Umweltschutz und Nachhaltigkeit: Aachen eröffnet wegweisendes Zentrum für Kreislaufwirtschaft
Ein doppelter Meilenstein für den Klimaschutz wird am 26. Oktober in Aachen gesetzt: Die Eröffnung des Circular City Hubs, der sogenannten „Kreislauf-WIRK-Statt“, und des Urban Mining Hubs, der „Bau-WIRK-Statt“, bilden den Auftakt der European Circular Week 2026 und gleichzeitig den Startschuss für die lokale Circular Week Aachen.
Im „C-Werk“, einer Halle auf dem ehemaligen Continental-Gelände entsteht ein Ort, an dem Nachhaltigkeit erlebbar gemacht wird. Dabei werden Themen wie zirkuläres Bauen und Rohstoff-Souveränität ebenso betrachtet wie wirtschaftliche Faktoren. „Wir schaffen einen physischen Ort für Zusammenarbeit, Experimente und praktische Lösungen, um wertvolle Baustoffe wiederzuverwerten und Rohstoffe im Kreislauf zu halten“, erklärt Heiko Thomas, Dezernent für Klima und Umwelt, Stadtbetrieb und Gebäude der Stadt Aachen.
Das Projekt wird vom Aachener Stadtbetrieb und dem städtischen Gebäudemanagement in Kooperation mit dem Think-and-Do-Tank CSCP und der Concular GmbH realisiert und von NRW-Umweltminister Oliver Krischer eröffnet.
Das Projekt „KreislaufWIRKstatt Aachen“ wird im Rahmen des Förderaufrufs „Circular Economy – CircularCities.NRW“ durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Die Schirmherrschaft hat Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons übernommen. „Aachen ist eine Stadt, die jeden Tag beweist, dass Grenzen keine Rolle spielen. Gerade hier, wo Menschen an der Zukunft arbeiten, über die Grenzen dessen hinaus, was wir zu wissen glauben, lohnt es sich, das Thema Zirkularität und Urban Mining voranzutreiben. Wir zeigen hier in Aachen ganz praktisch, was das bedeutet. Denn Kreislaufwirtschaft ist eine intelligente Lösung und auf vielen verschiedenen Ebenen eine wichtige Investition in unsere Zukunft.“
Die Eröffnungsveranstaltung ist dabei der Beginn einer Woche, in der Nachhaltigkeit neu gedacht und erlebbar gemacht wird. Designerinnen und Designer zeigen im C-Werk Mode aus wiederverwerteten Materialien, der Markt der Möglichkeiten präsentiert innovative Geschäftsmodelle und liefert Inspiration, um vom Zuhören ins Mitwirken zu kommen. „Wir wollen den gesellschaftlichen Wandel gestalten und Möglichkeiten aufzeigen, wie Nachhaltigkeit im Alltag gelebt werden kann“, sagt Heiko Thomas.
Am Vorabend, 25. Oktober, verleiht die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) den Deutschen Umweltpreis in Höhe von insgesamt 500.000 Euro an die Hamburger Umweltjuristin Dr. Roda Verheyen und Membranfilter-Ingenieur Dr. Klaus Vossenkaul, Gründer und Geschäftsführer der Firma Membion. Überreicht wird die Ehrung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei einem Festakt in Aachen.
Nachhaltigkeit mitgestalten
Die Circular Week Aachen wurde in Kooperation mit der IHK und dem Center for Circular Economy der RWTH organisiert, die Übersicht zu allen Veranstaltungen sind auf der Homepage zusammengefasst: www.circularcityaachen.de.
Beim Spielzeugtausch des Aachener Stadtbetriebs wird Nachhaltigkeit direkt erlebbar: Die kostenfreie Aktion findet am Mittwoch, 28. Oktober, von 11 bis 15 Uhr in der Rotunde am Elisenbrunnen statt. Kinder können Spielsachen, mit denen sie nicht mehr spielen, mitbringen und gegen ein anderes Spielzeug tauschen. Eine Anmeldung zur Tauschaktion ist nicht notwendig. Wer mittauschen möchte, kann einfach mit seinen Spielsachen zum Elisenbrunnen kommen. Kuscheltiere sind aus hygienischen Gründen ausgeschlossen.
Auf dem Recyclinghof in Eilendorf entsteht derzeit eine neue „Wunderkiste“. Hier können Gegenstände, die nicht mehr benötigt, aber noch gut erhalten sind, abgegeben werden. Nach dem Motto „Verschenken statt wegwerfen“, bleiben die Dinge so erhalten und können weiterverwendet werden.
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