachfrage nach geeigneten Standorten für Unternehmen ist hoch, während neue Entwicklungsflächen nur begrenzt zur Verfügung stehen. Das Areal in Rothe Erde eröffnet daher die Chance, bestehende Potenziale zu nutzen und einen etablierten Industriestandort zukunftsfähig weiterzuentwickeln.
Die Leitidee der WERK.STADT ROTHE ERDE bringt diesen Anspruch auf den Punkt. Der Name verbindet bewusst zwei Welten: Das WERK steht für Produktion, Innovation und Wertschöpfung, die STADT für den urbanen Kontext. Hier soll auch künftig produziert, entwickelt und gearbeitet werden – mitten in Aachen.
Ergänzt wird die neue Marke durch den Claim „Die Erde für neues Machen“. Er steht für Aufbruch, Innovation und die Bereitschaft, Bestehendes weiterzudenken. Aus einem traditionsreichen Industriestandort entsteht ein Ort für moderne Produktion, neue Technologien, Hochschul-Spin-offs und innovative Unternehmen.
Das neue Corporate Design macht diese Identität sichtbar und verleiht dem Standort ein eigenständiges Profil. Es schafft Wiedererkennbarkeit und stärkt die Wahrnehmung von Rothe Erde als Zukunftsstandort für urbane Produktion.
Die Entwicklung der WERK.STADT ROTHE ERDE ist Teil des Förderprojekts „Vision 2025 – Modellstandort für urbane Produktion Aachen Rothe Erde“, das mit Strukturwandelmitteln von Bund und Land unterstützt wird. Sie steht exemplarisch für das Leitbild einer urbanen, innovativen und nachhaltigen industriellen Wertschöpfung in Aachen.
WERK.STADT ROTHE ERDE – Die Erde für neues Machen.
Veranstaltung „WERK.STADT Rothe Erde – die Erde für neues Machen"

Ein wichtiger Austausch zur Zukunft des Standorts findet im Rahmen der Veranstaltung „WERK.STADT ROTHE ERDE – Die Erde für neues Machen“ am Dienstag, 1. September 2026, ab 17:00 Uhr in der Stranghalle Rothe Erde, Philipsstraße 2, 52068 Aachen statt. Im Mittelpunkt stehen die Zukunft der urbanen Produktion, innovative Ansätze für die Entwicklung von Gewerbe- und Industrieflächen sowie die Frage, wie bestehende Standorte nachhaltig weiterentwickelt und für neue Technologien, Unternehmen und Arbeitsplätze genutzt werden können. Impulse aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik geben Einblicke in die Chancen industrieller Transformation und die Rolle von Rothe Erde als zukünftiger Innovations- und Produktionsstandort.

Vision2025+ Modellstandort für urbane Produktion Aachen Rothe Erde
Viele Menschen und Kommunen im Rheinischen Revier sind vom Strukturwandel betroffen, traditionelle Industrien und Gewerbe weichen zunehmend neuen Formen der Produktion. Dies ist eine Entwicklung, der sich auch Aachen nicht entziehen kann. Im September 2020 verkündete die Continental AG die Schließung ihres Reifenwerks am Gewerbestandort Rothe Erde bis Ende 2022. Aufgrund des damit einhergehenden Arbeitsplatzverlustes standen rund 1.800 Menschen vor der Herausforderung, zügig in eine Nachbeschäftigung zu gelangen.
In diesem Einschnitt erkannte die Stadt Aachen schnell die Chance, den sich vollziehenden Wandel zu gestalten, denn gerade mit Hinblick auf die vielerorts vorherrschende Gewerbeflächenknappheit bietet das innerstädtisch hervorragend integrierte Industrieareal großes Potenzial für eine gelungene Innenstadtentwicklung in zukunftsgerichteten Feldern und Branchen. Der Wegfall der traditionellen Arbeitsplätze bietet die Gelegenheit zur Schaffung neuer, sicherer und langfristiger Ersatzbeschäftigungen im produzierenden Gewerbe.
Damit diese Chance genutzt wird, hat die Stadt Aachen das Projekt „Vision2025+ Modellstandort für urbane Produktion Aachen Rothe Erde“ ins Leben gerufen. Im Rahmen dieses Projekts wird aktuell unter Hochdruck an einer zukunftsweisenden Entwicklungsstrategie für den Standort gearbeitet, die ihn in einen Modellstandort für Urbane Produktion transformieren soll. Konkret bedeutet dies, die Herstellung und Bearbeitung materieller Güter verträglich in die Stadt zu integrieren und sich dabei an den Bedarfen und Herausforderungen unserer Zeit zu orientieren.
Die industrielle Prägung des Standorts soll mit einem besonderen Fokus auf die Ansiedlung von Unternehmen, Start-ups und Spin-offs aus den Bereichen Produktions-, Umwelt-, Kreislauf- und Energiewirtschaft neu interpretiert werden, mit dem Ziel auch im Sinne der Arbeitnehmenden möglichst langfristige und zukunftssichere Lösungen hervorzubringen. Grundlegend für die Ansiedlung von Unternehmen aus diesen Bereichen und innovative Produktionsweisen, sind intelligente Lösungen für eine umweltverträgliche und wirtschaftliche Energieversorgung sowie eine optimal ausgebaute digitale Infrastruktur. Übergeordnetes Ziel der Entwicklungsstrategie ist es, die agile Transformation des Standorts zu erhöhen und zu helfen, die Resilienz im Rahmen des internationalen Wettbewerbs zu stärken.
Mit der Verfolgung eines möglichst umfassenden Ansatzes möchte die Stadt gewährleisten, dass sich der historische Gewerbestandort Rothe Erde zielgerichtet in eine gesicherte Zukunft entwickelt, von der letztendlich die gesamte Stadt und die Menschen vor Ort profitieren.
Im Rahmen des Projekts wird die Stadt Aachen in diesem Bestreben mit einer 97,5%-igen Förderung vom Land NRW bzw. vom Bund unterstützt.
Flächenverfügbarkeit am Standort Rothe Erde

Im Rahmen der Standortentwicklung Rothe-Erde bietet die Stadt Aachen Unternehmen passgenaue Optionen zur Ansiedlung und Expansion an. Die neu erworbene städtische Liegenschaft am Eisenbahnweg 50, mit einer Fläche von rund 24.000 Quadratmetern, stellt Hallen- und Büroflächen in verschiedenen Größen bereit. Durch die urbane Lage verfügt die Immobilie über eine hervorragende Anbindung an den ÖPNV, das Radverkehrsnetz und die naheliegende Autobahnanschlussstelle.
Werden auch Sie Teil dieses Produktionsclusters und kontaktieren Sie uns gerne!
